Der Flughafen Sevilla (; ) ist ein Verkehrsflughafen im Südwesten der iberischen Halbinsel in der Provinz Sevilla von Spanien.
Auf der Rangliste der Flughäfen Andalusiens liegt er nach Málaga an zweiter Stelle vor Granada-Jaén, Jerez, Almería und Córdoba. Mit 9.686.487 Passagieren lag der Flughafen 2025 auf dem achten Platz aller spanischen Verkehrsflughäfen.
Geschichte Der Flughafen in der Nähe von Sevilla wurde 1929 eröffnet und zuletzt im Vorfeld der Weltausstellung 1992 ausgebaut.
Während des Kalten Kriegs unterhielt die United States Air Force hier einen Stützpunkt, die San Pablo Air Base. Sie diente als Unterstützungseinrichtung der nahegelegenen Morón Air Base.
Lage und Verkehrsanbindung Der Flughafen liegt neun Kilometer nordöstlich von Sevilla und ist über die Autovia del Sur (A-4 Richtung Córdoba) angebunden. Es gibt eine regelmäßige Busverbindung (EA) zum Santa Justa-Hauptbahnhof der RENFE und zum zentral gelegenen Busbahnhof Prado de San Sebastián. Mit dem Taxi erreicht man den Flughafen vom Zentrum aus in etwa 15 Minuten.
Flughafenanlagen Start- und Landebahn Der Flughafen Sevilla verfügt über eine einzige Start- und Landebahn. Diese trägt die Kennung 09/27, ist 3.364 Meter lang, 45 Meter breit und hat einen Belag aus Asphalt.LEZL Sevilla Airport skyvector.com, englisch; abgerufen am 30. Mai 2023
Terminals Der Flughafen besteht aus einem Passagierterminal und einer Halle, in der eine Bank, ein Café und verschiedene Geschäfte untergebracht sind. Das Passagierterminal ist mit 14 Flugsteigen und fünf Fluggastbrücken ausgestattet.
Fluggesellschaften und Ziele Der Flughafen von Sevilla wird von 21 Fluggesellschaften angeflogen. Ein Großteil der Passagiere wurde 2019 von Billigfluggesellschaften befördert.
Insgesamt werden 78 verschiedene Flughäfen angeflogen.
Verkehrszahlen
+ Verkehrszahlen des Aeropuerto de Sevilla 2000–2024 Jahr Fluggastaufkommen Luftfracht (Tonnen) Flugbewegungen 2024* 9.175.072 10.954 71.440 2023 8.071.524 10.914 64.774 2022 6.779.453 9.966 60.363 2021 3.444.465 9.126 43.841 2020 2.315.825 9.634 33.640 2019 7.544.357 9.892 64.112 2018 6.380.483 12.517 57.913 2017 5.108.817 10.716 48.661 2016 4.625.314 6.626 45.840 2015 4.308.845 6.007 46.086 2014 3.885.434 5.668 42.379 2013 3.687.714 5.089 41.591 2012 4.292.020 4.774 48.520 2011 4.959.359 5.127 56.021 2010 4.224.718 5.467 54.499 2009 4.051.392 4.983 55.601 2008 4.392.148 6.102 65.067 2007 4.507.264 7.396 65.092 2006 3.871.785 11.583 58.576 2005 3.521.112 6.353 55.423 2004 2.678.595 5.053 44.231 2003 2.269.565 4.288 38.483 2002 2.042.068 4.629 36.124 2001 2.205.117 5.026 38.848 2000 2.116.035 6.000 38.102 * 2024: Vorläufige Daten
Luftfahrtindustrie mini|Aeropuerto de Sevilla im Jahr 1946 Neben dem ehemaligen Militärflugplatz Tablada auf der anderen Seite der Stadt ist San Pablo ein Standort von Airbus.
In San Pablo wurden in der Anfangsphase des Spanischen Bürgerkriegs in Deutschland zuvor demontierte und auf dem Seeweg verschiffte zweimotorige Bomber der damals neuesten Generation der Luftwaffe (Heinkel He 111, Junkers Ju 86, Dornier Do 17) montiert, bevor sie auf den Einsatzflugplatz Tablada zur Versuchsbomberstaffel 88 überführt wurden.
Nach dem Krieg wurden hier, der Fertigungsstandort befand sich seinerzeit im Bereich des heutigen zivilen Terminals, durch Hispano Aviación die Bf 109 in Lizenz gebaut.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konstruierte Prof. Messerschmitt in Spanien sein zweites (nach der Messerschmitt Me 262) in Serie produziertes Kampfflugzeug mit Turbinenantrieb, die in San Pablo montierte Hispano Aviación HA-200. Ihr Erstflug erfolgte knapp zwei Jahrzehnte nach dem Messerschmitts meistgebauter Flugzeugtyp, die Messerschmitt Bf 109, vom nur wenige Kilometer entfernten Tablada zu ersten Kampfeinsätzen gestartet war.
Hispano Aviación ging 1972 in der CASA auf.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entstanden im Südosten des Flughafenareals neue Endmontagelinien für die von der ehemaligen und inzwischen in der EADS (heute Airbus) aufgegangenen CASA entwickelten zweimotorigen Transportflugzeuge und die A400M Atlas.
Zwischenfälle Am 9. Mai 2015 stürzte ein Militärtransporter vom Typ Airbus A400M (Luftfahrzeugkennzeichen EC-403) kurz nach dem Start bei einem Testflug ab und zerschellte auf einem Feld 4 km nordöstlich des Flughafens.Unfallbericht A400M EC-403 beim Aviation Safety Network, abgerufen am 2. Juli 2016 (englisch). Es befanden sich 6 Personen an Bord, von denen 4 starben. Das Flugzeug war zur Auslieferung an die Türkische Luftwaffe bestimmt.Airbus A400M Militärflugzeug in Spanien abgestürzt. Spiegel online am 9. Mai 2015. Dem Piloten gelang es noch die Maschine auf ein freies Feld niedergehen zu lassen.Jaime de Garavillas: El héroe que evitó una tragedia ... ABC de Sevilla online vom 12. Mai 2015 (spanisch). Kurz nach dem Unfall gab Airbus bekannt, dass vermutlich ein Problem der Triebwerkssteuersoftware in der FADEC verantwortlich für den Unfall war und schloss einen Konstruktionsfehler aus.Airbus-Analyse zu A400M-Absturz "Ernstes Problem in der Endmontage" abgerufen am 5. August 2015
Weblinks
Offizielle Website des Flughafens (englisch, spanisch) Offizielle Website des Betreibers (englisch, spanisch)
Einzelnachweise
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