mini|Dave (2012)Dave, auch Dave Levenbach, eigentlich Wouter Otto Levenbach (* 4. Mai 1944 in Amsterdam) ist ein niederländischer Sänger und Fernsehmoderator, der seit den 1970er Jahren in Frankreich bekannt ist, wo er seit Mitte der 1960er Jahre lebt. Sein größter internationaler Plattenerfolg war Dansez maintenant, eine französischsprachige Version des Glenn-Miller-Klassikers Moonlight Serenade.Songfakten mit Hörprobe bei hitparade.ch

Biografie Wouter Levenbach, der sich später Dave nannte, stammt aus einer jüdischen Familie, die zum Calvinismus konvertierte. Sein Vater war der Anglistikprofessor Hans Otto Levenbach. Wouter Levenbach begann seine Karriere mit zwanzig Jahren als Frontmann der Combo Dave Rich & the Millionaires, mit der er 1964 eine Single aufnahm; den Vornamen des Dave Rich behielt er als Künstlernamen. 1965 verließ er die Niederlande und wurde in Saint-Tropez Sänger in Bars und Restaurants. 1968 erhielt er einen Schallplattenvertrag, nachdem er den Musikproduzenten Eddie Barclay kennengelernt hatte. Zwei Jahre später nahm er am niederländischen Vorentscheid für den Grand Prix Eurovision de la Chanson (Eurovision Song Contest) teil und wurde mit dem Lied Niets gaat zo snel Dritter. Später im Jahr hatte er einen Hit mit einer niederländischsprachigen Version des Chansons Nathalie, im Original gesungen von Gilbert Bécaud. Ab 1971 spielte er im Musical Godspell.

1974 erhielt er einen Vertrag bei der Schallplattenfirma CBS. Trop beau, seine französische Version des Rubettes-Hits Sugar Baby Love, wurde zum Hit in Frankreich, und mit Vanina, einer französischen Adaption des Del-Shannon-Hits Runaway, hatte er im Januar 1975 seinen ersten Nummer-eins-Hit in Frankreich.Songfakten mit Hörprobe bei hitparade.ch Singlehits wie Mon cœur est malade, Dansez maintenant (auch in einer deutschsprachigen Version mit dem Titel Wie schön dich zu seh'n veröffentlicht) und Du côté de chez Swann folgten, und im September 1976 eroberte seine Langspielplatte Tant qu'il y aura die Platz eins in den französischen Langspielplatten-Charts. Diesen Erfolg wiederholte er im Dezember 1978 mit der LP Pour que tu me comprennes. 1975 und 1982 gab er ausverkaufte Konzerte in der Music-Hall Olympia in Paris.« Music-Hall, Jean-Pierre Thiollet a vu Dave, l'homme qui vend du rêve... », Le Quotidien de Paris, 20-05-1982 (L'Olympia, 1982). Anfang der 1980er Jahre machte er erste Ausflüge ins Film- und Fernsehgeschäft, weitere musikalische Erfolge blieben unterdessen aus.

Erst in den frühen 1990er Jahren gelang Dave ein Comeback mit neuen Musikaufnahmen, und ab Mitte der 1990er begann seine Karriere im französischen Fernsehen. Zunächst gemeinsam mit der Sängerin Sheila und im folgenden Jahr allein moderierte er die Show Salut les chouchous bei TF1. Er berichtete für das französische Fernsehpublikum von der Hochzeit des niederländischen Kronprinzen Willem-Alexander und kommentierte auf France 3 2000 und 2001 den Eurovision Song Contest sowie für TF1 die Übertragung des Domino Day.

1997 veröffentlichte er seine Autobiographie, Du côté de chez moi, 2003 das Buch Soit dit en passant. In beiden Werken thematisiert er seine Homosexualität, mit der er in den 1960er/1970er Jahren diskret umging; er lebt seit 1970 mit dem Liedtexter Patrick Loiseau zusammen.

Unter dem Namen Dave Levenbach brachte er 2006 das Musikalbum Tout le plaisir a été pour moi heraus. Von 2010 bis 2013 saß er in der Jury der Castingshow La France a un incroyable talent (französische Version von Das Supertalent).Dave arrête La France a un incroyable talent Ab 2014 präsentierte er wöchentlich seine Sendung Du côté de chez Dave auf dem öffentlich-rechtlichen Sender France 3. Homepage der Sendung

Im April 2015 wurde Dave Levenbach zum Ritter des Orden von Oranien-Nassau ernannt., De Telegraaf vom 17. April 2015

Diskografie (Auswahl) mini|Dave (1969)

Alben

Weitere Alben 1976: Tant qu’il y aura 1979: Pour que tu me comprennes 2006: Tout le plaisir a été pour moi (als Dave Levenbach) 2019: Souviens-toi d’aimer 2022: Noces d’or – 50 ans de chansons (mit Patrick Loiseau)

Singles

Weitere Singles 1968: Si je chante 1969: Niets gaat zo snel 1974: Trop beau 1975: Mon cœur est malade 1975: Wie schön dich zu seh’n 1976: Ophélie 1979: Allô Elisa 1980: Maria Magdalena 1990: De eerste keer deed nog pijn (Duett mit Anny Schilder)

Weblinks

Biographie bei fluctuat.net (französisch) Dave auf der Website seines Managements Discodave, mit ausführlicher Diskographie

Einzelnachweise

Kategorie:Popsänger Kategorie:Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Ritter) Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren 1944 Kategorie:Mann