Der Donauberglandweg ist ein etwa 57 Kilometer langer Prädikatswanderweg mit über 3200 Höhenmetern in vier Etappen mit jeweils einer Länge von 15 bis 20 km vom Lemberg bis zum Kloster Beuron. Er führt entlang des Albtraufs über die südwestliche Schwäbische Alb (Region der 10 Tausender) und durch das Obere Donautal. Etwa die Hälfte der Strecke ist auf naturnahen Wanderwegen und Bergpfaden zu bewältigen. Er liegt in einem Dreieck zwischen Sigmaringen, Tuttlingen und Rottweil in Baden-Württemberg.
Geschichte Im Frühjahr 2008 wurde der Donauberglandweg vom Deutschen Wanderverband als erster Qualitätsweg Wanderbares Deutschland der Schwäbischen Alb zertifiziert und hat im Januar 2011 die alle drei Jahre erforderliche Überprüfung mit Erfolg bestanden. In: wanderbares-deutschland.de, 16. Januar 2011, abgerufen am 9. Oktober 2012 (PDF; 66 kB). Im Sommer 2013 wurde er anlässlich der Wahl „Deutschlands schönster Wanderweg“ zum zweitschönsten Wanderweg Deutschlands gewählt und im zweiten Halbjahr zum dritten Mal als Qualitätsweg nachzertifiziert. Es wurden dafür kleinere Modifikationen am Wegverlauf vorgenommen. In: wanderverband.de, 11. Januar 2014, abgerufen am 8. April 2014 (PDF; 215 kB).
Kurzbeschreibung Der Donauberglandweg beginnt etwa ein Kilometer nördlich von Gosheim auf einem Wanderparkplatz und führt auf den Lemberg, dem höchsten Berg der Schwäbischen Alb. Danach geht es abwärts und durch den Ort Wehingen, anschließend wieder hoch auf den Kehlen und von dort oben immer entlang des Albtraufs zum Hummelsberg, zum Klippeneck mit Deutschlands höchstgelegenen Segelfluggelände und zum Dreifaltigkeitsberg. Der Weg führt weiter an Böttingen vorbei über den Alten Berg, hinein in das Schäfertal, nach oben auf eine Talkante zum Allenspacher Hof und später hinab und durch das langgezogene Lippachtal nach Mühlheim an der Donau. Ab Mühlheim steigt der Weg an zum „Gelber Fels“, kommt zur Kolbinger Höhle und fällt beim Gansnest-Turm steil abwärts nach Fridingen an der Donau. Von der Vorstadt geht es wieder aufwärts, wo die Strecke oberhalb des Donaudurchbruchs in einer Schleife auf einem Hochplateau entlang dem Knopfmacherfelsen, dem Stiegelesfelsen und dem Laibfelsen verläuft und von dort nach unten in das Durchbruchstal der Donau hinein führt. Kurz danach geht es durch das Wolfental hoch zur Burgruine Kallenberg, nach einer längeren und abwechslungsreichen Strecke durch Waldgebiete am Schloss Bronnen vorbei und schließlich wieder nach unten durch das Liebfrauental mit einer Lourdesgrotte zum Kloster Beuron.
