mini|Kartenausschnitt des Stadtgebietes des (grau dargestellt, rot mit hoher Bevölkerungsdichte)

[], offizielle Bezeichnung , auf : oder , ist eine Großstadt und zugleich auf der Nordinsel von Neuseeland. Mit über 1,4 Millionen Einwohnern ist sie die größte Stadt Neuseelands, in der etwa ein Drittel der neuseeländischen Bevölkerung lebt. Die -Bezeichnung bedeutet „Eine junge Schönheit mit 100 Liebhabern“, während eine an den Lautstand des Māori angepasste Version von ist.

Das landschaftliche Bild des multikulturellen wird von 53 inaktiven Vulkanen geprägt, zwischen denen sich die Großstadt erstreckt. Ihnen verdankt die Stadt weitläufige Parkanlagen, die bis ins Zentrum hineinreichen. Die Lage an geschützten Meeresbuchten trägt ebenfalls wesentlich zum Bild bei, nicht zuletzt durch die zahlreichen Segelboote, die der Stadt den Beinamen einbrachte.

Zum 1. November 2010 wurde aus dem Ballungsraum Auckland (englisch: bzw. ), mit den bis dahin verwaltungstechnisch eigenständigen Städten , , und , den Distrikten , und und dem , der gebildet, der, wie geplant, die Probleme des Großraums aus einer einheitlichen und zentral organisierten Verwaltungsstruktur heraus lösen soll. Der wurde per Kommunalwahl vom 9. Oktober 2010 politisch legitimiert und fasst seitdem alle vorherigen Verwaltungseinheiten unter der Regierung von einem Bürgermeister und 20 Stadträten zusammen.

In einer Rangliste der Städte mit der höchsten Lebensqualität weltweit belegte Auckland im Jahre 2018 den dritten Platz, 2025 den siebenten.

Namensherkunft Ihren Namen bekam die Stadt Auckland 1840 von Gouverneur William Hobson verliehen, der sie zu Ehren von Lord Auckland, von dem Hobson das Kommando über die Fregatte H.M.S. Rattlesnake bekommen hatte, nach ihm benannte. Lord Auckland war seinerzeit der erste Lord der britischen Admiralität und von 1835 bis 1842 Generalgouverneur in Indien. Ihm zu Ehren wurde 1848 in Kolkata eine Statue errichtet, welche im Jahr 1969 als Geschenk der Regierung des Bundesstaates Westbengalen an die Stadt Auckland übergeben wurde, wo man sie vor dem Gebäude des Civic Centers (Stadtverwaltung) aufstellen ließ.

Geographie Geographische Lage befindet sich auf der 380 km langen und bis zu 80 km breiten nördlichen Landzunge der Nordinsel von Neuseeland. Das Stadtgebiet grenzt im Norden an die Region und im Süden an die Region an. Im Westen bildet die Tasmansee die natürliche Grenze und im Osten der Pazifische Ozean, wobei die Inseln und die zwischen ihr und liegenden Inseln und das Seegebiet des mit zum Stadtgebiet gehören. Das so 2010 neu gebildete Stadtgebiet umfasst eine Landfläche von 4938 km².

Die höchste Erhebung im Stadtgebiet stellt der hohe dar, der sich in den im äußersten Südosten der Großstadt befindet. Eine weitere Bergkette liegt westlich des Stadtzentrums an der Westküste. Die erheben sich dort bis auf . Die Landfläche von verengt sich in der Mitte der Nord-Süd-Ausdehnung auf wenige Kilometer, da von Westen her der und von Osten der sowie das breite Mündungsgebiet des ins Stadtgebiet hineinragt.

Geologie mini|Geologische Karte mit der Umgebung von und ihren erloschenen Vulkanen aus der ersten systematischen geologischen Kartierung des Landes durch Ferdinand von Hochstetter

Große Teile Neuseelands stehen unter dem direkten Einfluss des Pazifischen Feuerrings, so auch die Gegend in und um . Die Stadt wurde auf einem aus Basalt bestehenden Vulkanfeld, dem , erbaut. Dieses besteht aus 53 nicht mehr aktiven Vulkanen. Sie prägten die Landschaft insofern, als sie entweder als Inseln aus dem Meer herausragten oder Hügel, Seen oder Lagunen bildeten. Die ersten Eruptionen begannen etwa vor 60.000 bis 140.000 Jahren, während die letzten beiden großen Ausbrüche vor rund 550 und 600 Jahren den größten noch erhaltenen Vulkan, den Rangitoto vor der Ostküste der Stadt, bildeten (siehe Karte). bedeutet „Himmel“ und „Blut“, was darauf schließen lässt, dass die Insel ihren Namen von bekam, die die letzte Eruption noch erlebten. Noch heute leben wegen des stark säurehaltigen Bodens nur wenige Vögel und Insekten auf dieser Insel, die hauptsächlich von Pflanzen bewachsen ist, die sich an die schwarze, steinige Bodenbeschaffenheit anpassen konnten.

