Rechtmehring ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Maitenbeth.

Geografie Lage Die Gemeinde liegt 45 Kilometer östlich (Luftlinie) von München und 30 Kilometer nördlich (Luftlinie) von Rosenheim.

Gemeindegliederung

Es gibt 59 Gemeindeteile:

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Mehring wurde als Moringa erstmals im Jahre 803 in einer Schenkungsurkunde an das Reichskloster Mondsee schriftlich erwähnt und gehörte von 1245 bis 1804 zur Freien Reichsgrafschaft Haag. Die ursprünglich romanische Kirche war Filiale der Pfarrei Kirchdorf und seit 1380 selbständige Pfarrei unter dem Patronat der Grafschaft Haag. mini|Rechtmehring, St. Korbinian, von Norden gesehen (Juni 2015)|243x243px Im Mittelalter war Rechtmehring als „Amt Mehring“ ein Viertel-Amt des 300 km² großen Territoriums der Freien Grafschaft Haag. Im Gebiet Rechtmehring befand sich der Richtplatz der Grafschaft sowie der Herkunftsort einiger Hochrichter der Grafschaft.

1567 wurde nach dem Aussterben der Fraunberger von Haag eine Seitenlinie der bayerischen Wittelsbacher vom Kaiser mit dem Reichslehen der Freien Grafschaft Haag belehnt. Seit 1666 war die Grafschaft im persönlichen Besitz der bayerischen Kurfürsten und wurde vom Landgericht Haag verwaltet. Erst mit der Mediatisierung 1804 kam die Grafschaft Haag staatsrechtlich endgültig an das Kurfürstentum Bayern.Rudolf Münch: Das große Buch der Grafschaft Haag. Geschichtsverein Reichsgrafschaft Haag e. V., 1984.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Rechtmehring sowie die umliegenden Gemeinden Allmannsau, Rosenberg und Schleefeld.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. April 1971 Teile der aufgelösten Gemeinden Rosenberg und Schleefeld eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kamen Teile von Allmannsau hinzu.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1327 auf 1913 um 586 Einwohner bzw. um 44,2 %.

Politik Gemeinderat Zur Gemeinderatswahl 2020 trat ausschließlich die Wählergemeinschaft Rechtmehring an, die alle zwölf Sitze erhielt.

Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Sebastian Linner (FWG).

Wappen

Sehenswürdigkeiten mini| St. Mariä Heimsuchung, Hochhaus, Gde. Rechtmehring Pfarrkirche St. Korbinian Maria Hochhaus

Wirtschaft Rechtmehring ist Hauptsitz der Bankhaus RSA eG.

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen Herbert Krebs (1901–1980), Forstmann und Jagdautor, lebte und starb in Rechtmehring-Holzkram Maria Voderholzer (1927–2015), Lehrerin und Schriftstellerin, lebte und starb in Rechtmehring Louise Stomps (1900–1988), Bildhauerin, lebte in Rechtmehring

Weblinks

Gemeinde Rechtmehring

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Mühldorf am Inn Kategorie:Ersterwähnung 803 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)