Nicolas Gessner (* 17. August 1931 in Budapest; † 22. August 2023) war ein Schweizer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Werdegang Der Sohn eines Schweizer Rechtsanwalts und einer ungarischen Heilpädagogin studierte Romanistik in Zürich. Mit der Dissertationsschrift Die Unzulänglichkeit der Sprache : eine Untersuchung über Formzerfall und Beziehungslosigkeit bei Samuel Beckett wurde er 1957 von Theophil Spoerri zum Dr. phil. I promoviert.Dissertation und Doktorvater an der ETH Zürich, abgerufen am 28. Juni 2021. Anschliessend arbeitete er als Regieassistent von Oskar Wäterlin, Leopold Lindtberg, Jean-Louis Barrault und 1957 in Hollywood mit Henry Koster bei Mein Mann Gottfried.siehe Kromer, Reto: "Gessner, Nicolas", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 9. April 2015

Danach arbeitete Gessner zunächst als Theaterregisseur beim Stadttheater Luzern. Zu dieser Zeit begann er auch mit der Inszenierung von semidokumentarischen Kurzfilmen. Seit 1965 drehte er mehrere international besetzte abendfüllende Kinofilme. Grösseren Erfolg hatte jedoch nur der kanadische Psychothriller Das Mädchen am Ende der Strasse mit der jungen Jodie Foster, was ihm eine Nominierung für den Saturn Award für die beste Regie einbrachte. Insgesamt drehte er rund zwanzig längere Kino- und Fernsehfilme.

Nicolas Gessner lebte und arbeitete von 1939 bis 1976 überwiegend in Zürich, danach in der französischen Hauptstadt Paris.

Filmografie (Auswahl) 1959: Auskunft im Cockpit 1960: Operation Schweiz 1964: Schellen-Ursli 1964: Der Gefangene der Botschaft 1965: Diamantenbillard (Un milliard dans un billard) 1967: Die Blonde von Peking (La blonde de Pékin) 1969: Zwölf plus eins (Una su 13) 1971: Mörder hinter der Tür (Quelqu'un derrière la porte) 1973: Sag Oma Gute Nacht 1976: Das Mädchen am Ende der Strasse (The Little Girl Who Lives Down the Lane) 1980: Zwei Gauner in der Wüste (It Rained All Night the Day I Left) 1982: Herr Herr 1984: Diebe unter sich (Le tueur triste) 1985: Intrigues 1987: Das andere Leben 1989: Schneller als das Auge (Quicker Than the Eye) 1989: Tennessee Nights 1991: Gesichter der Schweiz 1993: Estelle (Le château des oliviers) 1994: Chêques en boîte 1997: Spaceship Earth

Literatur

Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Dritter Band F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 243.

Weblinks

Filme von Nicolas Gessner Website reto.ch

Belege

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