Eugenie Fink (* 24. Dezember 1891 in Zülz (Biała), Österreich-Ungarn;Exilarchiv der DNB † 15. Juni 1942 im Vernichtungslager Maly Trostinez) war eine österreichische Lyrikerin und ein jüdisches Opfer des Holocaust.

Leben Eugenie Fink, auch Jenny oder Jenny Scheindel Fink genannt,Jenny Scheindel Fink, bei United States Holocaust Memorial Museum wurde als Eugenie MonheidAbweichende Schreibweise in einigen Quellen: Monheit. Siehe z. B. Katalog des Deutschen Literaturarchivs Marbach. geboren. Am 13. September 1910 heiratete sie den Lyriker Isaak Fink (1881–1942).

Für die Jahre 1913 und 1914 ist ein Aufenthalt in Tokio belegt.Es sind mehrere von ihr in den Jahren 1913 und 1914 aus Tokio an Marie Schönhardt versandte Briefe nachweisbar, siehe Katalog des Deutschen Literaturarchivs Marbach.

Im August 1938 beantragte das Ehepaar Visa für die USA. Da sie jedoch unter die polnische Quote fielen, dauerte die Wartezeit zu lang. Zuletzt lebten sie verarmt in der Floßgasse 9/9, einer beengten Sammelunterkunft für Juden.Exilarchiv der DNBHolocaust Survivors and Victims Database, Website des United States Holocaust Memorial MuseumWebsite des Vereins "IM-MER Initiative Malvine – Maly Trostinec erinnern"Website des Projekts Steine der Erinnerung Beide wurden am 9. Juni 1942 mit dem 26. Transport von Wien Aspangbahnhof nach Minsk deportiert und wurden am 15. Juni 1942 im Vernichtungslager Maly Trostinez ermordet.Exilarchiv der DNB

1969 wurde die Eugenie-Fink-Gasse in Wien-Favoriten nach ihr benannt.

Werke Musik der Stille. Gedichte. Saturn-Verlag, Wien 1934 Verwaistes Herz und andere Gedichte. Gratis und Franko, Wien 1997 mit Isaak Fink: Konvolut von Briefen. Elektronische Reproduktion von Einzelautographen (1938–1941), DNB Leipzig 2020.

Gedichte von Eugenie Fink finden sich in mehreren Anthologien und Zeitschriften: Rudolf Felmayer (Hrsg.): Dein Herz ist deine Heimat. Amandus-Verlag, Wien 1955, S. 94 und 177. Die Schönheit. Mit Bildern geschmückte Zeitschrift für Kunst und Leben, Jg. 6 (1919).Google-Books-Auszugsansicht Georg Aehling (Hrsg.): Ist es Freude, ist es Schmerz? Jüdische Wurzeln – deutsche Gedichte. Edition Virgines 2012, ISBN 978-3-934268-97-5, S. 42–44.Digitalisat (PDF; 1,0 MB) auf kulturkreis-emsbueren.de

Rezeption Mehrere Gedichte von Eugenie Fink wurden vertont, so unter anderem von Henk Bijvanck, Julius Buchwald und Paul Manelski.Kathrin Massar: Julius Buchwald. In: Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit, Universität Hamburg, 2009.Wiener Monatshefte für Musik, Ausgabe E, Jg. 4 (1932), H. 10, S. 5.Texts by E. Fink set in Art Songs and Choral Works, auf: lieder.netDonemus Publishing B.V.

Literatur

Ilse Erika Korotin (Hrsg.): Fink Eugenie. In: biografiA: Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, Böhlau Verlag Wien 2016, ISBN 978-3-205-79590-2, S. 819

Weblinks

Auswahl ihrer Gedichte, in: Gedichte mit bio-bibliografischen Angaben, Edition Virgines (PDF) S. 296ff.

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Lyrik Kategorie:Literatur (Österreich) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Todesopfer im Vernichtungslager Maly Trostinez Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1891 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Frau