Kurt Lauer (* 27. Februar 1923 in Dittweiler; † nach 1955) war bei der Wachmannschaft des KZ Ravensbrück am Haupttor tätig.

Leben Kurt Lauer, der zunächst als Fabrikarbeiter tätig war, wurde im Mai 1941 Angehöriger der Waffen-SS. Am 1. April 1943 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. September 1942 aufgenommen (Mitgliedsnummer 9.679.160).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25021002 Von März 1942 bis Ende April 1945 war Lauer bei der Wachmannschaft des KZ Ravensbrück eingesetzt. Lauer gab nach Kriegsende als sein Geburtsjahr 1921 an, obwohl in seinen Personalunterlagen als Geburtsjahr 1923 verzeichnet ist.Silke Schäfer: Zum Selbstverständnis von Frauen im Konzentrationslager. Das Lager Ravensbrück. Berlin 2002 (Dissertation TU Berlin), , , S. 37

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste sich Lauer für seine im KZ Ravensbrück begangenen Taten vor einem britischen Militärgericht im sechsten der sieben Ravensbrück-Prozesse verantworten. Wegen der Teilnahme an der Misshandlung alliierter Häftlinge wurde Lauer am 26. Juli 1948 zu fünfzehn Jahren Haftstrafe verurteilt. Nach der Bestätigung des Urteils am 6. August 1948 verblieb er in Haft.

Kurt Lauer wurde am 7. Mai 1955 wegen guter Führung aus der Haft entlassen. Über seinen weiteren Lebensweg ist nichts bekannt.

Literatur Silke Schäfer: Zum Selbstverständnis von Frauen im Konzentrationslager. Das Lager Ravensbrück. Berlin 2002 (Dissertation TU Berlin), , .

Einzelnachweise

Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS Kategorie:Personal im KZ Ravensbrück Kategorie:Person (Landkreis Kusel) Kategorie:Verurteilte Person in den Curiohaus-Prozessen Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Mann