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Wustendorf (fränkisch: WiastndorfE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 208. Dort folgendermaßen transkribiert: „wīəstndorf“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Bruckberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Wustendorf liegt in der Gemarkung Bruckberg.

Geografie Durch das Dorf fließt der Haselbach und der Dürrnbach, der dort als linker Zufluss in den Haselbach mündet. 0,5 km südwestlich des Ortes liegen der Buchenwald und der Kindlerswald. Durch den Ort verläuft die Kreisstraße AN 10, die nach Adelmannssitz (1,1 km südöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2246 bei Neubruck führt (0,5 km nordwestlich). Über eine Gemeindeverbindungsstraße gelangt man nach Vestenberg (1 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1233 als „Wunsendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar. 1416 wurde er „Wuschöndorff“ genannt, 1433 „Wuschendorff“ und 1502 „Wustendorff“.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 208.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wustendorf neun Anwesen (2 Höfe, 5 Söldengüter, 1 Mühle, 1 Tropfhaus) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über die Anwesen hatte das Rittergut Frohnhof der Herren von Eyb.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 934. Es gab zu dieser Zeit acht Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 6, Sp. 492. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 981.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wustendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Vestenberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Vestenberg zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 961.Nach soll Wustendorf ursprünglich zur Gemeinde Großhaslach zugehörig gewesen sein und dann am 27. August 1833 nach Bruckberg umgemeindet worden sein. Bei M. Jehle findet sich dergleichen nichts. Es wird auch durch die einschlägigen Ortsverzeichnisse nicht bestätigt. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Wustendorf nach Bruckberg umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 947.

Baudenkmäler Wassermühle, bezeichnet 1751: zweigeschossiger Bau mit Satteldach und StichbogenportalG. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. S. 159. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Brücke Keller

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 88 67 68 60 68 57 49 84 60 43 47HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 12 11 12 12 12 13 11 12Quelle

Religion Wustendorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria (Großhaslach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Bonifatius (Dietenhofen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Bruckberg (Mittelfranken) Kategorie:Ersterwähnung 1233