Bernd Minnich (* 1941 in Hamburg; † 30. Juni 1993 in Düsseldorf) war ein deutscher Künstler, Maler sowie Professor für Bildende Kunst.

Leben Bernd Minnich studierte 1962 bis 1963 Archäologie, Geographie und Kunstgeschichte in Hamburg und bis 1969 Kunst in Braunschweig sowie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und Düsseldorf. 1990 wurde er Professor für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Der Kunstkurator Harald Szeemann lud ihn 1972 mit seinen kleinen „Traumkisten“ zur Kasseler documenta 5 ein. Mit den Künstlern Dieter Roth und Axel Heibel war er freundschaftlich verbunden.

Minnichs Bilder wirken harmonisch und sind farbig verdichtet. Die Farben sind manchmal ohne Pinsel direkt mit den Händen auf große Formate aufgetragen. Tischlerplatten hat er dreimal mit Titanweiß grundiert und dann geschliffen, damit die Farben auf der glatten Fläche liegen. „Es macht mir Spaß, farbige Richtigkeiten im Bild zu formulieren“.In: Kunstforum international. Band 122 (1993). So nahm er zum Beispiel die feinteiligen schuppig-schillernden Farben des Schmetterlingsflügels als Anreiz, um diese pure Farbigkeit auf eigene hochsensible Weise zu einer besonderen Ästhetik zu gestalten. Er benutzte gerne bestimmte Gold- und Silbertöne. Seine Bilder stellen eine harmonische Welt dar.

Minnich war verheiratet und lebte von 1968 bis 1992 in Düsseldorf. Er starb 1993 an den Folgen einer früheren Fehlbehandlung, die bei ihm Krebs ausgelöst hatte.FAZ vom 2. Juli 1993.

Ausstellungen 2005: Neues Museum, Weimar 2001: Württembergischer Kunstverein Stuttgart 2001: Kunstsammlungen Chemnitz 2000: Kunstverein Lingen Kunsthalle 1993: Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1992: Overbeck-Gesellschaft, Lübeck 1991: Salone Villa Romana, Florenz 1991: Kunstverein Braunschweig 1990: Westfälischer Kunstverein, Münster 1984: Haus Nieting, Geldern 1982: Staatliche Kunsthalle Baden-Baden 1981: Kunsthalle Düsseldorf 1974: Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg 1973: Biennale Paris 1972: documenta 5, Kassel in der Abteilung Individuelle Mythologien

Auszeichnungen 1987: Villa-Romana-Preis, Florenz

Bildbände und Kataloge Bernd Minnich und Jaroslav Poncar. Malerei, Photographie. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1993, ISBN 3-925974-23-7. Karl Böhmer, Monika Hillmer, Bernd Minnich, Achim Zielinski in Farbe. Kunstverein Lippstadt 1992. Arkadische Notizen. Bacht, Essen 1992, ISBN 3-87034-049-5. Bernd Minnich, Malerei. Kunstverein Braunschweig 1991. Malerei. Bernd Minnich. Vorwort: Friedrich Meschede. Text: Martin Hentschel. Kleinheinrich, Münster 1990, ISBN 3-926608-46-3. Bernd Minnich. Wilhelm-Lehmbruck-Museum der Stadt Duisburg. Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg 1974.

Literatur Ingo Bartsch: Natur, Abbild, Assoziation. Franz Gertsch, Bernd Minnich, Fabrizio Plessi, Fausta Squatriti. Ministerium für Arbeit, Soziales und Stadtentwicklung, Kultur und Sport, Düsseldorf 2000. Karl-Heinz Hering: Happy chaos. Wie es uns gefällt. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1981. Lisa Hoever, Thomas Virnich, Bernd Minnich, Jochen Zellmann. Kunstpreis Villa Romana. Florenz 1987. Angelika Kindermann: Lichter aus dem Innern der Farbfelder. In: Art. Nr. 3/1991. . Heinz Liesbrock: Unschuldige Schönheit der Farbe, Bilder von Bernd Minnich im Kunstverein Münster. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. vom 30. April 1990. Helga Meister: Bernd Minnich, Maler des Schönen. In: Kunstforum international, Bd. 122 (1993). . Raimund Strecker: Immer offen – Zum Tode des Malers Minnich. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. vom 2. Juli 1993.

Einzelnachweise

Weblinks

Website des Künstlers (im Aufbau) mit einem Werk des Künstlers auf berndminnich.de

Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Zeitgenössischer Künstler Kategorie:Träger des Villa-Romana-Preises Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig) Kategorie:Künstler (Düsseldorf) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Gestorben 1993 Kategorie:Mann