Die R-26 () war eine in der Entwicklung befindliche sowjetische Interkontinentalrakete (ICBM) aus der Zeit des Kalten Krieges. Die Arbeiten erfolgten im OKB-586 von Michail Jangel. Irrtümlicherweise erhielt die Rakete den NATO-Codenamen SS-8 Sasin. Der GRAU-Index lautete 8K66.
Die Entwicklungsarbeiten an der zweistufigen Rakete liefen von 1960 bis 1962. Als Treibstoff-Oxydator-Kombination waren die ungekühlt flüssig lagerfähigen und hypergolen Komponenten UDMH und N2O4 vorgesehen. Das Programm wurde noch vor der Aufnahme der Flugtests zu Gunsten der Entwicklung der schweren Interkontinentalrakete R-36, die auch die Möglichkeit der Modifikation zu einer Globalrakete bot, abgebrochen. Die Entwicklung der R-26 erreichte somit nie die Einsatzreife.
Im November 1964 wurde auf einer Militärparade eine Attrappe der R-26 vorgeführt, für die westliche Analysten den NATO-Code SS-8 Sasin vergaben. Sie war jedoch mit der sowjetischen ICBM R-9 Desna aus Sergei Koroljows OKB-1 verwechselt worden.
Weblinks
R-26 bei Fas.org (englisch)
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