mini|Der Hopfengraben
Hopfenmühle (fränkisch: Hopfe-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 100. Dort folgendermaßen transkribiert: „hopfemíl“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Hopfenmühle liegt in der Gemarkung Sauernheim.
Geografie Die vom Wald umgebene Einöde liegt circa dreieinhalb Kilometer westlich von Windsbach im Tal des Hopfengrabens. Etwas nördlich entspringt der Weihergraben, beide fließen rechts in die Fränkische Rezat. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Sauernheim (1,5 km südwestlich) bzw. nach Neuses bei Windsbach (1,5 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg als Walkermühle erbautK. Dunz: Windsbach, S. 275. und bis 1804 auch als „Walckmühl“ bezeichnet. 1804 wurde sie erstmals Hopfenmühle genannt, vermutlich nach dem Familiennamen des damaligen Besitzers (Hopf).E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 100.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Hopfenmühle zur Realgemeinde Sauernheim. Sie hatte das brandenburgisch-ansbachische Kastenamt Windsbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Hopfenmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 24 des Ortes Sauernheim.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 907.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 80. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1008.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Hopfenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sauernheim und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sauernheim zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Diese wurde am 1. Januar 1974 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Windsbach eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 6 5 5 8 7 7 6 4 5 7 6HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle
Religion Hopfenmühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Margareta (Windsbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Nikolaus (Mitteleschenbach) gepfarrt, heute ist die Pfarrei St. Bonifatius (Windsbach) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Windsbach Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach