Der Toyota Corona (japanisch: コロナ) ist ein PKW-Modell des japanischen Herstellers Toyota Motor Corporation.

1957 wurde der Corona erstmals in Japan auf den Markt gebracht. Er entwickelte sich zu einem Welterfolg.

Modellübersicht Toyopet Corona (T10)

Der im Juli 1957 noch unter dem Markennamen Toyopet eingeführte Corona rangierte unterhalb seines Schwestermodells Toyopet Crown und war wegen seines relativ niedrigen Preises seinerzeit in Japan populär und verbreitet. Hauptkonkurrent war der Datsun Bluebird.

Erhältlich war der Corona in der S-Version. Angeboten wurde er nur mit einem Ottomotor, der einen Hubraum von 995 cm³ und eine Leistung von 33 PS hatte.Personenkraftwagen aus Japan. In: Kraftfahrzeugtechnik 1/1959, S. 20. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 90 km/h. Kombiversionen des Corona waren ebenfalls lieferbar. Diese bauten auf den Plattformen ST16 und PT16 auf.

1958 bekam der Corona verchromte Türgriffe. Eine weitere Änderung unternahm man bei der Motorhaube. Diese erhielt einen spitz zulaufenden Haubenaufsatz, der ebenfalls aus Chrom bestand.

Im Oktober 1959 ersetzte Toyota den alten 33-PS-Motor und setzte nun einen Motor mit einem Hubraum von 997 cm³ sowie einer Leistung von 45 PS ein. Die neue Modellvariante stufte man als P-Modell ein. Mit dem neuen Motor erreichte der Corona eine Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h. Zur gleichen Zeit wurde auch der Frontgrill neu gestaltet. In einer weiteren Änderung setzte Toyota nun keine Rücksitze mehr ein, sondern verwendete von nun an Rücksitzbänke. Dies ermöglichte den Transport von fünf Personen, einer Person mehr als in den bisher gebauten Modellen. Im April 1960 wurde der Corona T10 abgelöst und durch die T20-Generation ersetzt.

Die Konkurrenz zwischen dem Toyota Corona und dem Datsun Bluebird zwischen 1959 und 1967 wird als BC war bezeichnet. Dabei war Nissan stärker auf Technologie fokussiert, während Toyota den Schwerpunkt auf Marketing und später durch Qualitätszirkel auch auf Zuverlässigkeit legte. Es werden ein erster und ein zweiter BC war unterschieden. Der erste begann 1959 und endete mit einer Niederlage Toyotas. Der zweite begann 1963 und endete 1966 mit einer Niederlage Nissans, als Toyota seinen Konkurrenten auf den Exportmärkten überholte.

Toyopet Corona (T20)

Der zweite Corona kam im April 1960 auf den Markt. Um das Modell auch bei anderen Kundenkreisen beliebt zu machen, erweiterte Toyota das Corona-Segment um eine Pick-up-Variante namens CoronaLine.

mini|links|Toyopet CoronaLine Als Beispiel für das ein neues Design plante Toyota nach europäischen Designmustern. Als Vorlage nahm man sich englische Ford-Modelle sowie französische PKW der Marke Renault. In Kombination einiger dieser Stile entstand dann schließlich der neue Corona.

Es wurde nun auch ein eigenständiges Modellemblem für den Corona eingeführt. Dieses befand sich im Motorhaubendiadem. Vorher zierte das Kronensymbol des Schwesternmodells Crown den Corona.

Um für Fahrkomfort zu sorgen, hat Toyota bei dem Modellwechsel auch ein Automatikgetriebe eingeführt. Der Käufer hatte nun die Auswahl zwischen einem manuellen Drei-Gang-Getriebe oder einem Zwei-Gang-Automatikgetriebe. Zur Motorisierung standen dem T20 zwei Motorisierungen zur Auswahl. Geboten war zum einen ein Toyota-P-Motor mit 997 cm³ Hubraum und zum zweiten gab es den stärkeren Toyota-3R-Motor mit einem Hubraum von 1897 cm³.

Eine weitere Neuerung beim Corona T20 war eine Hinterrad-Einzelaufhängung. Bei dieser gab es sehr häufig Probleme. Durch den auf der Straße befindlichen Dreck kam es sehr oft dazu, dass sich dieser in die Aufhängung wickelte und sich die Räder nicht mehr drehen konnten. Bei noch schlimmeren Fällen kam es bei zu starker Beanspruchung sogar zu Materialbrüchen. Im März 1961 löste Toyota dieses Problem, indem die Hinterrad-Einzelaufhängungen durch Blattfedern und eine ellipsenförmige Stahlträgeraufhängung ersetzt wurden. Damit war es nun dem Abfall und Schmutz unmöglich, sich auf eine irgendeine Art im Fahrzeug festzusetzen und erhebliche Schäden zu verursachen. Zur gleichen Zeit erweiterte Toyota die Motorenpalette für den Corona um den Toyota-R-Motor mit einem Hubraum von 1453 cm³.

