Peter Arens (* 18. Februar 1928 in Freiburg im Breisgau; † 25. August 2015 in StäfaSchauspieler Peter Arens ist gestorben. In: Zürichsee-Zeitung u. Tages-Anzeiger, 26. August 2015. Abgerufen am 19. Dezember 2025.) war ein Schweizer Schauspieler und Theaterregisseur.
Leben Der Sohn der Schauspielerin Charlotte Arens besuchte die Schule in Bern und absolvierte eine Theaterausbildung. 1947 gab er sein Debüt am Stadttheater Bern. 1950 wechselte er an das Deutsche Theater Göttingen unter Heinz Hilpert und 1953 an das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. 1958 wurde er an die Münchner Kammerspiele engagiert, später spielte er am Residenztheater München, am Wiener Burgtheater, Berliner Schillertheater, Düsseldorfer Schauspielhaus und wieder in München.
Seit 1963 arbeitete er am Schauspielhaus Zürich, wo er nicht nur zahlreiche Rollen übernahm, sondern erstmals auch Regie führte. An verschiedenen anderen Bühnen trat er als Gast auf. Er inszenierte auch weiterhin Stücke, darunter Der zerbrochne Krug am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg.
Seit den 1950er Jahren wirkte er auch in Spielfilmen mit und verkörperte unter anderem den Komponisten Carl Maria von Weber in der Romanze Durch die Wälder, durch die Auen. Im Fernsehen sah man ihn 1960 in Ein Weihnachtslied in Prosa oder Eine Geistergeschichte zum Christfest als Schriftsteller Charles Dickens. Seine bekannteste Rolle dürfte die des Vaters von Gaylord in der erfolgreichen Malpass-Verfilmung Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung aus dem Jahr 1968 sein.
Arens, der 1989 beim Film Dr. M ausnahmsweise die Aufnahmeleitung übernahm, trat auch bei Lesungen und Rezitationsabenden vor die Öffentlichkeit. Dazu schrieb und inszenierte er Hörspiele. Er war mit der Schauspielerin Margrit Ensinger verheiratet. Seine Kinder sind der Kunstmaler Valentin Arens und die Schauspielerin Babett Arens (* 1959). Er lebte zuletzt in Stäfa.
Filmografie 1954: Der letzte Sommer 1954: Das Bekenntnis der Ina Kahr 1955: Verrat an Deutschland 1955: Parole Heimat 1955: Das Schweigen im Walde 1955: … Und ewig ruft die Heimat (Uli der Pächter) 1956: Regine 1956: Durch die Wälder, durch die Auen 1956: Das Lied der Heimat (Zwischen uns die Berge) 1957: Königin Luise 1958: Androklus und der Löwe 1959: Dame Kobold 1960: Anne Bäbi Jowäger – I. Teil: Wie Jakobli zu einer Frau kommt 1960: Ein Weihnachtslied in Prosa oder Eine Geistergeschichte zum Christfest 1960: Schicksals-Sinfonie (The Magnificent Rebel) 1961: Die Sendung der Lysistrata 1962: Anne Bäbi Jowäger – II. Teil: Jakobli und Meyeli 1962: Die große Szene 1963: Der Sittlichkeitsverbrecher 1964: Menschen der Berge (Geld und Geist) 1964: Der Gefangene der Botschaft 1964: General Frédéric 1965: Das Leben des Horace A.W. Tabor 1966: Adrian der Tulpendieb (Serie) 1966: Robert und Elisabeth 1967: Der Fall Schurzheim (Serie Die fünfte Kolonne) 1967: Die Mission 1968: Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung 1970: Jedermann 1970: Recht oder Unrecht (Serie) 1972: Der Angestellte 1973: Die Reise nach Mallorca (Mehrteiler) 1974: Das Unglück 1975: Konfrontation 1975: Ein Fall für Männdli – Spätes Glück 1978: Der Spinnenmörder 1979: Der Handkuß – Ein Märchen aus der Schweiz 1983: Ein Fall für zwei (Fernsehserie, Folge 18, Episode: "Tödliches Viereck") 1983: Wagner – Das Leben und Werk Richard Wagners (Serie) 1987: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge 27, Episode: "Wort gehalten") 1990: Tatort – Howalds Fall (Fernsehreihe) 1991: Tatort – Kameraden (Fernsehreihe) 2001: Studers erster Fall 2004: Lücken im Gesetz 2004: Im Nordwind 2009: Villa Amalia
Literatur
Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 21. C. Bernd Sucher (Hg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. 1995, 2. Auflage, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1999, ISBN 3-423-03322-3, S. 24. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Erster Band A – C. Erik Aaes – Jack Carson, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 137.
Weblinks
Zum 85. Geburtstag von Peter Arens
Einzelnachweise
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