Kurt Rosenkranz (geboren 2. August 1927 in Wien; gestorben 13. März 2024Erinnern.at: Nachruf: ERINNERN:AT trauert um Kurz Rosenkranz, abgerufen am 28. März 2024) war ein österreichischer Erwachsenenbildner.

Leben Rosenkranz wuchs im Wiener Bezirk Brigittenau auf. Seine jüdischen Eltern und Großeltern waren aus Osteuropa zugewandert. Mit neun Jahren wurde er Chorknabe im Bethaus in der Kaschlgasse.Hörspuren Kurzbiographie zu Kurt Rosenkranz

Im Zuge des „Anschlusses“ an Hitler-Deutschland im Jahr 1938 erfuhr Rosenkranz Ausschreitungen und Demütigungen, er musste seine Schule verlassen und wurde in eine Sammelschule für Juden in der Währinger Straße 43 verlegt.Herbert Exenberger: 16. Mai 1938 – „Ausschulung“ jüdischer Kinder aus Wiener Pflichtschulen. In: DÖW Mitteilungen. Band 187, Juli 2008, S. 7 f. (Online; PDF; 130 kB)erinnern.at Video mit Kurt Rosenkranz zur Schule 1938, Maria Ecker in Wien, Juli 2008. Die Familie flüchtete nach Riga. Da dort deutsche Truppen die Familie einholten, wurde die Familie Rosenkranz in sowjetische Gefangenenlager verlegt und zuerst in Nowosibirsk in Russland, später in Karaganda in Kasachstan interniert.

1946 kehrte Rosenkranz nach Wien zurück und arbeitete mit seinem Vater in dessen kleiner Schuhfabrik.

1989 gründete er das Jüdische Institut für Erwachsenenbildung.adulteducation.at Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung

Für seine Verdienste wurde ihm der Titel Professor und 2010 das Goldene Ehrenzeichen des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs verliehen.

Sein Bruder Herbert Rosenkranz war Historiker in Yad Vashem.

Kurt Rosenkranz heiratete Erika Rosenkranz (geborene Roth), die Kinder und Enkelkinder leben in Österreich, der Schweiz beziehungsweise den USA.

Schriften mit David Zelinger (Hrsg.): Verpflichtung eines Überlebenden – Reden und Berichte. Bohmann, Wien 1993.

Literatur Susanne Blumesberger, Michael Doppelhofer, Gabriele Mauthe: Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. Band 2: J–R. Hrsg. von der Österreichische Nationalbibliothek. Saur, München 2002, ISBN 3-598-11545-8, S. 1145. Christian H. Stifter, Brigitte Ungar-Klein (Hrsg.): Bildung gegen Vorurteile. Festschrift aus Anlaß des 10jährigen Jubiläums des Jüdischen Instituts für Erwachsenenbildung. Verlag Österreichisches Volkshochschularchiv, Wien 2000 (= Materialien zur Geschichte der Volkshochschulen. Band 4), ISBN 3-902167-01-7.

Auszeichnungen 1998: Titel Professor als staatliche Auszeichnungen der Republik Österreich 1999: Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien 2000: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 2010: Goldenes Ehrenzeichen des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs

Weblinks Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung www.centropa.org: Kurt Rosenkranz https://www.erinnern.at/bundeslaender/wien/artikel/nachruf-erinnern-at-trauert-um-kurz-rosenkranz

Einzelnachweise

Kategorie:NS-Opfer Kategorie:Professor (Berufstitelträger) Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse Kategorie:Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien Kategorie:Person (Brigittenau) Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1927 Kategorie:Gestorben 2024 Kategorie:Mann