Viele der anderen ehemaligen Vulkane wurden abgetragen oder in ihrer Oberflächenstruktur stark verändert, um so Platz für ebene Bebauung zu schaffen oder Parkanlagen wie den Le Roy’s Bush anzulegen. Noch heute kann man zahlreiche Hügel und Terrassen im Landschaftsbild erkennen, die auf die Vulkane hinweisen. In den letzten Jahren setzen sich verschiedene Distrikt-Verwaltungen bei der neuseeländischen Regierung dafür ein, die einmalige landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Vulkane auf die vorläufige Liste der UNESCO-Welterbe-Kandidaten des Landes zu setzen.

Klima liegt unter dem Einfluss eines subtropisch-ozeanischen Klimas (Köppen-Geiger-Klassifikation Cfb). Die Temperaturschwankungen über das Jahr verteilt sind gering. Das Klima zeichnet sich durch lange warme, humide Sommer und kühlere, ziemlich feuchte Winter aus. Die durchschnittlichen Januar-Temperaturen schwanken zwischen 24 °C und 30 °C, wobei der Februar oft noch wärmer ist, während sich die durchschnittlichen Höchsttemperaturen im Juli auf 14 °C bis 20 °C belaufen. Durchschnittlich gibt es in Auckland jährlich 2100 Sonnenstunden. Obwohl es schon in den Sommermonaten mehr regnet als zum Beispiel in Wellington oder Christchurch, fallen die größten Teile des Niederschlags in den Wintermonaten. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beläuft sich auf über 1243 mm.

Der Wind weht meist aus westlicher bis südwestlicher Richtung, aber auch Nordostwind ist üblich.

Obwohl das Klima der Stadt stark von geographischen Punkten wie Hügeln, Meeres- oder Luftströmungen abhängt, übersteigt die Temperatur selten die 35 °C-Marke. Am 27. Juli 1939 konnte seinen einzigen offiziell bestätigten Schneefall verzeichnen, wobei Schnee für verschiedene Orte des Landes, vor allem auf der Südinsel, zum Beispiel für , keine Seltenheit ist und dort regelmäßig Meereshöhe erreicht. Insgesamt gilt als Neuseelands klimatisch mildeste Großstadt.

Am 27. Januar 2023 kam es in Auckland zu sehr starken Regenfällen, als innerhalb 15 Stunden etwa 80 % des Regens fiel, der sonst in einem gesamten Sommer fällt. Da durch den Regen große Teile der Stadt überflutet wurden, rief der neuseeländische Zivilschutz die in der Stadt lebenden Menschen dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. Während der Flut starben vier Menschen.

Geschichte Besiedlung durch die Māori mini|Terrassenartige Hänge am /

, heute bekannt als , wurde erstmals von den , der indigenen Bevölkerung Neuseelands, um das Jahr 1350 besiedelt. Auf den Überresten der Vulkane errichteten sie befestigte Dörfer, sog. . Auf dem Höhepunkt der vorkolonialen Besiedlung hatte die Gegend der heutigen Großstadt rund 20.000 Einwohner; mit dieser Zahl konnte man nach neuseeländischem Gesetz später die Stadtrechte erlangen. Die terrassenähnlichen Anlagen dieser frühen Besiedlung kann man an den größeren Hügeln, wie zum Beispiel dem / oder dem / , zum Teil noch heute erkennen.

Die Hauptgründe für die Besiedlung dieser Gegend waren die guten Möglichkeiten zur Nahrungsbeschaffung sowie die strategischen Vorteile im Vergleich zu anderen Siedlungsgebieten. Die fruchtbaren, äußerst produktiven Böden ließen die Landwirtschaft erblühen und der Zugang zu zwei großen Naturhäfen begünstigte die Fischerei. Außerdem erleichterten die befestigten Siedlungen auf den vulkanischen Hügeln sowie die geschützte Lage auf der Landenge die Verteidigung.

Die und waren ursprünglich die beiden vorherrschenden -Stämme (). Als die Europäer in Neuseeland ankamen, benutzten diese unter anderem Waffen als Tauschwaren, was das Kräftegleichgewicht unter den Stämmen störte und unvermeidlich in bewaffnete Konflikte ausartete. Durch ebendiese Auseinandersetzungen untereinander und durch von den Europäern eingeführte Krankheiten, insbesondere die Pocken und Tuberkulose, reduzierte sich die Zahl der in dem Gebiet signifikant.

