Die Gelenkblume (Physostegia virginiana) oder auch Etagenerika ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Gelenkblumen (Physostegia) in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Beschreibung mini|Blütenstände mini|Fruchtstände und Samen Vegetative Merkmale Die Gelenkblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 150 Zentimeter erreicht. Sie bildet ein Rhizom aus.
Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind sitzend. Die einfache Blattspreite ist länglich oder lanzettlich und gesägt.
Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Das Ungewöhnliche an den Blüten dieser Pflanzenart ist, dass sie aufgeblüht sich in einem gewissen Maße seitwärts auslenken lassen und dann in der neuen Ausrichtung verharren. Von daher auch die deutschsprachige Namensgebung.
Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Krone ist purpur-, rosafarben, weinrot oder weiß.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38.
Vorkommen Die Gelenkblume gedeiht im östlichen Nordamerika an Flussufern, in feuchten Gebüschen und auf Wiesen.
Systematik und Verbreitung Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 under dem Namen (Basionym) Dracocephalum virginianum durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 594. Die Neukombination zu Physostegia virginiana wurde 1834 durch George Bentham in Labiatarum Genera et Species, Band 7, Seite 504 veröffentlicht. Weitere Synonyme für Physostegia virginiana sind: Dracocephalum speciosum , Physostegia speciosa () , Physostegia virginiana var. speciosa () .
Je nach Autor gibt es etwa Unterarten unterscheiden: Physostegia virginiana subsp. praemorsa (Syn.: Physostegia praemorsa ): Sie kommt von den zentralen bis östlichen Vereinigten Staaten und bis ins nordöstliche Mexiko vor. Physostegia virginiana subsp. virginiana: Sie kommt von Kanada bis zu den zentralen und östlichen Vereinigten Staaten vor.
mini|Sorte ‘Rosea’ mini|Illustration in The Botanical Magazine, Volume 13, 1799, Tafel 467 Nutzung Die Gelenkblume wird zerstreut als Zierpflanze für Staudenbeete und als Schnittblume genutzt. Sie benötigt einen sonnigen bis halbschattigen, feuchten Standort. Die Art ist seit spätestens 1683 in Kultur. Es gibt einige Sorten.
Literatur Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
Einzelnachweise
Weblinks
Datenblatt mit Abbildungen bei Online Virtual Flora of Wisconsin.
Kategorie:Lippenblütler