mini|Heespenhof, Gebäude des Amtsgerichtes Schleswig (2011) Das Amtsgericht Schleswig ist ein deutsches Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit im Bezirk des Landgerichtes Flensburg. Das Gericht ist eines von 22 Amtsgerichten im Land Schleswig-Holstein.

Gerichtssitz und -bezirk Sitz des Gerichtes ist die Stadt Schleswig.§ 2 des Landesjustizgesetzes (LJG) vom 17. April 2018, GVOBl. 2018, 231, ber. 441.

Der Gerichtsbezirk umfasst das Gebiet der folgenden Städte und Gemeinden.I. Nr. 4 der Anlage 1 zu § 30 Abs. 1 LJG.

Alt Bennebek Arnis Bergenhusen Böel Böklund Börm Bollingstedt Boren Borgwedel Brodersby-Goltoft Busdorf Dannewerk Dörpstedt Ellingstedt Erfde Fahrdorf Geltorf Grödersby Groß Rheide Havetoft Hollingstedt Hüsby Idstedt Jagel Jübek Kappeln Klappholz Klein Bennebek Klein Rheide Kropp Loit Lottorf Lürschau Meggerdorf Mittelangeln Mohrkirch Neuberend Norderbrarup Nottfeld Nübel Oersberg Rabenkirchen-Faulück Rügge Saustrup Schaalby Scheggerott Schleswig Schnarup-Thumby Schuby Selk Silberstedt Stapel Steinfeld Stolk Struxdorf Süderbrarup Süderfahrenstedt Taarstedt Tetenhusen Tielen Tolk Treia Twedt Ülsby Ulsnis Wagersrott Wohlde

Das Gericht ist außerdem als Zentrales Mahngericht für ganz Schleswig-Holstein zuständig. Seit dem 1. Januar 2013 ist es auch Zentrales Vollstreckungsgericht für das Land Schleswig-Holstein. Abgerufen am 11. Februar 2016.

Gebäude mini|Amtsgericht Schleswig und Reventlow-Beseler-Denkmal (etwa 1910) mini|Ludwig Nicolaus v. Scheele Das Amtsgericht hat seinen Sitz im Heespenhof auf dem Lollfuß in Schleswig. Der Heespenhof ist ein denkmalgeschütztes (PDF; 688 kB), unter der Identitätsnummer 3726. Palais, das 1754 für den Conferenzrat Christian Friedrich von Heespen (* 1717 in Lübeck; † 1776 in Schleswig) als Wohnhaus erbaut wurde. Heespen gehörten als landwirtschaftlicher Grundbesitz die Güter Hemmelmark und Deutsch-Nienhof. Das mit großem Aufwand hergestellte Treppenhaus und die Ausstattung mit Stuckaturen erinnert an die Zeiten der Hofhaltung in der Gottorfer Residenz.

In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurde der dänische Außenminister Ludwig Nicolaus von Scheele Eigentümer des Palais. Aus dieser Zeit wird das Haus auch das Scheelesche Palais genannt. Scheele war ein Verfechter der Interessen des Dänischen Gesamtstaats. Bei der Schleswig-Holsteinischen Erhebung 1848 musste er aus Schleswig flüchten. Nach der Schlacht von Idstedt 1850 während des Ersten Schleswigschen Krieges hatte der dänische Generalleutnant Christopher von Krogh hier sein Hauptquartier.Henning Dehn-Nielsen Sydslesvig på kryds og tværs, Egmont 2017. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 übernahmen die Preußen das Gebäude und richteten darin das Amtsgericht ein. Zwischen 1867 und der Reichsjustizreform 1879 beherbergte es das Kreisgericht Schleswig.

Übergeordnete Gerichte Dem Amtsgericht Schleswig unmittelbar übergeordnet ist das Landgericht Flensburg.§ 31 Abs. 2, S. 2 Nr. 1 lit. d LJG. Dieses gehört zum Bezirk des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts in Schleswig.

Siehe auch Liste deutscher Gerichte Liste der Gerichte des Landes Schleswig-Holstein

Literatur Henning von Rumohr: Schlösser und Herrensitze in Schleswig-Holstein und Hamburg. Frankfurt am Main 1963, S. 31 f. Herbert Lange: Das Kreisgericht Schleswig (1867–1879). Schleswig-Holsteinische Anzeigen 2010, S. 88–101.

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Einzelnachweise

Schleswig Schleswig Schleswig Heespenhof Kategorie:Gericht (Schleswig) Schleswig Kategorie:Kulturdenkmal im Kreis Schleswig-Flensburg Kategorie:Gerichtsgründung 1867