Bremenhof (fränkisch: BrämahufR. Schuh: Gunzenhausen, S. 41. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bręmɒhūf“.) ist ein Gemeindeteil von Mitteleschenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Bremenhof liegt in der Gemarkung Mitteleschenbach.

Geografie Südlich des Weilers erhebt sich der Geiersberg. Im Südwesten grenzt der Haundorfer Wald an. Durch den Ort verläuft eine Gemeindeverbindungsstraße, die bei Obererlbach in die Bundesstraße 466 mündet (0,7 km östlich) bzw. nach Winkelhaid zur Kreisstraße AN 59 führt (1,1 km nördlich).

Geschichte Der Ort wurde im Eichstätter Salbuch aus dem Jahr 1300 als „Premendorf“ erstmals namentlich erwähnt.Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 190I Lit. Nr. 165, fol. 1 u. fol. 32’. Zitiert nach R. Schuh: Gunzenhausen, S. 41. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Übername Brem(e), womit ein lästiger (mhd. „brëm“ = Bremse, Stechfliege) oder brummiger Mensch (ahd. brëman: brummen) bezeichnet wurde. Der Gründer dieser Siedlung muss diese Eigenschaften gehabt haben.R. Schuh: Gunzenhausen, S. 41 f. Der Ort gehörte zu den Gütern der Burg Wernfels und bestand damals aus sechs Lehen und einer Hofstätte. Bei Bremenhof gab es ursprünglich auch eine Kirche. 1407 bestand der Ort nur noch aus drei Gütern, 1510 gab es nur noch einen verödeten Einzelhof, der „Premenhof“ genannt wurde.F. Eigler: Schwabach, S. 79. Von der Kirche ist nichts erhalten geblieben. Der Hof wurde erst 1615 wieder bewirtschaftet. Dabei ist auch der „Keeß Hof“ als Zubaugut entstanden.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, München 1969, S. 154 f. Zitiert nach F. Eigler: Schwabach, S. 79 f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielt der Bremenhof bei der Vergabe der Häusernummerierung die Nr. 23 des Ortes Winkelhaid. Das Anwesen hatte das Kastenamt Spalt des Hochstifts Eichstätt als Grundherrn.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 841f. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1001.

Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1799) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Bremenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Mitteleschenbach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Mitteleschenbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2022Einwohner 14 6 10 8 11 11 12 14 13 16 14 15HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 2 2 2 2 3 3 4 Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Mitteleschenbach) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Andreas (Wassermungenau) gepfarrt.

In Erinnerung an die ehemalige Kirche in Bremenhof errichteten die Bewohner von Bremenhof und Käshof 2007 die Kapelle St. Michael.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Mitteleschenbach Kategorie:Ersterwähnung 1300