mini|hochkant|Der Norweger Oscar Mathisen errang fünf Titel Die Eisschnelllauf-Mehrkampfweltmeisterschaft ist eine alle zwei Jahre von der Internationalen Eislaufunion ausgetragene Veranstaltung, bei der die vielseitigsten Eisschnellläufer der Welt ermittelt werden. Bis 2020 fanden die Titelkämpfe jährlich statt.
Geschichte Die Mehrkampfweltmeisterschaften werden seit 1893 ausgetragen. Von 1889 bis 1892 wurden bereits inoffizielle Meisterschaften abgehalten. Die erste Konkurrenz für Frauen gab es 1936. Seit 1996 finden die Konkurrenzen für Männer und Frauen zur gleichen Zeit und am gleichen Ort statt.
Der Niederländer Sven Kramer ist mit neun Goldmedaillen der erfolgreichste männliche Teilnehmer der Titelkämpfe. Die Deutsche Gunda Niemann ist mit acht Goldmedaillen die erfolgreichste Frau.
Regeln der Männer
Distanzen
1889: 3 Distanzen: 1/2 Meile (805 m) – 1 Meile (1609 m) – 2 Meilen (3219 m) 1890–1892: 4 Distanzen: 1/2 Meile (805 m) – 1 Meile (1609 m) – 2 Meilen (3219 m) – 5 Meilen (8047 m) seit 1893: 4 Distanzen: 500 m – 1500 m – 5000 m – 10.000 m
Wertung
1889: Für einen Sieg musste ein Eisschnellläufer alle drei Distanzen gewinnen. Gelang das nicht, wurde kein Weltmeister gekürt. Eine Silber- oder Bronzemedaille wurde nicht verliehen. 1890–1907: Um zu gewinnen, musste ein Eisschnellläufer drei der vier Distanzen für sich entscheiden. War das nicht der Fall, wurde kein Weltmeister ermittelt. Es gab keine Silber- oder Bronzemedaille. 1908–1925: Für die Platzierungen in den Einzelrennen wurden Punkte verteilt (ein Punkt für den ersten Platz, zwei Punkte für den zweiten Platz usw.). Der Eisschnellläufer mit der geringsten Punktzahl gewann, es sei denn, ein anderer Athlet konnte drei der vier Distanzen gewinnen, dann war dieser automatisch Weltmeister. Erstmals wurden Silber- und Bronzemedaillen verliehen. 1926–1927: Die Punkte wurden nach Prozentpunkten verteilt, die sich aus dem Abstand zur aktuellen Weltrekordzeit ergaben. seit 1928: Das sogenannte Samalogsystem gilt. Hierbei werden die Zeiten in Sekunden gemessen und dann mit Hilfe der Durchschnittszeiten auf 500 Metern in Punkte umgerechnet. Bis 1986 konnte ein Eisschnellläufer dabei noch Weltmeister werden, wenn er drei der vier Distanzen gewann.
Regeln der Frauen
Distanzen
1933–1935: 3 Distanzen: 500 m – 1000 m – 1500 m 1936–1955: 4 Distanzen: 500 m – 1000 m – 3000 m – 5000 m 1956–1982: 4 Distanzen: 500 m – 1000 m – 1500 m – 3000 m Seit 1983: 4 Distanzen: 500 m – 1500 m – 3000 m – 5000 m
Wertung
Seit 1933 gilt, wie bei den Männern, das Samalogsystem.
Wettbewerb In den Jahren 1915 bis 1921 (Erster Weltkrieg) so wie 1940 bis 1946 (Zweiter Weltkrieg) fanden keine offiziellen Weltmeisterschaften statt.
Männer Inoffizielle Meisterschaften Jahr Ort Gold Silber Bronze 1889 nicht vergeben nicht vergeben nicht vergeben 1890 nicht vergeben nicht vergeben nicht vergeben 1891 nicht vergeben nicht vergeben 1892 abgesagt aufgrund der Eisverhältnisse 1940 1946
Offizielle Meisterschaften Weltmeisterschaften Gold Silber BronzeFür den Titel mussten drei von vier Strecken gewonnen werden. Es wurde keine Silber- und Bronzemedaille vergeben. Ab 1893 über metrische Distanzen. 1893 − − 1894 − − − 1895 − − 1896 − − 1897 − − 1898 − − 1899 − − 1900 − − 1901 − − 1902 − − − 1903 − − − 1904 − − 1905 − − 1906 − − − 1907 − − −Weltmeister war, wer drei von vier Strecken gewonnen hatte, ansonsten zählte die Platzpunktesumme der Einzelstrecken. 1908 1909 1910 1911 1912 1913 1914 Aufgrund des Ersten Weltkriegs fanden von 1915 bis 1921 keine Wettbewerbe statt. 1922 1923 1924 1925 Weltmeister war, wer drei von vier Strecken gewonnen hatte, ansonsten zählte die Einzelstreckenpunktesumme (Verhältnis zum aktuellen Weltrekord). 1926 1927 Weltmeister war, wer drei von vier Strecken gewonnen hatte, ansonsten zählte die Gesamtpunktzahl. 1928 1929 1930 1931 1932 1933 1934 1935 1936 1937 1938 1939 Aufgrund des Zweiten Weltkriegs fanden von 1940 bis 1946 keine offiziellen Wettbewerbe statt. 1947 1948 1949 1950 1951 Kornél PajorKornél Pajor hatte Ungarn nach dem Gewinn der WM 1949 verlassen und startete jetzt mit Zustimmung der ISU als "unabhängiger Teilnehmer". 1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 Ab 1987 war nur noch die Gesamtpunktzahl ausschlaggebend. 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2022 2024
