Schockenmühle (fränkisch: SchoknmilE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 171. Dort folgendermaßen transkribiert: „schǫknmíl“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Schockenmühle liegt in der Gemarkung Eyb.

Geografie Die Einöde liegt am Eichenbach, einem linken Zufluss der Fränkischen Rezat. Ein Anliegerweg führt nach Eyb (0,2 km westlich).

Geschichte Der Ort wurde 1410 als „Hupffenmül“ erstmals urkundlich erwähnt und seit 1732 als „Schocken Mühl“. Benannt wurde die Mühle nach dem Familiennamen des Gründers Hupf bzw. Hüpf. Spätestens 1732 wurde sie nach dem Familiennamen des damaligen Besitzers Schock umbenannt.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 171. Die heutige Mühle wurde 1752 erbaut, möglicherweise als Ersatz für eine Mühle, die ca. 100 Meter bachabwärts gestanden haben muss. Sie diente bis 1970 als Getreide- und Sägemühle.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Schockenmühle zur Realgemeinde Untereichenbach. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Stiftsamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Schockenmühle die Hausnummer 1 des Ortes Untereichenbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 917.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 166. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 987f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schockenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Eyb und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Eyb zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Diese wurde am 1. Oktober 1970 in die Stadt Ansbach eingegliedert.

Baudenkmal Wassermühle, Untereichenbach Haus Nr. 1: zweigeschossiger Bau mit Zwerchgiebel, Portal bezeichnet „1752“, Anbau bezeichnet „1776“. Scheune von 1848 mit Schleppgauben.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 6 14 9 11 8 8 7 4 4 7HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt, seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Lambertus (Eyb) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Mühle in Europa Kategorie:Einzelsiedlung in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1410