In der folgenden Zeit „verkauften“ immer mehr Land, zum Beispiel das heutige Stadtzentrum an , den ersten Gouverneur des Landes (damals noch ), und einigten sich darauf, am 6. Februar 1840 in der den Vertrag von zu unterzeichnen. Davon erhoffte sich der -Stamm einen besseren Zugang zu den neu entstandenen Hafenanlagen, um seine produzierten Güter aus den und zu den Märkten in der damaligen Sträflingskolonie Australien und insbesondere nach bringen zu können.

Die Geburtsstunde der heutigen Stadt Nach der Unterzeichnung des Vertrags von , der Neuseeland an das Vereinigte Königreich band (damals war Neuseeland offiziell eine „Kolonie“ von ), musste einen geeigneten Standort für die neue Hauptstadt des Landes suchen. Zu diesem Zeitpunkt konzentrierte sich der Großteil der europäischen Besiedlung auf die Bucht der Inseln im heutigen (Region ). Aber die geographische Lage der machte sie schwer erreichbar und äußerst abgelegen in Bezug auf die übrigen Gebiete des Landes.

mini|Deutsche Landkarte der Landenge von 1890

Auf den ersten Blick schien , der heutige , eine gute Wahl für die Hauptstadt zu sein. war sehr günstig gelegen an der Südspitze der Nordinsel, somit nahe an der Südinsel und außerdem mit einem großen Bevölkerungswachstum. Aber diese Stadt wurde zu dem Zeitpunkt von der sowie den -Brüdern, Pioniere der Kolonisierung Neuseelands, kontrolliert und hatte wegen illegaler Inbesitznahme von -Land einen ziemlich schlechten Ruf.

Auf die Empfehlung mehrerer Persönlichkeiten, allen voran des Missionars sowie des obersten Landvermessers der Kolonie, , und aufgrund der Preisgabe von Land durch die wählte das südliche Ufer des als Standort für die neue Hauptstadt, während er (auch bekannt als ), sieben Kilometer südlich des heutigen in der als vorübergehende Hauptstadt wählte. Nachdem , ein enger Vertrauter von und Magistrat, in dieser Gegend weitere Landflächen von den erworben hatte, wurde am 18. September 1840 um 13:00 Uhr wahrscheinlich in der heutigen oberen die Gründungszeremonie der Stadt abgehalten. Er benannte die Stadt nach , der einer seiner Gönner und Freunde war. Am 26. November 1842 gab der neuseeländische Staatsanzeiger () den Stadtnamen „“ amtlich bekannt.

Von diesem Zeitpunkt an erreichte ein stetiger Zuwanderungsstrom die neue Hauptstadt. Waren es zu Beginn meist Menschen aus anderen Gegenden Neuseelands und Schiffe aus der „Mutterkolonie“ , liefen bereits 1842 die ersten direkt aus Großbritannien kommenden Einwandererschiffe in den Hafen von ein. Während die östlichen Gebiete der Stadt Regierungsmitgliedern vorbehalten waren, siedelten sich im westlichen Stadtgebiet vornehmlich Handwerker oder Künstler an. Dieses soziale Gefälle ist bis heute erhalten geblieben.

1862 wurde schließlich doch , das mittlerweile hieß, Hauptstadt des Landes und behielt diesen Status bis heute. Eine zentrale Position an der Cookstraße wurde zu dieser Zeit nämlich äußerst wichtig, um separatistische Bewegungen auf der Südinsel zu stoppen. Diese keimten auf, da in der Region auf der Südinsel Gold gefunden wurde und Schlachtfleisch der Südinsel wegen der Erfindung des Kühlschranks sicher als Kühlfleisch nach Großbritannien gebracht werden konnte.

Aufstieg zur Großstadt mini|Luftbild von

Die Stadt diente ab 1860 als Ausgangspunkt für den damaligen Gouverneur , um die bei den Neuseelandkriegen immer weiter nach Süden zu drängen. Zu seiner Taktik gehörte die infrastrukturelle Erschließung der Gegenden südlich von . Dazu gehörte auch die (große Teile des haben dieselbe Streckenführung), die es möglich machte, die Region schneller mit bewaffneten Truppen zu erreichen. Diese Straße lockte aber auch weitere Siedler in das früher als bzw. bekannte Gebiet und erweiterte somit die Einflusssphäre der maßgeblich.