Wernsmühle (fränkisch: Wernsch-mil bzw. Amnasch-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 201. Dort folgendermaßen transkribiert: „wernschmíl“ bzw. „amnəschmil“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Wernsmühle liegt in der Gemarkung Wernsbach.

Geografie Das Dorf liegt am Wernsbach, einem linken Zufluss der Fränkischen Rezat. 0,5 km nordwestlich davon erhebt sich der Klingenbuck (). Im Osten schließt sich das Waldgebiet Scheiblohe an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wernsbach (1,3 km nordwestlich) bzw. die Staatsstraße 2220 unterquerend nach Windsbach (0,7 km südöstlich).

Geschichte Der ursprüngliche Name war „Amner-“ bzw. „Amtnermühle“, vermutlich nach dem Familiennamen des ersten Besitzers benannt.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 201. 1790 wurde sie erstmals als „Wörnsmühl“ bezeichnet.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Amtmanns- bzw. Wernsmühle zu Windsbach. Sie hatte das brandenburg-ansbachische Kastenamt Windsbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Wernsmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 176/177 der Stadt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 930. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1016. Es gab zu dieser Zeit eine Untertansfamilie.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 280.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Wernsmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Windsbach und der 1810 gegründeten Munizipalgemeinde Windsbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand eine Siedlung. Zwischen 1954 und 1958 fand die Umgemeindung der Wernsmühle von Windsbach nach Wernsbach statt.Bei E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 201, wird der Ort noch als der Gemeinde Windsbach zugehörig beschrieben, bei G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 153, jedoch der Gemeinde Wernsbach. 1955 wurden Sandbuck und Holzgarten am Stadtrand von Windsbach sowie einige Häuser der Wernsmühle nach Windsbach umgemeindet.K. Dunz: Windsbach, S. 267. Am 1. Januar 1972 wurde der Rest von der Wernsmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Windsbach eingegliedert.

Boden- und Baudenkmäler Haus Nr. 3: ein Wohngebäude, zweigeschossiger massiver Walmdachbau, 18. Jahrhundert Etwas südlich gab es eine Freilandstation der Mittelsteinzeit und eine Siedlung der Jungsteinzeit.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 18 16 12 20 13 20 22 9 83 96 69HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 3 3 3 3 3 2 15 21Quelle

Religion Wernsmühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Margareta (Windsbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Bonifatius (Windsbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Ortsteil von Windsbach