Das Buddhistische Reuebekenntnis (; jap. , sange mon; kor. , chamhoe mun) wird im Bereich des Mahayana-Buddhismus als Ritual zur Reinigung und zur Läuterung des Geistes, häufig auch vor Beginn von anderen Ritualen, wie Zufluchtnahme ausgeübt.
Der Begriff „Reue“ wird im Rahmen des Buddhismus nicht im christlichen Sinne als Schuldgefühl verstanden, sondern als Einsicht, dass man seiner eigenen Buddha-Natur untreu war. Diese Einsicht führt nicht zu Schuld, sondern weckt den Erwachensgeist (japanisch: Bodai Shin) und den Wunsch nach einem authentischen Leben.
Reuebekenntnis im chinesisch-japanischen Mahayana
JapanischDeutschChinesisch (pinyin)Chinesisch (hanzi)Sangemon
GASHAKU SHOZO SHOAKUGO
KAIYU MUSHI TONJINCHI
JUSHIN GUI SHI SHOSHO
ISSAI GAKON KAI SANGEReuebekenntnis
Alles schlechte Karma, von mir begangen von altersher
Aus meiner anfanglosen Gier, aus meinem Zorn, aus meinem Wahn
Geboren aus meinem Körper, aus meiner Rede, aus meinem Denken
Ich erkenne es jetzt und läutere mich ganzChan hui wen
Wo xi suo zao zhu e ye
Jie you wu shi tan chen chi
Cong shen yu yi zhi suo sheng
Yi qie wo jin jie chan hui懺悔文
我昔所造諸悪業
皆由無始貪瞋痴
従身語意之所生
一切我今皆懺悔
Einzelnachweise
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