Den dritten Platz errang Toyota mit einem Toyopet Corona Touring 1600 im Mai 1963 im 1. Grand Prix von Japan. Dort nahm Toyota in der Klasse C-5 mit mehreren Fahrzeugen des Corona-Modells teil.

Der Corona wurde unter zwei verschiedenen Modellnamen exportiert. In den USA wurde das Modell als Toyota Tiara (RT30) in der Stufenheckversion und als Toyota Tiara Station Wagon (T30) in der Kombiversion vertrieben. In Australien und Neuseeland dagegen bekam er den Namen Toyota 1900 (RT26LG). Ein ernstzunehmender Konkurrent war dort der Datsun Bluebird.

Toyopet/Toyota Corona (T40/T50/T60/T70)

Die dritte Generation des Toyopet/Toyota Corona wurde im September 1964 aufgelegt und löste den T20 ab. Unterdessen entbrannte ein unerbittlicher Kampf zwischen Datsun und Toyota um die Vorherrschaft auf dem heimischen Markt. Dieser wurde von beiden Seiten zumeist über den Weg der Presse ausgefochten und ging letzten Endes als BC-Krieg in die Geschichte ein.

mini|links|Toyopet/Toyota Corona RT/40 mini|links|Toyopet/Toyota Corona RT/50 Die Pick-up-Version benannte Toyota mit der neuen Generation einfach zu Corona Clipper um. Die Motorenauswahl wurde vom Vorgänger übernommen.

Im April 1965 ergänze Toyota die Modellreihe um das Sportmodell Corona 1600S (T60). Dieser bekam einen Toyota-4R-Motor mit einem Hubraum von 1587 cm³ und zwei Vergasern. Der neue Motor hatte eine Leistung von 90 PS.

Im Juli erweiterte Toyota dann nochmals sein Modellprogramm. Mit dem Corona RT/40 und dem Corona RT/50 wertete das Unternehmen die Corona-Modellreihe nun wieder zu einem Oberklassenmodell auf.

Eine Markterschließung versuchte man mit dem Corona im November 1965 in Europa. Es wurden alle Corona-Modellversionen auch hier in Europa angeboten. Der geplante Absatz wurde jedoch nicht erreicht, da sich die Fahrzeuge nur sehr schwer verkaufen ließen und Toyota nach wie vor innerhalb Europas noch eine der unbekannten Marken war.

Eine weitere Herausforderung wurden für den Konzern die Einführung internationaler Normen für den Automobilmarkt sowie neue gesetzliche Erlasse in verschiedenen Ländern. So wurde eine Vereinheitlichung der Modelle innerhalb des Konzerns angestrebt. Da bei den Corona-Modellen fast alles einheitlich war, konnte man das Modell dafür als Projektversuch ausnutzen. Tatsächlich gelang es Toyota, mit dem Corona als erste Modellserie eine einheitliche Struktur herauszuarbeiten und das Fahrzeug auch an alle neuen erlassenen Normen und Gesetzesvorlagen anzupassen. Damit war es nun auch möglich, den Corona nach Afrika und Südamerika zu exportieren.

Im Juni des nächsten Jahres erfolgten kleine Abänderungen des Frontgrills. Auch das Interior, sowie Armaturen, Sitzbänke und neue Zierten wurden nun für die weiteren Modell verwendet und die alten dadurch ersetzt.

Der Juni 1967 bescherte der Coronafamilie erneut ein Facelift. Es wurden die Stoßfänger ausgetauscht sowie kleine Abänderung an der Form durchgeführt. Des Weiteren etablierte Toyota nun die Schwestermodellserie Toyopet/Toyota Corona Mark II. Den veralteten Toyota-2P-Motor ersetzte man indessen kurz darauf durch den neuen 3P-Motor mit einem Hubraum von 1350 cm³.

Am 18. August 1967 setzte man die Produktion in den Corona-Produktionshallen (Motomachi) aus und feierte die Herstellung von 80.000 Einheiten.

Toyota knüpfte im April 1968 die Modellserien mit einer übergreifenden Ausstattungsvariante enger. Mit der Golden Series wurden im Innenbereich der gleiche Stil verwendet. Zur Motorisierung wurden bei den Stufenhecklimousinen 7R-Motoren mit 85 PS und bei den Sport- und Coupéfahrzeugen 7R-B-Motoren mit 100 PS eingesetzt.

Ein Generationenwechsel der Corona-Modelle ereignete sich 1970.

Der Toyota Corona wurde zwischen 1966 und 1972 in Südkorea von Shinjin Motors als Shinjin Corona 1500 (신진 코로나) gebaut.

Toyopet/Toyota Corona (T80)

Die vierte Generation des Corona brachte Toyota im Februar 1970 auf den Markt. Dabei handelte es sich jedoch nicht nur um ein leicht umgestaltetes Modell. Die gesamte Technik im Fahrzeug wurde überarbeitet und auf den aktuellen technischen Stand gebracht.

Toyopet/Toyota Corona Silhouette 70 ⇒ Einsteigermodell mit mäßiger Ausstattung 1500 ⇒ Modellvariante mit Radio und wahlweise Dekor 1500DX ⇒ 1600SL ⇒ 1600DX ⇒ Automatikversion mit allen Extras; elektronisch geregelte Einspritzung (ECT)

Im September 1970 wurden folgende Modellversionen hinzugefügt: 1700SL ⇒ ausgerüstet mit einem 6R-B-Motor 1700DX ⇒ ausgerüstet mit einem 6R-Motor

mini|links|Toyopet/Toyota Corona 1500DX Eine weitere Neuerung erschien im Februar 1971 mit dem 12R, der einen Hubraum von etwa 1600 cm³ und Leistungen von 86 bis 192 PS hatte. Dieser wurde zur Zeit der Ölkrise einer der beliebtesten Motoren und verhalf dem Corona in den USA und Kanada zu einem für Toyota bis dahin noch nicht gekannten Bekanntheitsgrad.

Ein halbes Jahr hatte Toyota den Corona erneut abgeändert. Interior und Exterior wurden vollkommen verändert. Ein Jahr darauf änderte man schließlich auch den Kühlergrill. Der Motorenauswahl wurde des Weiteren der 18R-B-Motor mit etwa 2000 cm² hinzugefügt. Dieser wurde jedoch hauptsächlich dem neu etablierten Hardtop und Hardtop-Coupé Corona 2000SR vorbehalten.

Im April 1973 musste die Produktion des Corona auf Grund verschärfter Abgasnormen eingestellt werden und wurde später durch die T100-Generation ersetzt.

In Amerika und in Afrika wurde der Corona T80 lediglich mit 4-zylindrigen Motoren vertrieben. Die 6-Zylinder- und V6-Motoren waren auf Grund einer gigantischen Zahl an Bestellungen Japan, Australien und Europa vorbehalten.

Toyopet/Toyota Corona (T100/T110/T120)

mini|Toyopet/Toyota Corona 1600GL mini|Toyota Corona Station Wagon Am 31. August nahm die Toyota Motor Corporation im japanischen Werk Motomachi die Produktion des Toyopet/Toyota Corona wieder auf. Die Karosserie des Vorgängers blieb jedoch nahezu unverändert. Dennoch hatte Toyota die lange Pause genutzt. In der Überarbeitung legte Toyota großen Wert auf das Fahrzeugdesign und die Sicherheit von Fahrer und Beifahrer. Die Farbauswahl wurde eingeschränkt sowie viele Chromteile verbaut. Um dem Corona ein sportlicheres Auftreten zu verleihen, verhalf aber besonders die Idee, den Außenrückspiegel etwas nach vorne zu versetzen und im Interior das Armaturenbrett mit allen bis dahin bekannten Instrumenten zu versehen. Des Weiteren wurden optional Schalensitze angeboten. Eine große Auswahl an Extras taten ihr zusätzliches, um das neue Image des Unternehmens über die Landesgrenze hinauszutragen und zu verbessern. Nun war Datsun nicht mehr der einzige Konkurrent in derselben Klasse. Fast weltweit konkurrierte der Corona nun des Weiteren mit Volkswagen Derby, BMW, DAF 55, DAF 66, Volkswagen Golf und Modellen lokaler Lizenzbauten.

Übersicht der Modellversionen: 1600GL 1600SL 1800GL 1800SL 2000SL 2000SR 2000GT

Ab Dezember war der Corona 1800DX (Taxi) erhältlich und konnte nach individuellen Wünschen speziell angefertigt werden.

Im Februar 1975 wurden in Japan erneut neue Emissionsvorschriften (TTC-V) erlassen. Da Toyota jedoch keinen entsprechenden Motor für den Corona hatte, musste sich das Unternehmen diese von anderen Herstellern besorgen. Die Wahl des Unternehmens fiel schließlich auf den Honda Thunderstorm mit der CVCC-Technologie. Lediglich der 19R-Motor blieb im neuen Corona 2000DX erhalten.

Für die bereits in Kraft getretenen Abgasvorschriften schaffte es Toyota schließlich im Oktober die passenden Motoren für den Corona zu etablieren. Für die 1600er- und 2000er-Serie standen nun der 2T-U-Motor mit 90 PS und der 2R-U-Motor mit LPG-Technologie und einer Leistung von 70 PS. Für 2000SL und 2000SR wurde hingegen der 18R-GU mit 130 PS angeboten.