Tschurndorf (; ) ist eine Ortschaft und Katastralgemeinde der Marktgemeinde Weppersdorf im burgenländischen Bezirk Oberpullendorf in Österreich. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ). Tschurndorf war bis Ende 1970 eine eigenständige Gemeinde. mini|Die 1953 errichtete katholische Filialkirche

Geografie Geografische Lage Tschurndorf liegt im Mittelburgenland. Die Hügel von Tschurndorf sind Ausläufer des Ödenburger Gebirges. Durch die Gemeinde fließt der Sieggrabenbach. Südlich von Tschurndorf verläuft entlang des in Windungen idyllisch dahinfließenden Bachs ein Radweg.Abwechslungsreicher Waldquellenradweg Artikel vom 10. Juli 2020 auf burgenland.orf.at.

Nachbargemeinden

Geschichte Im Jahr 1527 scheint Tschurndorf erstmals urkundlich als Gründung des damaligen Burgherrn von Schloss Kobersdorf, Hans Tschuramb (ungarisch Csoron) auf. Laut einer historischen Theorie dürfte es sich jedoch um eine Wiederbesiedelung eines Dorfes handeln, das bereits um 1225 gegründet worden sein könnte. Über mehrere Jahrhunderte teilte es als Teil der Herrschaft Kobersdorf deren bewegte Geschichte.Marktgemeinde Weppersdorf: (abgerufen am 7. November 2008)

1954 wurde von der evangelischen Tochtergemeinde (A.B.) Tschurndorf (die zur evangelischen Gesamtgemeinde Kobersdorf gehört) ein gemauerter Glockenturm errichtet.Chronik Tschurndorf Der evangelische Betsaal wurde 2009 und 2016 renoviert.

1971 wurden im Zuge des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes die vormals selbständigen Gemeinden Kalkgruben, Tschurndorf und Weppersdorf zur Großgemeinde Weppersdorf zusammengeschlossen.Website der Katastralgemeinde TschurndorfLandesgesetzblatt für das Burgenland 44/1970: Gesetz vom 1. September 1970 über Gebietsänderungen von Gemeinden (Gemeindestrukturverbesserungsgesetz) (PDF-Dokument; abgerufen am 22. Februar 2025)

1998 wurde das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr neu errichtet. 2017/18 erfolgte die Renovierung der im Jahr 1953 errichteten katholischen Filialkirche. Der Außenbereich des Friedhofs, die Aufbahrungshalle, das Kriegerdenkmal sowie das Marterl (Bildstock) wurden modernisiert und zum Teil umgestaltet.

Lokale Besonderheiten Es gibt im Ort fünf Firmen, zwei Gaststätten und 15 Vereine. Zudem sind ein Kinderspielplatz und ein Sportplatz vorhanden. In der Ortsmitte wurde 2023 mit dem „18er-Haus Tschurndorf“ ein neues Dorfgemeinschaftszentrum eröffnet.Jennifer Priedl: Neubau „18er-Haus“ in Tschurndorf eröffnet. In: BVZ, 4. Juli 2023, (Online-Version), abgerufen am 1. Februar 2024.

Söhne und Töchter der Gemeinde Rudolf Geißler (* 1958), Politiker

Literatur Walter Degendorfer: Tschurndorf. 450 Jahre. Geschichte und Geschichten von den ersten Spuren menschlicher Besiedlung bis zum Jubiläumsjahr 2022. Marktgemeinde Weppersdorf, Weppersdorf 2022, ISBN 978-3-200-08585-5.

Weblinks Website der Katastralgemeinde Tschurndorf Gemeindegrenzen zu den Nachbargemeinden

Einzelnachweise

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