thumb|KZ Neuengamme 1945 thumb|Jean-Dolidier-Weg in Neuengamme Jean-Aimé Dolidier (* 30. April 1906; † 1971) war ein französischer Gewerkschafter und überlebender Häftling des KZ Neuengamme in Hamburg.

Leben Dolidier wurde als Widerstandskämpfer der Résistance 1943 gefangen genommen. Er war im Dezember 1943 in der Zitadelle von Sisteron und im Januar 1944 im Gefangenenlager Voves inhaftiert,siehe dort Seite 4 (PDF; 2,0 MB) bevor er ins KZ Neuengamme deportiert wurde.

Er war Gründungsmitglied und Präsident der Amicale Internationale de Neuengamme. Die Amicales waren Häftlingsvereinigungen, die sich als Komitee unter dem Namen des jeweiligen Konzentrationslagers an vielen Orten ab 1945 bildeten. Dolidier gehörte auch der Denkmalskommission an, die 1953 die Aufstellung einer ersten Gedenksäule initiierte und damit den Grundstein für die spätere KZ-Gedenkstätte Neuengamme legte. Sie wurde auf dem Gelände der ehemaligen Lagergärtnerei platziert, auf dem die SS die Asche der im Krematorium Verbrannten als Dünger verstreuen ließ.

Ehrungen Im französischen Pierrefitte-sur-Seine ist seit 1971 ein kommunales Gesundheitszentrum nach ihm benannt. Die Straße Jean-Dolidier-Weg in Neuengamme trägt seit 1986 ihm zu Ehren seinen Namen. Sie hieß ehedem Neuengammer Heerweg und war die Zufahrtsstraße zum ehemaligen Konzentrationslager bzw. zur heutigen KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Einzelnachweise

Weblinks Das Gedächtnis der Dinge. KZ-Relikte und KZ-Denkmäler 1945-1995, herausgegeben von Detlef Hoffmann, Campus-Verlag Frankfurt am Main 1998, S. 203, ISBN 3-593-35445-4 Website der KZ-Gedenkstätte Neuengamme Die „Amicale Internationale KZ Neuengamme“ (AIN) Kurzbiographie S. 15 (pdf)

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