mini|299x299px|Ortseingang Dedelstorf ist eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen. Sie gehört der Samtgemeinde Hankensbüttel an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Hankensbüttel hat.
Geografie Dedelstorf liegt südwestlich von Hankensbüttel in der Nähe des Naturparks Südheide.
Gemeindegliederung Ortsteile der Gemeinde sind: Allersehl, Dedelstorf, Langwedel, Lingwedel, Oerrel, Repke und Weddersehl. Zu Dedelstorf gehört auch der Wohnplatz Großer Kain. Heute (2021) ist Oerrel mit 428 Einwohnern das Dorf mit der größten Einwohnerzahl in der Gemeinde Dedelstorf.Gemeinde Dedelstorf, Haushaltssatzung, Haushaltspläne 2021, S. 6.
Geschichte Eingemeindungen Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Allersehl, Langwedel, Lingwedel, Oerrel, Repke und Weddersehl eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1. Dezember 1905 655 16. Juni 1925 831 16. Juni 1933 858 29. Oktober 1946 1825 6. Juni 1961 1485 27. Mai 1970 1317 31. Dezember 1989 1328 31. Dezember 2009 1541 31. Dezember 2010 1536 31. Dezember 2011 1513 ¹ Volkszählungsergebnis
Politik
Gemeinderat Der Rat der Gemeinde Dedelstorf setzt sich aus elf Ratsmitgliedern zusammen, einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeisters.
Die letzten Kommunalwahlen ergaben die folgenden Sitzverteilungen: Wahljahr CDU FWD SPD Grüne Gesamt2021631111 Sitze 2016 5 5 1 - 11 Sitze 2011 4 6 1 - 11 Sitze 2006 5 5 1 - 11 Sitze 2001 7 3 1 - 11 Sitze
Bürgermeister Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Ulrike Bührke (CDU) ist amtierend und mehrfach im Amt bestätigt.
Wappen Blasonierung: „Geteilt von Rot und Grün durch ein silbernes Wellenband; oben ein silberner Heidschnuckenkopf, unten ein silbernes Eichenblatt und eine silberne Ähre.“
Das Rot der oberen Hälfte steht für die Heideflächen innerhalb des Gemeindegebiets, der Heidschnuckenkopf für eine Heidschnuckenherde. Das silberne Wellenband symbolisiert die Wasserläufe in der Gemeinde. Die grüne Farbe der unteren Hälfte sowie die Ähre und das Eichenblatt stehen für die Landwirtschaft und die Waldgebiete und Eichenhaine. Die sieben Körner der Ähre und die sieben Spitzen des Eichenblattes verweisen auf die sieben Ortsteile.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Auf dem Gemeindegebiet liegt das Naturschutzgebiet Schnuckenheide.
Wirtschaft und Infrastruktur Öffentliche Einrichtungen Dedelstorf verfügt über einen Friedhof mit einer Kapelle, der sich außerhalb der Ortslage befindet und auf dem auch das Kriegerdenkmal steht.
Verkehr mini|Bahnhof Dedelstorf Straßenverkehr Die Ortschaft Dedelstorf liegt an der Bundesstraße 244, östlich des Abzweiges der Bundesstraße 244 von der Bundesstraße 4 (Uelzen–Braunschweig). Die Kreisstraße 9 führt von Dedelstorf nach Lingwedel.
Eisenbahn Die 1904 in Betrieb genommene Bahnstrecke Celle–Wittingen führt durch Dedelstorf. Der regelmäßige Personenverkehr wurde 1974 eingestellt; die Strecke wird noch für den Güterverkehr sowie als Museumsbahn genutzt. Beim Bahnhof Dedelstorf zweigt ein Gleisanschluss zum ehemaligen Fliegerhorst bzw. Richthofen-Kaserne ab.
Luftverkehr Nördlich der Ortschaft Repke befand sich von 1954 bis 2015 das Segelfluggelände Schnuckenheide-Repke.
Garnison mini|Gedenkstein an die Panzerpionierkompanie 330 im Ortsteil Repke Bei Dedelstorf wurde 1936 der Flugplatz Dedelstorf angelegt und dort die I. Gruppe vom Kampfgeschwader 55 stationiert. Nach dem Krieg nutzten die Briten den Flugplatz Dedelstorf weiter.
Der zuvor als Lager Dedelstorf bezeichnete Kaserne wurde am 1. Oktober 1964 der Name Richthofen-Kaserne verliehen. Von 1962 bis 1994 waren hier von der Bundeswehr stationiert: Panzerartilleriebataillon 35, umbenannt 1981 in Panzerartilleriebataillon 335 (1962–1994) Panzerjägerkompanie 330 (1981–1993) Panzerpionierkompanie 330 (1971–1993)
Literatur Günter Dickmann/Hagen Eberding/Karin Winkelmann: Samtgemeinde Hankensbüttel. Das 20. Jahrhundert. quart Verlag, Hankensbüttel 2000. Dorfgemeinschaft Dedelstorf (Hg.): Dedelstorf. Ein Dorfbuch. Druckhaus Pinkvoss, Hannover 1995. Dierk Fell/Oliver Vogelmann/Ute Holzgrefe: Dedelstorf. Eine Kaserne in der Heide 1935 bis 1990. Eigenverlag, Dedelstorf 1990. Seyffarth / Tronnier: Dedelstorf. Eine Kaserne in der Heide. Geschichte des Standortes Dedelstorf 1935 bis 1994. Eigenverlag. 1988, 1994.
Weblinks
Gemeinde Dedelstorf bei der Samtgemeinde Hankensbüttel
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Gifhorn
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