Christiane Dorst (auch Dorst-Serauky; * 14. August 1939 in Babelsberg) ist eine deutsche Kostümbildnerin und Bühnenbildnerin.

Leben Sie besuchte von 1945 bis 1953 die Grundschule und von 1953 bis 1957 die Erweiterte Oberschule, welche sie mit dem Abitur abschloss. Von 1957 bis 1962 studierte sie bei Heinrich Kilger Szenografie an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee.

Von 1962 bis 1968 arbeitete sie als Bühnen- und Kostümbildnerin am Hans Otto Theater in Potsdam und entwarf für etwa 50 Inszenierungen die Bühnenbilder und Kostüme. Von 1968 bis 1970 war sie an den Städtischen Theatern Leipzig beschäftigt, wo sie sich vorwiegend um die Kostümausstattung kümmerte.

1970 trat sie als Kostümbildnerin in den Dienst der DEFA. Unter anderem zeichnete sie für die Kostüme in der Thomas-Mann-Verfilmung Lotte in Weimar (1974/75) mit Lilli Palmer und die Goethe-Adaption Die Leiden des jungen Werthers (1976) verantwortlich. Zweimal arbeitete sie auch mit dem westdeutschen Regisseur Peter Schamoni bei dessen Filmen Frühlingssinfonie (1980) und Caspar David Friedrich – Grenzen der Zeit (1986) zusammen. 1990 übernahm sie die Leitung des Kostüm- und Maskenstudios der Studio Babelsberg GmbH in Potsdam-Babelsberg.

2021 wurde Christiane Dorst von der DEFA-Stiftung für ihre herausragenden Leistungen im deutschen Film ausgezeichnet.

Christiane Dorst war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und von 1977 bis 1988 in Dresden auf der VIII. bis X. Kunstausstellung der DDR vertreten.

Sie war mit dem Islamwissenschaftler Eberhard Serauky verheiratet.

Filmografie 1972: Die Schlüssel 1972: Januskopf 1972: Der Dritte 1973: Die Hosen des Ritters von Bredow 1974: Johannes Kepler 1974: Lotte in Weimar 1976: Unser stiller Mann 1976: Die Leiden des jungen Werthers 1977: Unterwegs nach Atlantis 1978: Ursula (TV) 1978: Anton der Zauberer 1979: Addio, piccola mia 1979: Lachtauben weinen nicht 1980: Glück im Hinterhaus 1981: Unser kurzes Leben 1982: Die Beunruhigung 1983: Automärchen 1983: Frühlingssinfonie 1984: Bockshorn 1984: Eine sonderbare Liebe 1984: Die Grünstein-Variante 1985: Gritta von Rattenzuhausbeiuns 1985: Polizeiruf 110: Verführung (TV-Reihe) 1986: Das Haus am Fluß 1986: Caspar David Friedrich – Grenzen der Zeit 1987: Vorspiel 1988: Fallada – Letztes Kapitel 1988: Einer trage des anderen Last … 1989: Der Bruch 1990: Sehnsucht 1990: Stein 1990: Die Architekten 1990: Kein Wort von Einsamkeit 1991: Der Tangospieler 1991: Der Verdacht 1992: Die Spur des Bernsteinzimmers 1992: Das große Fest 1994: Sherlock Holmes und die sieben Zwerge 1999: Die Braut

Auszeichnungen 1980: Kunstpreis der DDR 1980: Nationales Spielfilmfestival der DDR: Preis für Kostümgestaltung für Addio, piccola mia und Anton, der Zauberer 1986: Nationales Spielfilmfestival der DDR: Preis für Kostümgestaltung für Eine sonderbare Liebe 2021: Preis der DEFA-Stiftung für herausragende Leistungen im deutschen Film

Literatur Ingrun Spazier: Christiane Dorst – Kostümbildnerin. In: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film. Lieferung 27, 1996. Dorst-Serauky, Christiane. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 161/162

Weblinks

Christiane Dorst Biografie bei der DEFA-Stiftung (verfasst von Ralf Schenk)

Einzelnachweise

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