Fischhaus (fränkisch ebenfalls FischhausE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 75.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Fischhaus liegt in der Gemarkung Hennenbach.
Geografie Die Einöde liegt am Katterbach, einem rechten Zufluss des Eichenbachs, der links in die Fränkische Rezat fließt. Der an der Bundesstraße 14 gelegene Ort ist mit Obereichenbach zusammengewachsen. Im Süden liegt der Hausberg.
Geschichte Fischhaus wurde in den Vetterschen Oberamtsbeschreibungen von 1732 erstmals schriftlich erwähnt. Der Ort war ursprünglich eine markgräfliche Fischzuchtanstalt. Wahrscheinlich wurde die Fischzucht schon vorher vom Gumbertusstift betrieben.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Fischhaus zur Realgemeinde Obereichenbach. Das Anwesen hatte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt Fischhaus die Hausnummer 1 des Ortes Obereichenbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 895. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 994.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Fischhaus dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Katterbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Katterbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort nach Hennenbach umgemeindet. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.
Baudenkmal Haus Nr. 1 (ehemals markgräfliches Fischhaus), zweigeschossiger Bau des 18. Jahrhunderts mit Sonnenuhr von 1784
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 5 3 3 4 7 5 3 2 2 1HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle
Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Einzelsiedlung in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1732