Sehenswürdigkeiten mini|Donautal bei Fridingen mini|Donaudurchbruch bei Schloss Bronnen Einige der aufgelisteten Sehenswürdigkeiten liegen nicht direkt auf der Strecke, sind aber gesondert ausgeschildert. Panorama vom Lembergturm Aussicht vom Kehlen mit dem weißen Gipfelkreuz Albkante und Blick vom Hummelsberg und Klippeneck Dreifaltigkeitsberg Panorama und Kapelle am Alten Berg bei Böttingen Schäfertal mit Schäferbrunnen Allenspacher Hof mit einer über 500 Jahre alten Hoflinde Aussicht vom „Glatter Felsen“ in das Lippachtal Lippachmühle und das Lippachtal Naturschutzgebiet Triebhalde im Lippachtal Oberstadt von Mühlheim und Galluskirche Felsenhöhle von Mühlheim Aussicht vom „Gelber Fels“ Kolbinger Höhle Panorama vom Aussichtsturm Gansnest Klassische Aussicht von dem Knopfmacherfelsen in das Donaudurchbruchstal Stiegelesfelsen und Laibfelsen mit Sicht auf das Tal der Donau bei Fridingen Mattheiser Kapelle am Stiegelesfelsen Fridingen mit historischen Gebäuden Ruine Kallenberg und Überreste des Kallenberger Hofs Schloss Bronnen Bronner Höhle und Jägerhaushöhle Donautal beim Jägerhaus Liebfrauental mit der Mariengrotte Kloster Beuron Historische Holzbrücke über die Donau beim Kloster
Verlauf mini|Wegweiser Donauberglandweg mini|Wegweiser zwischen den Wegpunkten + Übersicht der einzelnen Etappen des Donauberglandwegs Etappe Start Ziel Strecke(km)Höhenmeter (Aufstieg / Abstieg) Gehzeit(h) Schwierigkeit 1 Lemberg Dreifaltigkeitsberg 15,0 550 / 750 5½ mittel 2 Dreifaltigkeitsberg Mühlheim an der Donau 17,5 600 / 570 6 mittel 3 Mühlheim an der Donau Fridingen an der Donau 12,0450 / 500 4 ½ mittel 4 Fridingen an der Donau Kloster Beuron 12,0550 / 580 4 ¾ mittel
Die in der Tabelle oben aufgeführten Streckenlängen sind die kumulativ ermittelten Distanzen aus den direkten Entfernungen zwischen den einzelnen Wegpunkten, die durch die Wegweiser des Schwäbischen Albvereins an den Wegpunkten auf der Strecke auf den jeweiligen Etappen angegeben sind und auf volle 500 Meter aufgerundet. Einzelne touristische Ziele wie der Dreifaltigkeitsberg mit der Kirche, die historische Oberstadt von Mühlheim und der Ortskern von Fridingen liegen nicht direkt auf dem Donauberglandweg und bleiben somit außen vor und müssen ggf. gesondert berücksichtigt werden.
Die Wegbeschaffenheit des Prädikatswanderweges ist zu 49 % naturbelassen, zu 38 % mit sonstigem Untergrund versehen und zu 13 % asphaltiert.Grafik Wegbeschaffenheit Deutscher Wanderverband. In: wanderbares-deutschland.de, abgerufen am 4. Oktober 2012. Der Weg ist durch den Schwäbischen Albverein mit gelben Wegweisern und einheitlichen Wegzeichen (blau-grüner Kreis) markiert. Die einzelnen Etappen können bei Bedarf individuell eingeteilt werden.
Alle Höhenangaben in den Wegbeschreibungen liegen in Normalhöhennull vor.
