Dies ist eine Liste der Abgeordneten zum Österreichischen Nationalrat (XXIV. Gesetzgebungsperiode). Die XXIV. Gesetzgebungsperiode begann am 28. Oktober 2008 und endete am 28. Oktober 2013. Im Verlauf der Legislaturperiode gehörten 219 Abgeordnete dem Nationalrat an.

Nach der Nationalratswahl vom 28. September 2008 entfielen von den 183 Mandaten 57 auf die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ), 51 auf die Österreichische Volkspartei (ÖVP), 34 auf die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), 21 auf das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) und 20 auf die Die Grünen – Die grüne Alternative (Grüne).

Funktionen Nationalratspräsidium Nachdem die SPÖ bei der Nationalratswahl den ersten Platz verteidigen konnte, fiel ihr gemäß der parlamentarischen Tradition der Anspruch auf den Ersten Nationalratspräsidenten zu. Die SPÖ nominierte in der Folge erneut Barbara Prammer, die diese Funktion seit dem 30. Oktober 2006 innehatte. Bei der Wahl der Nationalratspräsidenten wurde Prammer am 28. Oktober 2008 mit 140 von 182 Stimmen gewählt. Die ÖVP nominierte für das Amt des Zweiten Nationalratspräsidenten erneut Michael Spindelegger, dem 142 von 170 gültigen Stimmen zufielen. Die Nominierung von Martin Graf zum Dritten Nationalratspräsidenten durch die FPÖ war von den Grünen und Teilen der SPÖ im Vorfeld auf Grund seiner Zugehörigkeit zur Burschenschaft Olympia heftig kritisiert worden. Die Grünen nominierten mit dem ehemaligen Klubobmann Alexander Van der Bellen auch einen Gegenkandidaten. Graf wurde schließlich mit nur 109 Stimmen gewählt, während van der Bellen 27 Stimmen erhielt und 20 Stimmen auf andere Kandidaten entfielen. Graf dürfte bei seiner Wahl nur wenige Stimmen von der SPÖ erhalten haben – nachdem ÖVP, FPÖ und BZÖ, welche die Wahl Grafs unterstützten, zusammen 105 Stimmen auf sich vereinten. Klare Mehrheit für Burschenschafter Graf (FPÖ), 28. Oktober 2008 Nachdem zwischen 2006 und 2008 die Grünen den Dritten Nationalratspräsidenten gestellt hatten, kam durch die Wahl Grafs die Funktion wieder in die Hände der FPÖ.

Nachdem Michael Spindelegger sein Amt am 2. Dezember 2008 nach seiner Wahl zum Außenminister zurückgelegt hatte, wurde Fritz Neugebauer (ÖVP) zu seinem Nachfolger gewählt. Er wurde am 3. Dezember 2008 mit 124 von 162 abgegebenen Stimmen gewählt. 38 Stimmen entfielen auf andere Abgeordnete.orf.at Neugebauer Zweiter Nationalratspräsident

Klubobleute Das Amt des Klubobmanns in der SPÖ übernahm Josef Cap, der bereits zuvor das Amt innegehabt hatte. In der ÖVP war zunächst Josef Pröll Klubobmanns. Nach seiner erneuten Wahl in die Bundesregierung wurde Pröll von Karlheinz Kopf abgelöst. In der FPÖ übernahm Heinz-Christian Strache die Funktion erneut, während das BZÖ Josef Bucher zum Klubobmann wählte. Zuvor hatte lange Zeit Stefan Petzner als Favorit für das Amt des BZÖ-Klubobmanns gegolten.ORF Kärnten Bucher neuer Klubobmann des BZÖ, 22. Oktober 2008 Bei den Grünen löste Eva Glawischnig-Piesczek den langjährigen Klubobmann Alexander Van der Bellen an der Klubspitze ab. Klubobmann des Team Stronach, das im November 2012 als Klub anerkannt wurde, ist Robert Lugar.

Abgeordnete