mini|NU-Gebäude (Hauptsitz) Die Nihon-Universität (, Nihon daigaku, kurz: Nichidai () oder NU) ist eine private japanische Universität (私立大学, Shiritsu daigaku) und eine der größten im Lande. Ihr Hauptsitz ist in Kudanminami, Chiyoda-ku, Tokio.
Die Universität hat heute 14 Fakultäten (Studenten: ca. 68.000) und 20 Graduate Schools (Studenten: ca. 3.600).
Geschichte Die Universität wurde im Oktober 1889 vom japanischen Justizminister Yamada Akiyoshi (, 1844–1892) als Nihon-Rechtsschule (, Nihon hōritsu gakkō) gegründet. Sie war eine Abendschule beim Kōten Kōkyūjo (, Forschungsinstitut für die Japanischen Klassiker, heute: Kokugakuin). 1895 setzte sie das neue Schulgebäude im heutigen Misakichō-Campus. Im Dezember 1898 wurde sie eine selbständige Schule und im August 1903 benannte sich in Nihon Daigaku (dt. „Nihon-Hochschule“) um. Im April 1920 erlangte sie den Universitätsstatus.
Für die Geschichte jeder Fakultät, siehe den Absatz „Fakultäten“.
Standorte Hauptsitz (in Kudanminami, Chiyoda-ku, Tokio, ) Misakichō-Campus (in Misakichō, Chiyoda-ku, Tokio, ) Ōmiya-Campus (in Minuma-ku, Saitama, ) Fakultät für Geistes- und Naturwissenschaften (in Sakurajōsui, Setagaya-ku, Tokio, ) Kinuta-Campus (in Kinuta, Setagaya-ku, Tokio, ) Ekoda-Campus (in Asahigaoka, Nerima-ku, Tokio, ) Tokorozawa-Campus (in Tokorozawa, Saitama, ) Mishima-Campus (in Mishima, Shizuoka, ) Surugadai-Campus (in Kanda-Surugadai, Chiyoda-ku, Tokio, ) Funabashi-Campus (in Funabashi, Chiba, ) Tsudanuma-Campus (in Izumichō, Narashino, Chiba, ) Mimomi-Campus (in Shin'ei, Narashino, Chiba, ) Fakultät für Ingenieurwissenschaften (in Kōriyama, Fukushima, ) Fakultät für Medizin (in Itabashi-ku, Tokio, ) Fakultät für Zahnmedizin Matsudo (in Matsudo, Chiba, ) Shōnan-Campus (in Fujisawa, Kanagawa, ) Fakultät für Pharmazie (in Funabashi, Chiba, ) Ochanomizu-Campus (in Kanda-Surugadai, Chiyoda-ku, Tokio, )
Fakultäten Fakultät für Rechtswissenschaft (im Misakichō-Campus / Ōmiya-Campus) Gegründet 1889; die älteste Fakultät der Universität. Der Hauptcampus ist Misakichō-Campus; der Ōmiya-Campus ist für die Neulinge. Fakultät für Geistes- und Naturwissenschaften Gegründet 1901 als Abteilung für Mittelschullehrerausbildung () der Nihon-Rechtsschule. 1924 gründete die Universität die Abteilung für Geisteswissenschaften. 1949 entwickelte die Abteilung sich zur Fakultät für Geisteswissenschaften. 1958 setzte sie naturwissenschaftliche Kurse und benannte sich in Fakultät für Geistes- und Naturwissenschaften um. Fakultät für Volkswirtschaftslehre (im Misakichō-Campus) Gegründet 1904 als Abteilung für Handelswissenschaft der Nihon-Rechtsschule. 1920 entwickelte sie sich zur Fakultät für Handelswissenschaft der Nihon-Universität. 1934 wurde sie in Fakultät für Wirtschaftswissenschaften umbenannt. 1957 teilte sie sich in zwei Fakultäten: Volkswirtschaftslehre und Handelswissenschaft. Fakultät für Handelswissenschaft (im Kinuta-Campus) Gegründet 1904 als Abteilung für Handelswissenschaft der Nihon-Rechtsschule. Fakultät für Künste (im Ekoda-Campus / Tokorozawa-Campus) Gegründet 1921 als Abteilung für Ästhetik der Nihon-Universität. 1939 zog die Abteilung in den heutigen Ekoda-Campus. 1949 entwickelte sie sich zur Fakultät für Künste. Fakultät für Interkulturelle Studien (gegründet 1978, im Mishima-Campus) Fakultät für Natur- und Ingenieurwissenschaften (im Surugadai-Campus / Funabashi-Campus) Gegründet 1920 als Höhere Technische Schule der Nihon-Universität-Stiftung (). 1928 gründete die Universität die Fakultät für Ingenieurwissenschaften. 