Erste Etappe: Lemberg – Dreifaltigkeitsberg Übersicht
Distanz: 15 km (bis Wegweiser Schrofe) Gehzeit: ca. 5 ½ Stunden Schwierigkeit: mittel mini|Sicht nach Westen vom Lemberg-Turm mini|Blick auf Spaichingen Ort/Sehenswürdigkeit Strecke(km) Höhe(m ü. NHN) Weitere Informationen Lemberg-Parkplatz (Wanderparkplatz) 0 871 Etwa 1 Kilometer nördlich von Gosheim an der Kreisstraße K 5905 gelegen. Lemberg 0,8 1.015 Lembergturm (Aussichtsturm), Wanderhütte und Grillplatz Lembergsattel 0,6 925Gebirgspass zwischen Hochberg und Lemberg Unterm Schänzle 2,0 900 Bürgle-Kapelle 0,4 865 Kapelle, Kreuzweg, Lourdesgrotte und oberhalb ein Parkplatz Wehingen 1,6 777 Rathaus und Ortsmitte Knieschnäpperle 1,0 900Steiler Bergpfad von Wehingen zum Hochwaldgipfel Nackwegle 1,3 932 Kreuzung mit dem Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg (Hauptwanderweg 1) Kehlen 0,6 1.001 Aussicht am Gipfelkreuz und Grillplatz Quirinskapelle 0,5 987 Kapelle Hummelsberg 3,3 1.002 Wegpunkt/Wegweiser Klippeneck 0,8 980 Gasthaus, Segelfluggelände, Aussichtsmöglichkeit Heuberger Wasen 0,2 970Steilkante mit Aussichtsmöglichkeiten Kreuzsteige 0,5 979Kreuzsteighütte (Schutzhütte) Schrofe 1,4 963 Der Donauberglandweg zweigt von hier nach links in Richtung Böttingen ab.Kreuzung mit dem Schwäbischen-Alb-Nordrand-Weg Dreifaltigkeitsberg 0,7 985 Kloster, Kirche und GaststätteEin Weg führt steil hinunter in ca. 2,5 km nach Spaichingen (Bahnhof).
Wegbeschreibung Die erste Etappe des Donauberglandweges beginnt an dem an der Kreisstraße K 5905 gelegenen Wanderparkplatz, direkt unterhalb des höchsten Bergs der Schwäbischen Alb, dem Lemberg (), nördlich bei der Gemeinde Gosheim und östlich von Rottweil im Landkreis Tuttlingen.
Nach einem kurzen, steilen, waldreichen und in einem Landschaftsschutzgebiet gelegenen Aufstieg ist der Lemberg erreicht. Vom Lemberg-Turm gibt es je nach Wetter eine Rundumsicht bis hin zu den Alpen, dem Schwarzwald und dem Nordrand der Schwäbischen Alb.
Der Abstieg nach Wehingen erfolgt über den Lembergsattel (), bleibt dabei oft noch im Wald bis zu der Bürgle-Kapelle, mit einem im Anschluss anzutreffenden kurzen Kreuzweg und einer Lourdes-Grotte. Die weitere Strecke nach Verlassen des Waldes in den Ort hinein ist asphaltiert. Wehingen liegt wie der Lemberg, Gosheim und die späteren Etappenorte Klippeneck und der Dreifaltigkeitsberg auf dem Heuberg.
mini|Auf dem Kehlen mit dem Gipfelkreuz Nach der Durchquerung der Ortsmitte von Wehingen () nimmt die Strecke daraufhin einen oft bewaldeten und teilweise steileren Anstieg auf den aussichtsreichen Kehlen (), mit seinem weißen Gipfelkreuz und Grillplatz. Dabei trifft der Weg unterwegs am Wegweiser Nackwegle () noch auf den Schwäbischen-Alb-Nordrand-Weg (Hauptwanderweg 1) des Schwäbischen Albvereins. Auf der Hochebene angekommen führt der häufig waldfreie Weg immer entlang der Albkante zunächst an der Quirinskapelle () vorbei zum Hummelsberg () und zum Klippeneck (), mit Deutschlands höchstgelegenen Segelfluggelände. Nach etwa zwei Kilometern durch ein Waldgebiet zweigt der Donauberglandweg an einer Wegkreuzung nach links in Richtung Böttingen ab. Das Etappenziel, der Dreifaltigkeitsberg mit dem Kloster und der 1666 erbauten Wallfahrtskirche, die Dreifaltigkeitskirche, werden nach gut 700 Metern auf dem Weg nach rechts erreicht. Nach Spaichingen hinunter gelangt man auf einem steileren und meistens geradeaus verlaufenden Weg nach etwa 2,5 km.
