Igor Wiktorowitsch Tjutin (, wiss. Transliteration , englische Umschrift Tyutin; * 24. August 1940; † 23. Januar 2026) war ein sowjetischer bzw. russischer theoretischer Physiker, der sich mit Quantenfeldtheorie beschäftigte.
Tjutin war Professor am Lebedew-Institut in Moskau. Tjutin entwickelte in Russland den BRST-Formalismus, eine Methode zur Quantisierung von Systemen mit Nebenbedingungen wie Eichtheorien, parallel zu Raymond Stora, Alain Rouet und Carlo Becchi in Frankreich um 1975.in einem nicht veröffentlichten Lebedev Institut Report Das Verfahren ist in der Quantenfeldtheorie von fundamentaler Bedeutung (einschließlich Versuchen zur Konstruktion von Stringfeldtheorien).
2001 erhielt Tjutin den Tamm-Preis. 2009 erhielt er mit Raymond Stora, Alain Rouet und Carlo Becchi den Dannie-Heineman-Preis. Für 2024 wurde Tjutin der Pomerantschuk-Preis zugesprochen.
Werke mit Dmitrij M. Gitman: Quantization of fields with constraints. Springer, Berlin [u. a.] 1990, ISBN 3-540-51679-4 mit Dmitry Gitman und Boris Voronov: Self-adjoint Extensions in Quantum Mechanics: general theory and applications to Schrödinger and Dirac equations with singular potentials. Birkhäuser, 2012, ISBN 978-0-8176-4400-0, ISBN 978-0-8176-4662-2
Weblinks Tjutin auf den Seiten der Tamm-Theorieabteilung am Lebedev Institut
Anmerkungen
Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Pädagogische Universität Tomsk) Kategorie:Russe Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Mann