Shiny Gnomes sind eine Psychedelic/Garage Band aus Nürnberg. Ihre Musik verbindet psychedelischen Rock, Sixties-Beat, Punk und Folk mit Pop-Melodien und mehrstimmigem Chorgesang.

Geschichte Die Shiny Gnomes wurden 1985 gegründet – Vorgänger waren das Folk-Duo „Fit & Limo“ (das neben den Shiny Gnomes weiter bestand), „Eyes of Fate“ und „Pure Luege“. Gleich mit ihrem Erstlingswerk Wild Spells stiegen die Shiny Gnomes auf Platz 8 der bundesdeutschen Independent-Charts ein. Kurz darauf erhielten sie 1987 den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg. Ihr wohl bekanntestes Stück Lazing at Desert Inn wurde 1987 auf dem zweiten Album Some Funny Nightmares veröffentlicht und belegte den zweiten Platz der Zündfunk-Indie-Charts des Bayerischen Rundfunks.

Der Erfolg der ersten beiden Alben brachte der Band 1988 einen Vertrag mit dem Polygram-Label Polydor ein. Auf die Wiederveröffentlichung ihres zweiten Albums folgten zwei weitere Longplayer, Fivehead (1989) und Colliding (1990) sowie diverse Single-Auskoppelungen und eine Remix-EP (Liquid Ladder).

1991 wechselten die zum Trio geschrumpften Shiny Gnomes zum deutschen Rough-Trade-Ableger Our Choice, wo sie weitere vier Alben veröffentlichten, auf denen sie sich experimentierfreudiger und ausufernder präsentierten. Dabei wurden klassische Rockelemente zunehmend durch elektronische Klänge und Soundsamples ergänzt.

Das Album Weltraumservice aus dem Jahr 1996 markierte einen Höhepunkt. Stärker als auf dem 1994 erschienenen Vorgänger MC Creatrix wurden elektronische Elemente eingesetzt und es war das einzige Album der Band in deutscher Sprache. Nach einer Tournee mit Gastmusikern von befreundeten Bands begaben sich die Shiny Gnomes ab 1997 in eine länger andauernde Ruhephase.

Mit der erfolgreichen Wiederauflage ihres Debütalbums auf CD mit dem Titel Wild Spells … And How It All Began trat die Gruppe im Juli 2002 zu einem Comeback-Konzert in vierköpfiger Originalbesetzung zusammen, aus dem das Live-Album Cowboys of Peace Live 2002 entstand. Es folgten weiter Auftritte auf diversen Festivals, bis sich 2005 die Wege der Bandmitglieder wieder trennten.

Ab 2007 traten die Shiny Gnomes in neuer Besetzung vermehrt auf und veröffentlichten im August 2008 das erste Studioalbum mit neuem Songmaterial seit 1996 mit dem Titel Spirit of the Band. Seitdem gaben die Shiny Gnomes regelmäßig Konzerte, und es erschienen weitere Studioalben – zuletzt 2017 und 2022. Aktuell wird die Gruppe um Mertens und Lienemann ergänzt von Rösel am Bass und Worch am SchlagzeugArtikel in den Nürnberger Nachrichten vom 3. Mai 2022 (online aufrufbar, abgerufen am 5. Mai 2022).

Rezeption

Diskografie 1985: Sex Maniac (7″-Vinyl-EP, Glitterhouse) 1986: Wild Spells (Vinyl-LP, Pastell) 1987: Lazing at Desert Inn (7″-Vinyl-Single, Pastell) 1987: Some Funny Nightmares (Vinyl-LP, Pastell) 1988: Some Funny Nightmares (Vinyl-LP, Roof Music) 1988: Lazing at Desert Inn [Remix] (7″-Vinyl-Single, CD-Maxi + 12" Vinyl-EP, Polydor) 1988: Some Funny Nightmares (CD + Vinyl-LP, Polydor) 1989: Fivehead (CD + Vinyl-LP, Polydor) 1989: Hello Darkness (7″-Vinyl-Single, Polydor) 1989: She Is All the Rage (7″-Vinyl-Single, Polydor) 1990: Colliding (CD + Vinyl-LP, Polydor) 1990: Science Fiction (7″-Vinyl-Single, Polydor) 1991: Liquid Ladder [Remix] (CD-Maxi + 12″-Vinyl-EP, Polydor) 1992: Innocent Aval (CD + coloured Vinyl-LP, Rough Trade) 1992: Yours Gnomefully. A Trip Through the Gnomes’ Empire. Vol. 1 (CD, Roof Music) 1993: Orange (CD + coloured Vinyl-LP, Rough Trade) 1993: So Much to Learn (CD-Maxi, Rough Trade) 1994: MC Creatrix (CD + coloured Vinyl-LP, Rough Trade) 1994: She (Remixes of MC Creatrix) (CD-Maxi + 12″ coloured Vinyl-EP, Rough Trade) 1996: Weltraumservice (CD, Rough Trade) 2001: Wild Spells ... And How It All Began (remastered & expanded CD-Version, Sireena) 2002: Cowboys of Peace Live 2002 (CD, Sireena) 2008: Spirit of the Band (CD, Musical Tragedies) 2015: Garage X (CD, Fuego) 2017: Searchin' for Capitola (CD, Micropal) 2022: Otherness (CD, Micropal) 2025: Poles (CD + Vinyl-LP, Micropal)

Weblinks

(Archiv-Version) Shiny Gnomes bei Discogs

Einzelnachweise

Kategorie:Rockband Kategorie:Deutsche Band Kategorie:Band (Nürnberg)