Zweite Etappe: Dreifaltigkeitsberg – Mühlheim an der Donau Übersicht
Distanz: 17,3 km (ab Wegweiser Schrofe) Gehzeit: ca. 6 Stunden Schwierigkeit: mittel mini|Kapelle auf dem Alten Berg bei Böttingen mini|Blick vom Glatten Felsen in das Lippachtal bei Mahlstetten Ort/Sehenswürdigkeit Strecke(km) Höhe(m ü. NHN) Weitere Informationen Dreifaltigkeitsberg 0 985 Kloster, Kirche und Gaststätte Schrofe 0,7 963 Der Donauberglandweg zweigt von hier nach links in Richtung Böttingen ab.Kreuzung mit dem Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg Böttingen 3,6 950 Wegpunkt Friedhof, Ortseingang WP Alter Berg 0,8 951 Wegpunkt, liegt unterhalb des Bergs Alter Berg 0,6 980 Rundkapelle und Panorama Storchentäle 0,5 938 Schäfertal 1,6 870 Schäferbrunnen 0,5 851 Brunnen und Rastplatz mit Grillstelle Allenspacher Hof 0,3 898 Naturdenkmal Allenspacher Hoflinde Lippachmühle 2,8 767 Gasthof Wolfensteige 1,6 727 Grillplatz Unter dem Galgenberg 4,1 661 Mühlheim 0,9 640 Wegweiser MühlenhöschleBahnhof in 0,5 km und Oberstadt in 1,0 kmDer Donauberglandweg führt nach links in Richtung Fridingen weiter.
Wegbeschreibung Die zweite Etappe beginnt am Wegweiser Schrofe, gut 700 m von der Dreifaltigkeitskirche oberhalb Spaichingens entfernt und führt von der Hochfläche der Alb durch das Lippachtal meistens absteigend nach Mühlheim an der Donau hinunter.
mini|Brunnen im Schäfertal bei Böttingen Die ersten gut 1,5 km der ca. 3,6 km langen Strecke bis zum Ortsrand von Böttingen (Friedhof) verbleiben noch in einem Waldgebiet. Böttingen wird auf dem Spaichinger Weg nur am südlichen Ortsrand berührt, danach für ein kurzes Stückchen an der nach Mahlstetten führenden Kreisstraße K 5900 entlang. Auf dem Hausberg von Böttingen, dem Alten Berg (), befindet sich eine kleine 1919 eingeweihte Rundkapelle. Sie wird nach einem kurzen Aufstieg durch Wacholderheiden und an einigen Bildstöcken vorbei erreicht. Eine Sicht von der Kuppe bis zu den Alpen ist je nach Wetterlage möglich.
Auf einem kleinen Pfad durch die Wacholderheiden geht es zunächst vom Alten Berg in südlicher Richtung hinunter in einen Wald. Die Strecke vollzieht am nächsten Wegpunkt Storchentäle eine Schleife und orientiert sich etwas später durch ein Naturschutzgebiet nordöstlich in Richtung Schäfertal, dabei wird auf dem Weg dahin die Kreisstraße K 5900 überquert. Vor dem Eintritt in das Schäfertal, mit seinen teilweise sichtbaren Felsen, ist noch einmal beim weiteren Abstieg der östliche Ortsrand von Böttingen zu sehen. In diesem Tal befindet sich der Schäfertalbrunnen mit dem dazugehörigen Rastplatz.
mini|Allenspacher Hof bei Böttingen Vom Schäfertal aufwärts führt der Weg zum Allenspacher Hof, von wo ein teilweise schmaler und auch wurzeliger Streckenabschnitt oberhalb der felsigen und bewaldeten Talkante beginnt. Dabei sind immer wieder auf einigen Abschnitten und von felsigen Vorsprüngen wie zum Beispiel von dem Auchten () und dem Glatten Felsen () aus Blicke in das Lippachtal und nach Mahlstetten auf der anderen Talseite oberhalb möglich. Der Abstieg zur Lippachmühle mit etwa 150 Höhenmeter ist dabei steil und steinig.