Papst Urban III. hat im Verlauf seines Pontifikates (1185–1187) keinen neuen Kardinal kreiert.Werner Maleczek: Das Kardinalskollegtium von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts. In: Pensiero e sperimentazioni istituzionali nella "Societas Christiana" (1046-1250). (Hrsg.): Giancarlo Andenna, Vita e Pensiero, 2007, S. 241. In älterer LiteraturZum Beispiel Lorenzo Cardella: Memorie storiche de' cardinali della Santa Romana Chiesa. Rom 1792; vgl. auch Salvador Miranda: und die dort zitierte Literatur sind jedoch irrtümlich die folgenden Personen als von Urban III. kreierte Kardinäle erwähnt:

Henri de Sully, O.Cist., Erzbischof von Bourges: Er wurde von Urban III. zum päpstlichen Legat ernannt, aber nicht zum Kardinal;Vgl. I. S. Robinson: The Papacy 1073–1198. Continuity and inonvation. Cambridge University Press, 1990, S. 170–171. die Nachrichten über sein Kardinalat beruhen wahrscheinlich auf einer Verwechslung mit Henry de Marsiac, der Kardinalbischof von Albano von 1179 bis 1189 und Legat in Deutschland und Frankreich war.Vgl. zum Beispiel F. Duchesne: Histoire de tous les cardinaux françois Paris 1660, S. 183. wo Henry de Sully als Kardinalbischof von Albano bezeichnet ist. Bobo Orsini, späterer Kardinalbischof von Porto-Santa Rufina: Dieser Kardinal wurde noch von Lucius III. kreiert als Kardinaldiakon von S. Angelo; später ernannte ihn Papst Clemens III. zum Kardinalpriester von S. Anastasia (1188) und zum Kardinalbischof von Porto e S. Rufina (1189). Unter Urban III. fand dagegen keine Promotion statt.Vgl. über ihn: Werner Maleczek: Papst und Kardinalskolleg von 1191 bis 1216. Wien 1984, S. 249; und Helene Tillmann: Ricerche sull'origine dei membri del collegio cardenalizio nel XII secolo. Rivista di Storia della Chiesa in Italia, XXIX, 1975, S. 372 ff. Ein anderer Kardinalbischof von Porto e Santa Rufina ist nach dem Tod des Kardinals Teodino de Arrone (1186) nicht bekannt, vgl. Philipp Jaffé: Vol. II. Leipzig 1888, S. 492–493, 528, 535–536. Ugo Geremei, Kardinaldiakon von S. Teodoro: Kein Kardinal mit diesem Namen und mit diesen Titeln ist unter Urban III., Gregor VIII. oder Clemens III. belegt.Siehe Philipp Jaffé: Vol. II. Leipzig 1888, S. 492–493, 528, 535–536. Er lebte tatsächlich unter Honorius II.Vgl. Salvador Miranda: (Anm. 1) und Philipp Jaffé: Vol. I. Leipzig 1885, S. 823. Gandolfo, O.S.B., Abt des Klosters San Sisto: Er soll zum Kardinaldiakon von SS. Cosma e Damiano promoviert worden sein. Das ist jedoch nicht möglich, weil diese Diakonie von 1178 bis 1205 mit Graziano besetzt war.Vgl. Werner Maleczek: Papst und Kardinalskolleg von 1191 bis 1216. Wien 1984, S. 71–73. Auch nach Salvador Miranda ist die Erhebung des Abtes Gandolfo zum Kardinalat zweifelhaft, vgl. Bosone (Bobo), Kardinaldiakon von S. Giorgio: Dieser Kardinal wurde erst von Clemens III. kreiert.Vgl. über ihn: Werner Maleczek: Papst und Kardinalskolleg von 1191 bis 1216. Wien 1984, S. 249; und Helene Tillmann: Ricerche sull'origine dei membri del collegio cardenalizio nel XII secolo. Rivista di Storia della Chiesa in Italia, XXIX, 1975, S. 381–382.

Einzelnachweise

Urban 03