Heyerode ist ein Stadtteil von Sontra im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis. Das Dorf liegt westlich des Kernortes Sontra. Durch den Ort führt die Landesstraße 3249.
Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Heyerode erfolgte unter dem Namen Henrot im Jahr 1254. Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung): villa Heyenrode (um 1340), Heigenrod (1540) und Heygerode (1708). Um 1500 wurde Hopfen um Heyerode angebaut. Der Ort gehörte zum Gericht „Schemmermark“ im Amt Spangenberg.
Die bis dahin selbständige Gemeinde Heyerode wurde zum 31. Dezember 1971 im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis als Stadtteil nach Sontra eingegliedert. Für Heyerode, wie für alle bei der Gebietsreform nach Sontra eingegliederten Gemeinden, wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Mit Sontra kam der Ort 1972 zum Landkreis Eschwege und 1974 in den neugebildeten Werra-Meißner-Kreis.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Heyerode angehört(e):
vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Spangenberg ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Spangenberg 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Bischhausen ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Amt Spangenberg (zuletzt Amt Bischhausen) ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis EschwegeVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August, S. 72 f. (kurhess GS 1821)Trennung von Justiz (Justizamt Bischhausen) und Verwaltung ab 1836: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg ab 1866: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Rotenburg ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege, Stadt Sontra ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis, Stadt Sontra
Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Heyerode 231 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 33 Einwohner unter 18 Jahren, 84 zwischen 18 und 49, 72 zwischen 50 und 64 und 42 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 90 Haushalten. Davon waren 12 Singlehaushalte, 27 Paare ohne Kinder und 36 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 12 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 57 Haushaltungen leben keine Senioren.
Einwohnerentwicklung • 1585: 28 Haushaltungen • 1747: 42 Haushaltungen
Religion Heyerode bildet heute mit Berneburg und Diemerode ein evangelisches Kirchspiel.
Die Kirche hat einen mächtigen Wehrturm. Das Kirchenschiff wurde 1777 angebaut.
Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 282 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1961: 263 evangelische (= 98,13 %), 5 katholische (= 1,87 %) Einwohner
Infrastruktur In Heyerode steht ein Dorfgemeinschaftshaus mit einem Raum für die Jugend.
Weblinks Stadtteil Heyerode. In: Webauftritt der Stadt Sontra.
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Werra-Meißner-Kreis Kategorie:Geographie (Sontra) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Werra-Meißner-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1254 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971