Thonhof (fränkisch: DohnhufE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 79. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „dónhūf“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Thonhof liegt in der Gemarkung Winkelhaid.

Geografie Südlich der Einöde erhebt sich der Geiersberg (), 1,25 km westlich liegen die Tonfelder und 1 km nördlich die Lüßäcker. Ein Anliegerweg führt 0,3 km östlich zur Bundesstraße 466.

Geschichte Thonhof wurde im Eichstätter Salbuch aus dem Jahr 1300 erstmals aufgelistet.Staatsarchiv Nürnberg, Hochstift Eichstätt Lit. Nr. 165, f. 29–33’. Zitiert nach F. Eigler: Schwabach, S. 73. Der Ort gehörte zu den Gütern der Burg Wernfels und bestand damals aus sieben Anwesen. 1447 gab es nur noch zwei Anwesen, 1615 schließlich nur noch ein Anwesen. Im Ort gab es ursprünglich auch eine Kirche mit dem Patrozinium der Katharina von Alexandrien (St. Katharinenkirche). 1319 wurde der Ort „ze dem Tan“ bezeichnetE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 79 = F. Eigler: Schwabach, S. 79., 1510 als „Tannhof“, 1640 als „Donnhof“.F. Eigler: Schwabach, S. 75. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist die Pflanzengattung Tanne.

Im eichstättischen Salbuch von 1671 wurde für Thonhof ein Untertan angegeben, der dem Kastenamt Spalt unterstand.F. Eigler: Schwabach, S. 142.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Thonhof zur Realgemeinde Winkelhaid. Der Ganzhof hatte weiterhin Kastenamt Spalt als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt der Thonhof bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 21 des Ortes Winkelhaid.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 915 = F. Eigler: Schwabach, S. 425. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.F. Eigler: Schwabach, S. 489.

Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1799) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Thonhof dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt Wassermungenau und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Wassermungenau zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Thonhof in die neu gebildete Ruralgemeinde Winkelhaid umgemeindet. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Windsbach eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 14 11 12 10 17 13 9 12 5 4 6HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 2 1 3 2 1 2 2 1Quelle

Religion Thonhof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Andreas (Wassermungenau) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Nikolaus (Mitteleschenbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Windsbach Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1300