Auf dem Mond ein Feuer ist das vierte Album der deutschen Metal-Band Totenmond und erschien 2001 über Massacre Records. Zum Zeitpunkt der Aufnahme, die vom 9. bis zum 13. April 2001 dauerte,Angaben im Booklet war der frühere Bassist Roberto Garcia bereits aus der Band ausgestiegen, sodass Pazzer und Senz das Album zu zweit einspielen mussten. Inhaltlich handelt es sich bei dem Album um eine Synthese von Metal und Punkmusik. Das Album wurde am 22. April 2013 auf Grund der Slime-Coverversion Polizei SA-SS von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien Bekanntmachung Nr. 5/2013 über jugendgefährdende Trägermedien vom 22. April 2013.
Das Album wurde später zusammen mit dem Vorgänger-Album Reich in Rost in einer Box neu aufgelegt.
Titelliste Polizei SA SS (Slime) – 3:07 Kauf oder stirb (Slime) – 1:25 Alles ist grau (Chaos Z) – 1:33 Zwang (Chaos Z) – 2:05 Linke Sau (Inferno) – 1:00 Steinkopf (Inferno) – 1:45 Neonazi (Razzia) – 1:44 Uns nicht! (Razzia) – 1:42 Belsen war ein KZ (OHL) – 1:34 Der Osten (OHL) – 1:45 Du denkst (Boskops) – 0:53 Macht kaputt, was euch kaputt macht (Ton Steine Scherben) – 2:46 Keine Macht für niemand (Ton Steine Scherben) – 2:56 HC HC (EA80) – 1:15 Marschieren (Wermut) – 3:26 Am roten Signal vorbei – 1:32 Der Revoluzzer (Text: Erich Mühsam) – 2:49
Inhalt Mit dem Album kehren Totenmond textlich zu ihren Wurzeln zurück. Bei den ersten 14 Liedern handelt es sich um Coverversionen der bekannten deutschen Punk-Bands Slime, Ton Steine Scherben, Razzia, Chaos Z, Inferno, EA80, Boskops und OHL.
Bei den restlichen drei Liedern handelt es sich um ältere Stücke von Totenmond. „Marschieren“ ist ein Lied, das von Pazzer geschrieben und komponiert wurde und noch aus der „Wermut“-Zeit (1983) der Band stammt, das neu und ebenso im Metal-Stil eingespielt wurde. „Am roten Signal vorbei“ ist ebenso ein älteres Werk von Pazzer, welches 1990 entstanden ist. „Der Revoluzzer“ ist eine Vertonung des bekannten Gedichtes von Erich Mühsam, der 1934 im KZ Oranienburg ermordet wurde. Inhaltlich ist es eine Anspielung auf die Politik der Sozialdemokraten in der Gründungsphase der Weimarer Republik während der Ausrufung der Republik in Deutschland.
Die Texte der Lieder richten sich zum Großteil gegen Rechtsextremismus und den deutschen Staat. Inhaltlich sind die Lieder jedoch nicht unumstritten, da einige Punk-Stücke kontroverse Inhalte haben. In dem Lied „Polizei SA SS“ von Slime werden deutsche Polizisten als „moderne Nazis“ bezeichnet und mit der SS und SA verglichen. Mit der Textzeile wird die Bundesrepublik Deutschland zudem als totalitäre Regierung dargestellt. Hinzu kommt, dass der Tod von Ulrike Meinhof und Andreas Baader hier nicht als Suizid, sondern als mit der NS-Justiz vergleichbare „Hinrichtung“ dargestellt und die Justizvollzugsanstalt Stuttgart einem Konzentrationslager gleichgesetzt wird.
Ebenso kontrovers sind das Inferno-Cover „Linke Sau“, das nur aus den Worten besteht, und das OHL-Stück „Der Osten“ mit textlichen Aussagen wie .CD-Review. heavyhardes.de; abgerufen am 9. November 2008.
Das Intro bei „Polizei SA SS“ besteht aus kriegsähnlichen, von Sirenen begleiteten Geräuschen, bei denen es sich wohl um einen härteren Konflikt mit der Polizei handelt. Bei „Marschieren“ wurde am Ende eine Stelle aus einer Nachrichtensendung eingefügt, in der von einer Gewalttat mit fremdenfeindlichem und rechtsextremem Hintergrund berichtet wird.
Stil Der Stil des Albums ist dem Metal zuzurechnen, wenn auch die Punk-Einflüsse hier am deutlichsten von allen Totenmond-Veröffentlichungen zu hören sind. Das Online-Musikmagazin Vampster bezeichnete das Album jedoch nicht als Metal-Album, sondern meinte, dass Totenmond, die damals mit Punkrock begannen, .CD-Review. vampster.com; abgerufen am 9. November 2008. Eine ähnliche Ansicht teilt auch eine Rezension einer Schweizer Seite, in der geschrieben wurde, dass dieses Album , . schwermetall.ch; abgerufen am 9. November 2008. Andere Rezensionen sprachen von einem .
Rezensionen
Gestaltung Das Plattencover ist selbst ein Cover, bzw. eine Hommage/Parodie des Plattencovers des Albums „Underground“ des US-amerikanischen Jazzmusikers Thelonious Monk. Die Texte im Booklet sind, ähnlich den drei vorherigen Veröffentlichungen, wieder in einer Frakturschrift gehalten, wobei diesmal jedoch alle Wörter kleingeschrieben wurden.
Einzelnachweise
Kategorie:Album (Extreme Metal) Kategorie:Album (Punk) Kategorie:Album 2001 Kategorie:Totenmond Kategorie:Indizierter Tonträger Kategorie:Coveralbum