mini|Kreis Ségou (vor 2023) Ségou ist der Name eines Kreises (franz. cercle de Ségou) in der gleichnamigen Region Ségou in Mali. Verwaltungssitz ist die Stadt Ségou.

Geschichte In der Kolonialzeit wurde gemäß dem Recherchetool des französischen National-Archiv für die Überseegebiete aus dem Königreich Ségou 1893 ein Kreis, der trotz einiger territorialer Änderungen bis zur Unabhängigkeit fortbestand.

1960 war der Kreis Ségou einer von 24 Kreisen der Sudanesischen Republik, die im Juni 1960 im Zuge der Unabhängigkeit Malis neu gebildet wurden. Er wurde zusammen mit den Kreisen San, Macina und Niono in der Region Ségou errichtet.

In einer Situationsfeststellung des Innenministeriums 1961 umfasste der Kreis die Gemeinde Ségo mit uneingeschränkten Selbstverwaltungsrechten (franz. commune de plein exercice) und die neun Bezirke Bezirk Markala, Bezirk Barouéli, Bezirk Dioro, Bezirk Farako, Bezirk Sanando , Bezirk Doura, Bezirk Cinzana, Bezirk Tamani und Bezirk Ségou.

1977 wurden Barouéli, Sanando und Tamani aus dem Kreis Ségou ausgegliedert und in den Kreis Barouéli überführt. Der Kreis Ségou umfasste weiterhin die Gemeinde Ségou und die acht Bezirke Zentralbezirk Ségou, Bezirk Cinzana, Bezirk Dioro, Bezirk Doura, Bezirk Farako, Bezirk Kaiéna, Bezirk Markala und Bezirk Sansanding. 1991 wurde der Kreis Ségou unverändert fortgeschrieben.

Ab 1999 wurden die Bezirke aufgelöst und die Kreise in Gemeinden gegliedert. Der Kreis Ségou umfasste ab 1999 damit insgesamt 30 Gemeinden:, Ministère de l'Administration Territoriales et des Collectivités Locales, République du Mali (französisch, 31. Gemeinde Faraji gelistet - wird jedoch in späteren Quellen nicht gelistet) Die Ségou und die 29 Baguindadougou, Bellen, Boussin, Cinzana, Diédougou, Diganidougou, Dioro, Diouna, Dougabougou, Farako, Farakou Massa, Fatiné, Kamiandougou, Katiéna, Konodimini, Markala, Massala, N'Gara, N'Koumandougou, Pélengana, Sakoïba, Sama Foulala, Saminé, Sansanding, Sébougou, Sibila, Soignébougou, Souba, Togou.

Im Rahmen der Verwaltungsreform 2023 wurden 17 Gemeinden aus dem Kreis Ségou ausgegliedert.

Die Gemeinden Diédougou, Dioro, Farakou Massa und Kamiandougou bilden den neuen Kreis Dioro, Kreis 6 der Region Ségou.

Die Gemeinden Baguindadougou, Bellen, Diganidougou, Farako, N'Koumandougou, Sama Foulala und Souba bilden den neuen Kreis Farako, Kreis 7 der Region Ségou.

Die Gemeinden Boussin, Dougabougou, Markala, Sansanding, Sibila und Togou bilden den neuen Kreis Markala, Kreis 10 der Region Ségou.

Gliederung Seit der Verwaltungsreform 2023 ist der Kreis Nummer 0401 in drei Bezirke, 13 Gemeinden und 286 Dörfer, Fraktionen oder Stadtviertel (VFQ, franz.: villages, fractions oder quartiers) unterteilt.

+ Bezirke und Gemeinden im Kreis Ségou CodeBezirk Bezirk CodeGemeinde Gemeinde Hauptort VFQ 040101 Zentralbezirk Ségou 04010101 Konodimini Konodimini 26 04010102 Massala Massala 8 04010103 N'Gara N'Gara 10 04010104 Pélengana Pélengana 28 04010105 Sakoïba Sakoïba 30 04010106 Sébougou Sébougou 10 04010107 Soignébougou Soignébougou 8 04010108 Ségou Ségou 19 040102 Bezirk Cinzana 04010201 Cinzana Cinzana 73 04010202 Saminé Saminé 6 040103 Bezirk Katiéna 04010301 Diouna Diouna 13 04010302 Fatiné Fatiné Marka 27 04010303 Katiéna Katiéna 28

Bevölkerungszahlen Die Einwohnerzahl betrug beim Zensus 2009 691.358 Einwohner. Umgerechnet auf die Verwaltungsgliederung von 2023 entspricht dies 378.697 Einwohnern.

Im Jahr 2023 wurden 555.029 Einwohner erfasst.

Einzelnachweise

Kategorie:Landkreis in Mali Kategorie:Region Ségou