mini|Im Punkt des Gleichgewichts, Bronzeplastik, Stadtpark Niebüll, 2010 Gudrun Piper (* 1. Juli 1917 in Kobe, Japan; † 12. Oktober 2016 in WedelCatarina Felixmüller: Norddeutscher Rundfunk, 12. Oktober 2016, abgerufen am 13. Oktober 2016.) war eine deutsche Malerin und Graphikerin. Sie lebte und arbeitete in Wedel bei Hamburg.

Leben Gudrun Piper war die Tochter der Schriftstellerin Maria Piper.Werke u. a.: Die Schaukunst der Japaner (1927), Brandung in Kamakura (Roman, 1935), Zobel von Shanghai (Lustspiel, 1947). Ihr Vater war Handelskaufmann.Jana-Marie Kopfstahl: Gudrun Piper (96): Hamburgs älteste Künstlerin. Hamburger Morgenpost, 20. August 2013, S. 17, abgerufen am 13. Oktober 2016. 1927 übersiedelte sie mit der Familie von Japan nach Hamburg. Mit zehn Jahren begann sie zu malen. Von 1937 bis 1943 studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf und an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. Dazwischen lag ein Jahresaufenthalt in Italien. Von 1944 bis 1948 hielt sie sich in Oberbayern auf; ab 1946 studierte sie bei Karl Caspar an der Akademie in München.

1948 kehrte Piper nach Hamburg zurück und studierte bei Arnold Fiedler am Baukreis.Uta Schoop: Arnold Fiedler (1900–1985): Eine Künstlermonographie. Dissertation. S. 349. (PDF; 8,6 MB) 1953 heiratete sie den Maler Max Hermann Mahlmann (1912–2000). Mit ihm arbeitete sie künstlerisch zusammen und stellte gemeinsam mit ihm aus. Das Paar bekam eine Tochter, die Modedesignerin Maria Mahlmann (* 1955). Die Sängerin Oceana Mahlmann (* 1982) ist ihre Enkelin.

Werk Während Gudrun Piper zu Beginn ihrer künstlerischen Karriere noch gegenständlich malte (u. a. Landschaftsbilder), wurden ihre Werke im Laufe der Zeit zunehmend abstrakter. 1950 entstanden erste konstruktive Arbeiten, denen 1965 rechtwinklige serielle Werke folgten. Sie bevorzugte Einfachheit und klare Linien. Im Mittelpunkt ihres künstlerischen Werkes steht das Quadrat – sowohl als Gestaltungsmerkmal als auch als Bild-Format. Dazu die Künstlerin:

Ausstellungen Gruppenausstellungen

Seit 1949 beteiligte Piper sich an Gruppenausstellungen in ganz Deutschland, aber auch im europäischen Ausland: Wien (1957), Paris (1958, 1959), Brüssel (1960) und Zagreb (1969).

Einzelausstellungen 1973: Bonn, Galerie Circulus, „Serielle Elemente“ 1975: Bielefeld, Galerie Jesse (mit I. Kracht) 1977: Essen, Galerie Günther+Schwan, „Ölbilder-Reliefs-Zeichnungen“ 1979: Bielefeld, Galerie Jesse, „Strukturen und Konzepte“ 1980: Hamburg, Galerie Beckmann, „Gudrun Piper – Horizontalzeichnungen“ 1987: Otterndorf, Studio A 2002: Saarbrücken, Galerie St. Johann 2002: Dresden, Galerie am Damm 2017: Ingolstadt, Museum für Konkrete Kunst, Jubiläumsausstellung zum 100sten Geburtstag

Werke mit Max Hermann Mahlmann: Werke aus 40 Jahren des Künstlerehepaares Piper/Mahlmann. Vom 5. April bis 23. Mai 1992. Galerie Heinz Teufel. Gewidmet zum 80. Geburtstag von Max H. Mahlmann und zum 75. Geburtstag von Gudrun Piper. Galerie teufel, Bad Münstereifel/Mahlberg 1992, ISBN 3-927141-04-6. Zeichen 1A [eins A], 1B, 1C. Kunstmappe. Edition Hoffmann, Friedberg 1982. Uwe Haupenthal (Verfasser und Hrsg.): Gudrun Piper. konstruktiv – konkret. Malerei, Plastik, Grafik. Ausstellungen Richard-Haizmann-Museum Niebüll, 16. März bis 12. Mai 2008 und Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt, 25. Januar 2009 bis 1. März 2009. Verlag der Kunst, Husum 2008, ISBN 978-3-86530-105-5.

Auszeichnungen Zusammen mit ihrem Mann Max Hermann Mahlmann, erhielt sie folgende Ehrungen gemeinsamGudrun Piper zum 90. Galerie Renate Kammer, 2008 1986: Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg 1995: Bundesverdienstkreuz am Bande 1995: Kulturpreis des Kreises Pinneberg 1997: Biermann-Ratjen-Medaille der Freien und Hansestadt Hamburg

Literatur Uwe Haupenthal: Gudrun Piper – Konstruktiv. Malerei und grafische Arbeiten. Verlag der Kunst, Husum 2008, ISBN 978-3-86530-105-5

Weblinks

Gudrun Piper zum 90. Galerie Renate Kammer, 2008

Einzelnachweise

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