Friedrich Ferdinand Haindl, auch Friedrich Haindl junior, (* 27. November 1910 in München; † 24. November 2002 ebenda) war ein deutscher Architekt. mini|St. Jakob, München

Werdegang Haindl wuchs als Sohn des Architekten Friedrich Haindl auf. Er studierte von 1929 bis 1933 Architektur an der Technischen Hochschule München, unter anderem bei Robert Vorhoelzer und German Bestelmeyer. Neben dem Studium arbeitete er im Architekturbüro seines Vaters. Nach seinem Referendariat in München legte er 1938 in Berlin das 2. Staatsexamen ab und wurde zum Regierungsbaumeister ernannt. Ab 1935 arbeitete Haindl als freier Architekt im Büro seines Vaters in München. Durch die Namensähnlichkeit sind nicht immer alle Bauten eindeutig einem der beiden Architekten zuordenbar. 1939 wurde er zum Wehrdienst eingezogen, nach Kriegsende arbeitete er wieder als selbstständiger Architekt. Er entwarf hauptsächlich Großwohnanlagen, Kirchen im modernen Stil und Schulen, aber auch Einfamilienhäuser.

Haindl war von 1948 bis 1956 als Dozent für Entwurf am damaligen Oskar-von-Miller-Polytechnikum in München tätig.

Sohn Friedrich Carl Haindl (* 1951), ebenfalls Architekt, trat 1977 in das Architekturbüro ein. 1982 wurde er dort Partner. 2000 gründete er das Büro Haindl und Kollegen in München. Ein weiterer Sohn ist der ehemalige deutsche Diplomat Johannes Haindl.

Bauten mini|St. Konrad in Landshut mini|St. Wolfgang in Landshut mini|St. Pankratius in Roding mini|Volksschule am Graben in Eichstätt mini|St. Johannes der Täufer in Bodenkirchen 1929–1930: Mitarbeit am Haindlbau in Eichstätt (von Vater Friedrich Haindl; unter Denkmalschutz)vergleiche Liste der Baudenkmäler in Eichstätt 1931–1934: Erweiterungsbau der Kirche St. Nikolaus in Pleinfeld (unter Denkmalschutz)vergleiche Liste der Baudenkmäler in Pleinfeld 1934: Häuser in der Mustersiedlung Ramersdorf (weitere Gebäude von Sep Ruf, Franz Ruf, Lois Knidberger, Albert Heichlinger, Max Dellefant, Theo Pabst mit Christoph Miller, Hanna Loev und Karl Delisle; unter Denkmalschutz)vergleiche Liste der Baudenkmäler in Ramersdorf 1936–1937: St. Otto in Ottobrunn (unter Denkmalschutz)vergleiche Liste der Baudenkmäler in Ottobrunn 1938: Erweiterungsbau der Kirche St. Rupertus in (Ingolstadt-)Gerolfing (unter Denkmalschutz)vergleiche Liste der Baudenkmäler in Ingolstadt 1937–1938: St. Bernhard in Schliersee-Spitzingsee 1939: Erweiterungsbau der Kirche St. Georg in (Unterreit-)Wang (unter Denkmalschutz)vergleiche Liste der Baudenkmäler in Unterreit 1947–1949: St. Margareta in Mamming (unter Denkmalschutz)vergleiche Liste der Baudenkmäler in Mamming 1949–1950: St. Pius in Moosburg an der Isar (unter Denkmalschutz)vergleiche Liste der Baudenkmäler in Moosburg an der Isar 1948–1951: Herz-Jesu-Kirche in München-Neuhausen (1994 abgebrannt) 1950: Langhaus und Chor der Kirche St. Martin in Schnaitsee-Waldhausen (unter Denkmalschutz)vergleiche Liste der Baudenkmäler in Schnaitsee 1950–1951: St. Konrad in Landshut 1950–1951: Erweiterungsbau der Kirche St. Willibald in (Ingolstadt-)Oberhaunstadt (unter Denkmalschutz)vergleiche Liste der Baudenkmäler in Ingolstadt 1951: St. Mariä Himmelfahrt in Sinzing 1952: St. Koloman in Fischerhäuser 1952: St. Anna in Karlsfeld 1953: St. Johannes in Weiden in der Oberpfalz 1953–1954: Kirche Heilige Familie in Amberg 1953–1954: St. Josef in Straubing (unter Denkmalschutz) 1955–1957: St. Jakob in München (unter Denkmalschutz)vergleiche Liste der Baudenkmäler in München (?) 1957: Umbau und Teilneubau der Kirche St. Sebastian und Anna in Sappenfeld 1956–1957: St. Wolfgang in Landshut 1958–1959: St. Maria Immaculata in München-Harlaching 1960: Volksschule am Graben in Eichstätt 1959–1960: St. Pankratius in Roding 1961–1962: St. Josef in Niederaichbach 1962: Heilig-Kreuz-Kirche in Dachau 1963–1964: St. Laurentius in Hohenthann 1964–1965: Gymnasium St. Paulusheim in Bruchsal 1965–1966: St. Johannes der Täufer in Bodenkirchen 1966–1967: Kirche Hl. Bruder Klaus in Hitzhofen 1966–1967: St. Dionysius in Mettenbach 1966–1968: Verklärung Christi in Schongau 1967–1969: Erweiterungsbau des Heilig-Geist-Spitals in Eichstätt 1980–1985: Caritas-Zentrum in München-Mitte 1987: Therapiezentrum der Blindeninstitutsstiftung in München-Neuhausen 1987: Erweiterungsbau der Haushaltwarenhandlung Kustermann in München-Mitte 1988: Altenheim in Forstenried 1988: Turnhalle am Maria-Hilf-Platz in München-Au-Haidhausen 1988: Wirtschaftsgebäude in Münchsmünster 1989: Altenheim der Hospitalstiftung in Dillingen an der Donau 1989: Versandgebäude und Hochregallager in München 1989: Behindertenwerkstätte in Hilpoltstein-Zell 1989–1990: Behindertenwohnheim der Regens-Wagner-Stiftungen in Berching-Holnstein 1990: Hotel in Markkleeberg 1990: Pallottiheim in Friedberg in Bayern 1990: Pflegeheim „Kreszentia-Stift“ in München-Isarvorstadt 1990: Magnuswerkstätten in Igling-Holzhausen 1991: Turnhalle des Theresia-Gerhardinger-Gymnasiums am Anger in München 1991: Altenheim an der Winthirstraße in München-Neuhausen 1991: Erweiterungsbau des „Ottilienheims“ in Absberg 1991: Erweiterungsbau des Klosters St. Klara der Armen Schulschwestern in Freising 1995: Herzklinik und Personalwohngebäude der Augustinum Gruppe in Hadern

Ehemalige Mitarbeiter 1953–1962: Max BreitenhuberNicht nur Büros. In: Deutsche Bauzeitung, Jahrgang 1984, Heft 5.

Literatur Nicht nur Büros. In: Deutsche Bauzeitung, Jahrgang 1984, Heft 5.

Weblinks

Bürogeschichte des heutigen Architekturbüros Haindl + Kollegen GmbH in München, zuletzt abgerufen am 15. Februar 2016 Bestand zu Friedrich F. Haindl beim Architekturmuseum der Technischen Universität München, zuletzt abgerufen am 15. Februar 2016

Belege

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