1958 setzte sie Kurse für Physik und benannte sich in Fakultät für Natur- und Ingenieurwissenschaften um. Fakultät für Industrielle Ingenieurwissenschaften (, im Tsudanuma-Campus / Mimomi-Campus) Gegründet 1952 als Abteilung für Industrielle Verwaltung der Fakultät für Ingenieurwissenschaften. 1965 entwickelte sie sich zur Ersten Fakultät für Ingenieurwissenschaften und 1966 benannte sich in Fakultät für Industrielle Ingenieurwissenschaften um. Fakultät für Ingenieurwissenschaften Gegründet 1947 als Fachschulabteilung für Ingenieurwissenschaften. 1949 entwickelte sie sich zur Zweiten Fakultät für Ingenieurwissenschaften. 1966 benannte sie sich in Fakultät für Ingenieurwissenschaften um. Fakultät für Medizin Gegründet 1925 als Fachschulabteilung für Medizin. 1937 zog sie in den heutigen Campus. 1942 entwickelte sie sich zur Fakultät für Medizin. 1979 wurde der deutsche HNO-Arzt und Hochschullehrer Rudolf Link EhrendoktorLink, Rudolf. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 768. der Medizinischen Fakultät. Fakultät für Zahnmedizin (im Surugadai-Campus) Gegründet 1916 als Tōyō-Schule für Zahnmedizin (, Tōyō shika igakkō). 1921 wurde sie zur Schule für Zahnmedizin der Nihon-Universität-Stiftung (). 1952 wurde sie zur Fakultät für Zahnmedizin. Fakultät für Zahnmedizin Matsudo Gegründet 1971 als Zahnmedizinische Hochschule Matsudo der Nihon-Universität-Stiftung (, Nihon daigaku Matsudo shika daigaku). 1976 wurde sie zur Fakultät für Zahnmedizin Matsudo. Fakultät für Bioressourcen (engl. College of Bioresource Sciences, im Shōnan-Campus) Gegründet 1943 als Fakultät für Agrarwissenschaft. 1951 wurde die ehemalige Hochschule für Veterinär und Tierhaltung Tokio (, Tōkyō jūi chikusan daigaku, gegründet 1907) zur Nihon-Universität zusammengesetzt. Die Fakultät benannte sich 1952 in Fakultät für Agrarwissenschaft und Veterinärwesen um und 2000 dann in Fakultät für Bioressourcen. Fakultät für Pharmazie Gegründet 1952 als Abteilung für Pharmazie der Fakultät für Ingenieurwissenschaften. 1988 wurde sie zur Fakultät für Pharmazie. Abteilung für Fernstudium (im Ochanomizu-Campus)
Bekannte Absolventen Gosho Aoyama (* 1963), Mangaka Kinji Fukasaku (1930–2003), Filmregisseur Wajima Hiroshi (1948–2018), Sumōringer Lilas Ikuta (* 2000), Singer-Songwriterin Kyōko Iwasaki (* 1978), Schwimmerin Yuri Kanchiku (* 1982), Regisseurin und Drehbuchautorin Kazuo Kashio (1929–2018), Unternehmer Kotomitsuki Keiji (* 1976), Sumōringer Makoto Koga (* 1940), Politiker Teruo Kono (1934–2000), Karate-Großmeister Kentaro Miura (1966–2021), Mangaka Shigeki Maruyama (* 1969), Golfer Momo Minosuke (1898–1961), Publizist und Hochschullehrer Hiroyuki Sanada (* 1960), Schauspieler Takamisakari Seiken (* 1976), Sumōringer Hiroyasu Shimizu (* 1974), Eisschnellläufer Banana Yoshimoto (* 1964), Schriftstellerin
Literatur S. Noma (Hrsg.): Nihon University. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993, ISBN 4-06-205938-X, S. 1087.
Weblinks
Offizielle Website (japanisch und englisch)
Einzelnachweise
Nihon-Universitat Kategorie:Private Hochschule in Japan Kategorie:Hochschule in der Präfektur Tokio Kategorie:Organisation (Chiyoda) Kategorie:Organisation (Nerima) Kategorie:Organisation (Setagaya) Kategorie:Organisation (Itabashi) Kategorie:Hochschule in der Präfektur Chiba Kategorie:Matsudo Kategorie:Funabashi Kategorie:Hochschule in der Präfektur Fukushima Kategorie:Kōriyama Kategorie:Hochschule in der Präfektur Kanagawa Kategorie:Fujisawa (Kanagawa) Kategorie:Hochschule in der Präfektur Saitama Kategorie:Organisation (Saitama) Kategorie:Tokorozawa Kategorie:Hochschule in der Präfektur Shizuoka Kategorie:Mishima (Shizuoka) Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1889