mini|Gotzenmühle von Osten

Gotzenmühle (fränkisch: GotsnmilE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 87.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Gotzenmühle liegt in der Gemarkung Wattenbach.

Geografie Die Einöde liegt am Zandtbach. An der Gotzenmühle führt die Kreisstraße AN 14 vorbei, die nach Unterrottmannsdorf (1,5 km westlich) bzw. an der Erlenmühle vorbei nach Wattenbach verläuft (1,6 km nordöstlich).

Geschichte Die Geschichte dieser Mühle reicht über 500 Jahre zurück. 1474 wurde sie als „Gotzmül“ erstmals urkundlich erwähnt. Sie wurde zeitweise auch als die obere Mühle bezeichnet in Abgrenzung zu der unteren Mühle, die eigentlich Erlenmühle heißt. 1493 ist auch die Mischform „öbern Gotzenmüll“ belegt. Die jetzige Mühle wurde 1746 erbaut. Im Rundbogenportal der denkmalgeschützten Mühle ist ein Schlussstein mit dem Wappen des Deutschen Ordens eingesetzt.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Gotzenmühle zur Realgemeinde Gotzendorf. Sie hatte das Stadtvogteiamt Eschenbach des Deutschen Ordens als Grundherrn. Bei der Vergabe der Hausnummern Anfang des 19. Jahrhunderts bekam das Anwesen die Nr. 1 und 2 des Ortes Gotzendorf.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 861.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Gotzenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sauernheim und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sauernheim zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Gotzenmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Wattenbach umgemeindet. Diese wurde am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Lichtenau eingegliedert.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1013f. Der Landgasthof Gotzenmühle wird in der Mühle betrieben.

Baudenkmal Ehemalige Mühle

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 6 13 9 10 12 10 12 16 6 8 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 2 2 1 1 1 1 2 2Quelle

Religion Gotzenmühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Georg (Immeldorf) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Lichtenau (Mittelfranken) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1474