mini|hochkant|Liebfrauenbasilika in Zwolle mini|hochkant|Turm der Liebfrauenbasilika mini|hochkant|Innenansicht der Liebfrauenbasilika Die Liebfrauenbasilika () ist eine katholische Kirche in der niederländischen Stadt Zwolle.
Geschichte Die heutige Kirche entstand in vier Bauphasen. Der Chor entstand in den Jahren 1394 bis 1399. Anschließend folgten der Bau des Querhauses und des östlichsten Mittelschiffjochs, das 1417 vollendet wurde. 1454 stand das Kirchenschiff. Von 1463 bis 1484 wurde der Turm gebaut, der im Volksmund wegen des Aussehens der 1540 aufgesetzten Laterne mit Kuppel „Peperbus“ (Pfefferstreuer) genannt wird.
Zwischen 1580 und 1810 wurde die Kirche für profane Zwecke genutzt. 1809 wurde sie den Katholiken übergeben,Otto Lankhorst: La jeunesse du cardinal Van Rossum et son lien avec le Salland, sa région d'origine. In: Trajecta. Religie, cultuur en samenleving in de Nederlanden, , Jg. 19/20 (2010–2011), Heft 1/2, S. 27–37, hier S. 30. die sie nach Reparaturen 1811 für den Gottesdienst in Gebrauch nahmen. Die während einer Restaurierung 1871 angefügten Seitenschiffe wurden 1975 wieder entfernt. 1999 erhob Papst Johannes Paul II. die Kirche zur Basilica minor. Seit 2006 liegen die Überreste des Thomas von Kempen in der Liebfrauenbasilika.
Architektur In ihrer wiederhergestellten ursprünglichen Form ist die Liebfrauenkirche eine in Backstein errichtete Saalkirche mit Querhaus und Chor. Das Kirchenschiff ist im Innern als kreuzrippengewölbte Wandpfeilerkirche gestaltet, der Chorraum schließt in fünf Seiten des Achtecks. Der vorgesetzte strebepfeilerlose Kirchturm geht nach drei Geschossen in einen 1540 aufgesetzten oktogonalen Aufsatz in Renaissanceformen mit kuppelförmigem Abschluss über.
Ausstattung Der Kirchenraum hat weitgehend seine historistische Ausstattung bewahrt, darunter das Triumphkreuz mit Johannes und Maria, Baldachinaltar, Dreisitz und Chorgestühl. Die Farbverglasung der Kirche mit Szenen aus dem Marienleben (Mariä Geburt, Mariä Tempelgang, Marientod, Aufnahme Mariens in den Himmel) schuf die Düsseldorfer Glasmalerwerkstatt Hertel & Lersch.
Orgel mini|Orgel Die Orgel wurde 1896 von dem Orgelbauer Michael Maarschalkerweerd (Utrecht) erbaut. Das Orgelgehäuse stammt aus dem Jahr 1697. Es wurde für die Orgel in der Observantenkirche in Münster erbaut. Nach der Schließung der Kirche während der Französischen Besetzung Westfalens wurde das Orgelgehäuse nach Zwolle verkauft. Das Instrument hat 38 Register auf drei Manualen und Pedal.Informationen zur und zur Disposition
I Hauptwerk C–f3 Prestant 16′ Quintadeen 16′ Prestant 8′ Violon 8′ Roerfluit 8′ Octaaf 4′ Roerfluit 4′ Quint 3′ Octaaf 2′ Mixtuur III–VI Cornet V Basson 16′ Trompet 8′ II Positif C–f3 Bourdon 16′ Vioolprestant 8′ Zachtgedekt 8′ Fl Harmoniek 8′ Salicionaal 8′ Prestant 4′ Flûte dolce 4′ Woudfluit 2′ Mixtuur II–III Trompet 8′ III Schwellwerk C–f3 Holpijp 8′ Fl. Travers 8′ Viola di Gamba 8′ Vox Celeste 8′ Flute Octaviante 4′ Piccolo 2′ Vox Humana 8′ Pedal C–d1 Open Subbas 16′ Gedekt 16′ Violon 16′ Octaaf 8′ Violoncello 8′ Open Fluit 4′ Bazuin 16′ Trombone 8′ Koppeln: II/I, I/P, II/P
Weblinks
Website der Basilika
Einzelnachweise
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