mini|250px|Wandmalerei, Hauptstraße in mini|250px|Wandmalerei, Hauptstraße in mini|250px|Wandmalerei an einem Kirchengebäude

ist ein Ort im der Region auf der Nordinsel von Neuseeland.

Geographie liegt rund 26 km nordwestlich von , direkt am , einer Lagune, die durch Matakana Island vom Pazifischen Ozean weitgehend abgetrennt ist. Durch den Ort führt der , der im Zentrum des Ortes für ein hohes Verkehrsaufkommen sorgt. Über den ist im Norden mit , das 28 Straßenkilometer entfernt liegt und im Südosten mit , das über 40 Straßenkilometer zu erreichen ist, verbunden. Durch den Ort fließt der , der nordöstlich des Ortszentrums in den mündet.

Geschichte Treibende Kraft der Ansiedlung von war der Ire , der bereits 1873 in dem , einem Oranier-Orden, dessen Mitglied er war, für eine Siedlungsvorhaben in Neuseeland warb und 1874 seine erste Reise nach Neuseeland unternahm. Angekommen, traf er auf , einem Mitglied des und der . Über ihn bekam er die Zusicherung von 10.000  Land für sein Vorhaben. Nach einigen Verhandlungen und seiner Suche nach einem geeigneten Siedlungsort, die ihn auf die Südinsel und Nordinsel brachte, sah er schließlich in der Gegend von den besten Ort für das Siedlungsvorhaben.

führte zwei Gruppen von Siedlern nach , im September 1875 mit der über 200 Siedler und im August 1878 mit der nochmals 378 Siedler. Es bildeten sich anfänglich zwei Gruppen von Siedlern heraus: die einen, die „“ genannt wurden, und die anderen, die als „“ bezeichnet wurden („die nutzbringenden und die schmückenden Siedler“); das bedeutete, dass die einen die Pächter und die anderen die vermögenden Siedler waren.

Die ersten Jahre waren hart für viele. Die Wirtschaftskrise der 1880er Jahre und die Tatsache, dass die Siedler von nicht viel produzieren konnten, was sich auf dem Markt hätte verkaufen lassen. So gaben viele Familien Ende der 1880er Jahre auf, nur 39 der ursprünglich 77 Siedlerfamilien blieben. Später, als in der Gegend von Gold gefunden und abgebaut wurde, war der Lieferant für landwirtschaftliche Erzeugnisse für die Bergbaustadt.

1928 erhielt der Ort Eisenbahnanschluss mit der East Coast Main Trunk Railway. Nach Eröffnung des Kaimai-Tunnels 1978 wurde der Abschnitt über das Gebirge westlich von Katikati aber aufgegeben und die Gemeinde verlor den Eisenbahnanschluss wieder.

Ein wirtschaftlicher Einbruch kam noch einmal in den 1990ern, als in der Milchwirtschaft ein Konzentrations- und Rationalisierungsprozess stattfand. Dem versuchten die Bewohner dadurch zu begegnen, dass sie Kiwis anbauten und den Tourismus förderten.

Heute ist der Ort ein bevorzugter Wohnort für Rentner geworden, 34,4 % der Bevölkerung sind 65 Jahre alt oder älter, gut doppelt so viele im Vergleich zur Region, die bei 18,5 % Rentneranteil liegt.

Bevölkerung Zum Zensus des Jahres 2013 zählte der Ort 4056 Einwohner, 13,3 % mehr als zur Volkszählung im Jahr 2006.

Mural Town 1990, als und die Region in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckte, kam die Bürgerin des Ortes, Barbara Wolfenden, nach ihrem Besuch von Chemainus auf in , Kanada im Jahr 1986 schließlich auf die Idee, ihren Ort ebenfalls mit Wandmalereien zu schmücken, mit Themen, die historischen Bezug zum Ort haben sollten. Der Ort Chemainus, einst gleichfalls in wirtschaftlichen Schwierigkeiten geraten, konnte durch seine Wandmalereien bis zu 300.000 Touristen pro Jahr anlocken und da durch der viel befahrene führte, wollte man auf diese Weise Durchreisende zum Verweilen anhalten und den Ort langfristig für Touristen attraktiver machen.

Im Oktober 1990 formte sich eine Gruppe, die das Projekt angehen wollten. Mit dem erfolgreichen Start wurde am 29. Mai 1991 die gegründet, die das Projekt koordinierte und professionalisierte. So entstanden neben vielen Wandgemälden, auch Skulpturen und Schnitzereien, die über den Ort verteilt zu finden sind. Um das Projekt und den Ort besser vermarkten und bekannter machen zu können, hat sich den Beinamen „“ (Wandgemäldestadt) gegeben. Unter diesem Pseudonym ist landesweit bekannt geworden.

Die Bemühungen des Ortes wurden 2005 mit der Auszeichnung als „Neuseelands schönste Kleinstadt“, die für Orte unter 8000 Einwohner durch die vergeben wird, ausgezeichnet.

Tourismus Drei Kilometer südlich von gibt es eine Thermalquelle, die den kontinuierlich mit 30 °C – 32 °C warmen Wasser aus dem Erdinneren versorgt.

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Katikati

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Region Bay of Plenty