Dioïla ist der Name eines Kreises () in der Region Dioïla in Mali. Verwaltungssitz ist die Stadt Dioïla.

Geschichte Das Gebiet des Kreises Dioïla gehörte zum vorkolonialen Bambara-Reich.

Gemäß verschiedener Drittquellen wurde der Kreis bereits in der Kolonialzeit in den Rang einer Unteradministration (subdivision) erhoben.

Die Errichtung einer Verwaltungseinheit mit dem Namen Dioïla geht auf die erste Aufteilung nach der Unabhängigkeit zurück. Der Kreis Dioïla ist einer der 24 Kreise der Sudanesischen Republik, die im Juni 1960 im Zuge der Unabhängigkeits Malis gebildet wurden. Die Region Bamako wurde mit dem Gesetz 3/AL-RS vom 7. Juni 1960 unterteilt in die Kreise Bamako, Koulikoro, Dioïla, Nara und Kolokani. 1961 war er durch die vier Bezirke Bezirk Fana, Bezirk Massuigui, Bezirk Belec und Bezirk Tiélé untergliedert.

1977 wurde der Kreis Dioïla der neuen Region Koulikoro zugeordnet und in die 6 Bezirke Zentralbezirk Dioïla, Bezirk Banco, Bezirk Béléko, Bezirk Fana, Bezirk Massuigui und Bezirk Ména untergliedert. 1991 wurde der Kreis Dioïla unverändert fortgeschrieben.

Ab 1999 wurden die Bezirke aufgelöst und der Kreis in 23 gegliedert: Anmerkung: im Gesetztes-Text sind 24 Gemeinden für Cercle du Dioïla aufgelistet. Ména ist jedoch keine Gemeinde, sondern Ort und Hauptsitz der Gemeinde N'Dolondougou. Daher ist 23 Gemeinden die korrekte Zahl. Banco, Benkadi, Binko, Dégnékoro, Diébé, Diédougou, Diouman, Dolendougou, Gégnéka, Jékafo, Kaladougou, Kémékafo, Kéréla, Kilidougou, Massigui, N’Dlondougou, N’Garadougou, N’Golobougou, Nangola, Niantjila, Ténindougou, Wacoro und Zan Coulibaly. (französisch).

mini|Kreis Dioïla vor 2023 – heute Umriss der Region Dioïla 2023 wurde das Gebiet des bisherigen Kreises Dioïla aus der Region Kayes ausgegliedert und zur neuen Region Nara erhoben. Somit bildet der Umriss des Kreises vor 2023 ungefähr die heutigen Region ab.

Der Kreis Dioïla besteht weiterhin als Teil der Region, wurde jedoch deutlich verkleinert: 17 Gemeinden wurden bei der Verwaltungsreform 2023 aus dem Kreis Dioïla ausgegliedert um neue Kreise zu etablieren: Banco (altern. Banko) bildet gemeinsam mit N’Golobougou den Kreis Banco, Kreis 2 der Region Dioïla. Benkadi, Diédougou, Dolendougou und Jékafo formen den neuen Kreis Béléko, Kreis 3 der Region Dioïla. Binko, Diouman, Guegneka (vorher: Gégnéka), Kéréla, Nangola, Ténindougou und Zan Coulibaly formen den neuen Kreis Fana, Kreis 4 der Region Dioïla. Massigui bildet gemeinsam mit Niantjila den neuen Kreis Massigui, Kreis 5 der Region Dioïla. Diébé und N’Dlondougou bilden den neuen Kreis 6 Ména der Region Dioïla.

Gliederung Seit 2023 teilt sich der Kreis mit der Nummer 1301 in 2 Bezirke, 6 Gemeinden sowie 91 VFQ ().

+Bezirke und Gemeinden im Kreis DioïlaCodeBezirkBezirkeBezirks-Verwaltung CodeGemeinde Gemeinde Hauptort VFQ Fläche(km2)130101Zentral-Bezirk DioïlaDioïla 13010101 Dégnékoro Dégnékoro 9 303 13010102 Kaladougou Dioïla 22 770 13010103 Kilidougou N'Tobougou 12 311 13010104 N'Garadougou N'Gara 10 487 13010105 Wacoro Wacoro 6 184130102Bezirk SénouSénou 13010201 Kémékafo Sénou 32 1019

Geografie Der Kreis Dioïla liegt größtenteils südlich der trockeneren Sahelzone, in der feuchteren Sudan-Region.

mini|Die Quellflüsse des Bani im Kreis Dioïla.Im Kreis Dioïla befinden sich die Quellflüsse des Bani, ein wichtiger rechter Nebenfluss des Niger. Die wichtigsten sind der linke Quellfluss Bagoé und der rechte Quellfluss Baoulé. Beide haben zahlreiche Nebenflüsse – darunter jeweils einer mit dem Namen Banifing. Der Banifing de Kouoro ist ebenfalls ein rechter Nebenfluss des Bani. Er fließt entlang der nordöstlichen Grenze des Kreis Dioïla dem Bani entgegen.

Klima Das Klima entspricht dem feucht-tropischen Sudan-Typ. Es ist geprägt von einer Trockenzeit zwischen März und Juni, einer Regenzeit von Juni bis Oktober und einer kalten Jahreszeit von November bis Februar.

Am Ende der kalten Jahreszeit ist der Harmattan der vorherrschende Wind.

Bevölkerung Im Kreis Dioïla leben vor allem Bambara- und Malinke-Bauern. Außerdem gibt es muslimische Fischergemeinden der Maraka, Fula und Bozo.

Aufgrund seines ländlichen Charakters hielt sich der Animismus in dieser Region bis weit ins 20. Jahrhundert hinein.

Die Einwohnerzahl betrug beim Zensus 2009 491.210 Einwohner. (französisch) Umgerechnet auf die neue Verwaltungsgliederung im Jahr 2023 entspricht dies 119.788 Einwohner.

Im Jahr 2023 wurden 168.114 Einwohner erfasst.

Einzelnachweise

Kategorie:Landkreis in Mali Kategorie:Region Dioïla