Michael Wittenborn (* 31. Mai 1953 in Bielefeld) ist ein deutscher Schauspieler.
Leben und Wirken Michael Wittenborn wuchs als Sohn eines Kaufmanns in Bielefeld auf, erlernte nach kurzem Philosophiestudium den Beruf des Schriftsetzers und spielte kleinere Rollen am Stadttheater Bielefeld. Von 1977 bis 1980 ließ er sich an der Otto-Falckenberg-Schule in München zum Schauspieler ausbilden.Michael Wittenborn bei der Agentur Sandra Rudorff, abgerufen am 11. August 2022 Seinen ersten Fernsehauftritt 1978 in der Fernsehserie Derrick vermittelte ihm Inge Birkmann; sein erstes Engagement erhielt er zu Beginn der 1980er Jahre in Wuppertal. Anschließend spielte Wittenborn am Landestheater Tübingen, bevor ihn Ivan Nagel an das Staatstheater Stuttgart holte. Mit Frank Baumbauer, der in Stuttgart stellvertretender Intendant des Schauspiels war, wechselte Wittenborn 1987 an das Theater Basel und 1992 an das Hamburger Schauspielhaus, dessen Ensemble er bis zum Jahr 2000 angehörte.C. Bernd Sucher (Hg.): Henschels Theaterlexikon. Mit Stückregister, Leipzig 2010, S. 953. Nach den Münchner Kammerspielen, dem Burgtheater Wien und (von 2007 bis 2013) dem Schauspiel Köln ist er seit der Spielzeit 2013/2014 wieder zurück in Hamburg.Michael Wittenborn beim Deutschen Schauspielhaus Hamburg, abgerufen am 29. November 2024 Er erlangte u. a. durch seine Auftritte in den Fernseh-Mehrteilern von Dieter Wedel Der große Bellheim, Der Schattenmann und Die Affäre Semmeling größere Bekanntheit. Auch in mehreren Folgen der Fernsehreihe Tatort wirkte er mit. Zudem spielte er die Hauptrolle in dem Sechsteiler Rosowski. Zudem spielte er öfter zusammen mit Dieter Pfaff in Filmen, wie Die Affäre Semmeling, Der Dicke oder Bloch: Die Lavendelkönigin.
Im Jahr 2026 gewann er für seine Nebenrolle des Hermann Krings in der Literaturverfilmung Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke den Deutschen Filmpreis.
Wittenborn ist mit der Regisseurin und Intendantin Karin Beier verheiratet. Das Paar hat eine Tochter, die Schauspielerin Momo Beier.
Theaterrollen (Auswahl)
Filmografie (Auswahl) Kino
Fernsehen
Hörspiele 2005: Thomas Stiller: Stille Nacht – Heilige Nacht – Regie: Christoph Dietrich (Hörspiel – SWR) 2014: Joachim Ringelnatz: Als Mariner im Krieg – Regie: Harald Krewer (Hörspiel – NDR/DKultur) 2014: Martin Becker/Schorsch Kamerun: Väter haben sieben Leben – Regie: Martin Becker/Schorsch Kamerun (Hörspiel – WDR) 2025: Sabine Ballbach/Sonja Cöster/Lena Gouverneur: Kyllroth. Tödliche Heimkehr 1917 - Regie: Claudia Johanna Leist (Hörspiel - WDR) 2025: Felix Engstfeld und Nina Meyer: MONOS · Die Gefängnisinsel - Thriller-Hörspiel-Serie, (Hörspiel - ARD)
Auszeichnungen und Nominierungen 2015: Deutscher Schauspielerpreis 2015 als Bester Schauspieler in einer komödiantischen Rolle für Wir sind die Neuen 2017: Deutscher Schauspielpreis in der Kategorie Ensemblepreis für Wellness für Paare 2019: Nominierung Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie Schauspieler Nebenrolle für Merz gegen Merz 2020: Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie Schauspieler Nebenrolle für Merz gegen Merz 2021: Auszeichnung Beste Europäische Serie für Unter Freunden stirbt man nicht auf dem Festival de la Fiction in La Rochelle 2022: Nominierung Grimme-Preis für Para - Wir sind King in der Kategorie Kinder & Jugend 2025: Nominierung Deutscher Schauspielpreis in der Kategorie Komödiantische Rolle für Merz gegen Merz - Geheimnisse
2026: Deutscher Filmpreis in der Kategorie Beste männliche Nebenrolle für Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Literatur
Art. Wittenborn, Michael. In: Henschels Theaterlexikon. Mit Stückregister. Henschel Verlag, Leipzig 2010, S. 953f., ISBN 978-3-89487-617-3.
Weblinks
Michael Wittenborn (Schauspielhaus Hamburg) Agenturprofil bei der Agentur Sandra Rudorff
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Künstler (Bielefeld) Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Darstellender Künstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann