Höfstetten (fränkisch: HefschdedE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 98. Dort folgendermaßen transkribiert: „hęfschdęd“. Im Gegensatz zu Höfstetten (Heilsbronn), das im Dialekt „Heschdad“ ausgesprochen wird.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Höfstetten liegt in der Gemarkung Brodswinden.

Geografie Südlich des Dorfes fließt der Silberbach und es mündet dort der Meinhardswindener Graben als linker Zufluss. Im Norden schließen sich die Waldgebiete Geißplatz und Feuchtlach an. Dort fließt der Feuchtlachgraben, der ein linker Zufluss des Silberbachs ist. 0,5 km westlich liegt die Flur Weiherleiten.

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wallersdorf (1,2 km östlich) bzw. zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 13 (1 km nordwestlich) und weiter nach Deßmannsdorf (0,6 km südlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Brodswinden (1 km südöstlich). Anliegerwege führen zur Louismühle (0,4 km westlich) und zur Höfstetter Mühle (0,1 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde 1288 als „Hofsteten“ im Testament des Wolfram von Dornberg erstmals urkundlich erwähnt.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 98. In diesem vermachte er einen Teil seines Besitzes, zu dem auch Höfstetten gehörte, an die Grafen von Oettingen.

Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Höfstetten 7 Mannschaften verzeichnet, die alle das Stiftsamt Ansbach als Grundherrn hatten. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 1630. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 685.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Höfstetten 9 Anwesen (2 Höfe, 1 Halbhof, 2 Köblergüter, 1 Söldengut, 1 Mühlgut, 1 Mühle mit Ziegelhütte) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Stiftsamt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 869 f.Nach (= J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp  700) soll es zwölf Untertansfamilien gegeben haben. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 980.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Höfstetten dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brodswinden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brodswinden zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert. In den letzten Jahren ist der Ort durch Neubauten beträchtlich angewachsen.

Ehemalige Baudenkmäler Bauernhaus Nr. 7: eingeschossiger Bau, 18./19. Jahrhundert, mit Fachwerkgiebeln, Satteldach und SchleppgaubenG. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 114. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 74 56 52 41 53 50 42 88 63 64 56HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 11 12 8 8 7 8 11 14Quelle Höfstetten: 69 Einwohner, 10 Feuerstellen; Höfstettermühle: 5 E., 1 F. Höfstetten: 69 E., 10 H.; Höfstettermühle: 5 E., 1 H. Höfstetten: 35 E.; Höfstettermühle: 6 E. Höfstetten: 44 E., 6 Wohngebäude; Höfstettermühle: 9 E., 2 Wgb.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Brodswinden) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession wurden bis 2025 nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt. Zum 1. Januar 2026 wechselte der Ort in das Bistum Eichstätt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1288