Ein Ureterkarzinom oder auch Harnleiterkrebs ist ein seltener bösartiger Tumor des Harnleiters, der in über 95 % der Fälle als Urothelkarzinom und bei 2–3 %, insbesondere bei Nierensteinpatienten, als Plattenepithelkarzinom auftritt. Der Erkrankungsgipfel liegt bei 50 bis 60 Lebensjahren. Das Verhältnis Männer zu Frauen beträgt 2 bis 3 : 1.

Symptome Blutspuren im Urin als Mikrohämaturie, d. h. nur durch Tests erkennbar oder als Makrohämaturie, d. h. Blutausscheidungen sind sichtbar weiterhin kann einseitiger Harnstau eintreten

Diagnose Mittels Ureterorenoskopie wird eine endoskopische Inspektion des Harnleiters und ggf. eine Biopsie vorgenommen.

Therapie Bei Karzinomen des oberen Harntraktes ist eine radikale Ureteronephrektomie mit Blasenmanschette geboten.Janet Lehmann et al.: Transitional Cell Carcinoma of the Ureter: Prognostic Factors Influencing Progression and Survival In: European Urology. 2007; 51, S. 1281–1288, PMID 17125909Willem Oosterlinck: Ureteral Tumour: A Specific Upper Urinary Tract Transitional Cell Carcinoma In: European Urology. 2007; 51, S. 1164–1165, PMID 17161524. Endoskopische, organerhaltende Verfahren (Resektion oder Laserbehandlung) können bei gut differenzierten kleineren Karzinomen angewendet werden.

Literatur Elmar Stöcker und C. Enghausen: Uber die Zunahme des primären Ureterkarzinoms. Z. Urol. 50 (1957), S. 406–416. Daniel J. Painter u. a.: The modern management of upper urinary tract urothelial cancer. Tumour diagnosis, grading and staging. In: BJU International. Band 99 (2007), S. 973–977.

Weblinks Harnleiterkarzinom in Urologielehrbuch.de Ureterorenoskopie bei Medizininfo.de

Einzelnachweise

Kategorie:Bösartige Tumorbildung Kategorie:Krankheitsbild in der Urologie Kategorie:Harnleiter