Frauen Inoffizielle Meisterschaften Weltmeisterin war, wer zwei von drei Strecken gewonnen hatte, ansonsten zählte die Gesamtpunktzahl. Jahr Ort Gold Silber Bronze 1933 1934 1935
Offizielle Meisterschaften Weltmeisterschaften Gold Silber BronzeWeltmeisterin war, wer drei von vier Strecken gewonnen hatte, ansonsten zählte die Gesamtpunktzahl. 1936 1937 1938 1939 1947 1948 1949 Marija Issakowa (1949) und Rolf Falk-Larssen (1983) gewannen die WM, obwohl sie nicht die beste Gesamtpunktzahl erreichten. 1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959 1960 1961 1962 ¹ 1963 ¹ 1964 ¹ 1965 ¹ 1966 1967 1968 1969 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 Ab 1987 war nur noch die Gesamtpunktzahl ausschlaggebend. 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2022 2024 ¹ bis 1959 unter dem Namen Inga Artamonowa
Wettkampfrekorde Die Liste zeigt die Bestleistungen der einzelnen Disziplin, die bisher bei Mehrkampfweltmeisterschaften gelaufen wurden (Stand: nach der WM 2024). + Wettkampfrekorde (Competition record – CR) der FrauenWorld Championships Allround Record auf www.speedskatingnews.info. Abgerufen am 30. März 2024. WM Disziplin Sportlerin Zeit Datum Ort Bestand 2015 500 m 37,11 7. März 2015 Olympic Oval 1982 1000 m 1:20,98Results of the 1982 World Championship Allround Women 14. Februar 1982 Eisstadion Inzell 2006 1500 m 1:51,85 19. März 2006 Olympic Oval 2019 3000 m 3:53,31 2. März 2019 Olympic Oval 2019 5000 m 6:42,01 3. März 2019 Olympic Oval 1982 Mini-MK 168,271 13./14. Februar 1982 Eisstadion Inzell 1937 Mehrkampf (500,3000, 1000, 5000 m) 207,563Results of the 1937 World Championship Allround Women 30./31. Januar 1937 Eisstadion Davos 2006 Kleiner MK 154,580 18./19. März 2006 Olympic Oval
+ Wettkampfrekorde (Competition record – CR) der Männer WM Disziplin Sportler Zeit Datum Ort Bestand 2015 500 m 34,98 7. März 2015 Olympic Oval 2006 1500 m 1:42,68 19. März 2006 Olympic Oval 1897 4600 m 8:32,1Results of the 1897 World Championship Allround Men 5. Februar 1897 Crystal Stadium (Montreal) 2015 5000 m 6:07,49 7. März 2015 Olympic Oval 2007 10.000 m 12:49,88 11. Februar 2007 Thialf 2019 Großer MK 145,561 3. März 2019 Olympic Oval
Gesamt Platz: Gibt die Reihenfolge der Athleten wieder. Diese wird durch die Anzahl der Goldmedaillen bestimmt. Bei gleicher Anzahl werden die Silbermedaillen verglichen, danach die Bronzemedaillen. Name: Nennt den Namen des Athleten. Land: Nennt das Land, für das der Athlet startete. Von: Das Jahr, in dem der Athlet die erste WM-Medaille gewonnen hat. Bis: Das Jahr, in dem der Athlet die letzte WM-Medaille gewonnen hat. Gold: Nennt die Anzahl der gewonnenen Goldmedaillen. Silber: Nennt die Anzahl der gewonnenen Silbermedaillen. Bronze: Nennt die Anzahl der gewonnenen Bronzemedaillen. Gesamt: Nennt die Anzahl aller gewonnenen Medaillen.
Top Ten Diese Tabelle zeigt die zehn erfolgreichsten Frauen und Männer der Mehrkampf-WM Stand: nach der WM 2024 Platz Name Land Von Bis Gold Silber Bronze Gesamt 1. Sven Kramer 2005 2019 9 0 3 12 2. Gunda Niemann 1989 2000 8 2 0 10 3. Ireen Wüst 2007 2020 7 4 2 13 4. Martina Sáblíková 2009 2016 5 2 1 8 5. Karin Enke 1981 1988 5 2 0 7 6. Clas Thunberg 1922 1931 5 1 1 7 7. Oscar Mathisen 1908 1914 5 1 0 6 8. Ivar Ballangrud 1926 1938 4 4 3 11 9. Rintje Ritsma 1993 2003 4 2 3 9 10. Inga Woronina 1957 1965 4 2 0 6
Nationenwertung Die Nationenwertung zeigt die erfolgreichsten Nationen der Mehrkampf-WM. Stand: nach der WM 2024 Platz Land Von Bis Gold Silber Bronze Gesamt 1. 1893 2024 57 32 52 141 2. 1898 2024 38 38 40 116 3. (mit ) 1910 2015 35 44 33 112 4. (mit ) 1960 2007 22 21 12 55 5. 1901 1965 12 13 5 30 6. 1936 2024 10 6 10 26 7. 2009 2019 5 2 1 8 8. 1897 2020 4 6 5 15 9. 1908 2022 4 3 6 13 10. 1990 2022 1 5 6 12 11. 1991 2009 1 3 3 7 12. 1937 1994 1 3 2 6 13. 1949 1951 1 0 1 2 14. 1960 1960 0 1 0 1 1995 1995 0 1 0 1 1939 1939 0 1 0 1 1966 1966 0 1 0 1 1951 1951 0 1 0 1 19. 2001 2022 0 0 3 3 20. 1988 1988 0 0 1 1 1994 1994 0 0 1 1
Männer Rangliste Die Rangliste der Männer zeigt alle Medaillen je Sportler der Mehrkampf-WM. Stand: nach der WM 2024