Louismühle (fränkisch: Loi-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 128. Dort folgendermaßen transkribiert: „loimíl“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Louismühle liegt in der Gemarkung Bernhardswinden.

Geografie Die Einöde liegt am Silberbach. Im Nordwesten liegt die Flur Weiherleiten, im Süden das Hardtfeld. Ein Anliegerweg führt nach Deßmannsdorf (0,7 km westlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,3 km östlich), die nach Höfstetten (0,2 km nördlich) bzw. nach Brodswinden führt (0,7 km südöstlich).

Geschichte Die Mühle wurde 1720 vom Bauern Johann Georg Horn errichtet und nach dem hugenottischen Glaubensflüchtling Louis Godofray, der sie 1722 kaufte, benannt. 1731 verkaufte er sie seinem Schwiegersohn Johann Caspar Schneider.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 128.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Louismühle zur Realgemeinde Deßmannsdorf. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Louismühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 12 des Ortes Deßmannsdorf.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 848. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 978.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Louismühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brodswinden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brodswinden zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Am 20. September 1860 wurde Louismühle in die neu gebildete Gemeinde Bernhardswinden umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 946 f. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.

Das Anwesen wird seit 2002 als Pferdehof betrieben.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2002Einwohner 5 4 6 9 8 5 5 4 6 5 8HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1 Quelle Nach Auskunft der Bewohner.

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannis (Ansbach) gepfarrt, seit 1961 gehören sie zur Pfarrei Christuskirche. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt und gehören zu deren Filialkirchengemeinde Unsere Liebe Frau (Meinhardswinden).

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Einzelsiedlung in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Gegründet 1720