Der Ernst-Hellmut-Vits-Preis zeichnet Wissenschaftler für in der Regel deutschsprachige, einzelne Beiträge und Lebenswerke aus, durch die Wege zur geistigen und materiellen Verbesserung des Lebens gewiesen werden.

Er ist mit 20.000 Euro dotiert und wird seit 1970 alle zwei Jahre von der Universitätsgesellschaft Münster (vormals: Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster) verliehen. Die Beiträge werden abwechselnd aus dem Bereich der Naturwissenschaften/Medizin und der Geisteswissenschaften ausgewählt. Vorschlagsberechtigt sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, jeder Fachbereich der Universität Münster sowie der Vorstand und das Kuratorium der Universitätsgesellschaft Münster.

Der Preis wurde aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Gesellschaft im Jahr 1968 vom Vorstand beschlossen und 1970 erstmals vergeben.Jochen Herwig: Zur Verleihung des Ernst-Hellmut-Vits-Preises 2008. In: Otmar Schober (Hg.): Der moderne Staat – Idee und Wirklichkeit. Beiträge der Akademischen Festveranstaltung zur Verleihung des Ernst-Hellmut-Vits-Preises an Prof. Dr. phil. Dr. h.c. mult. Renate Mayntz. Aschendorff, Münster 2009, ISBN 978-3-402-14725-2, S. 8. Er ist nach dem langjährigen Vorsitzenden Ernst Hellmut Vits benannt.Zu Vits siehe

Preisträger 1970: Adolf Butenandt – Biochemie und Molekulargenetik 1972: Alfred Müller-Armack – Wirtschaftstheorie und Politik 1974: Wolfgang Gentner – Kern- und Strahlenphysik; Bernhard Rensch – Zoologie 1976: Hans Albert – Wirtschafts- und Sozialwissenschaft 1978: Hans Kuhn – Physikalische Chemie und Evolutionstheorie 1980: Carl Friedrich von Weizsäcker – Physik und Naturphilosophie 1982: Ludwig Demling – Innere Medizin, Gastroenterologie 1983: Erika Simon – Archäologie; Karl Stackmann – Germanistik 1986: Peter Starlinger – Genetik, Transpositionsforschung 1988: Ernst-Joachim Mestmäcker – Ausländisches und internationales Privatrecht 1990: Otto D. Creutzfeldt – Biophysikalische Chemie, Neurobiologie; Erwin Neher – Biophysikalische Chemie, Membranbiophysik; Bert Sakmann – Medizinische Forschung, Zellphysiologie 1996: Harald Weinrich – Romanistik, Germanistik 1998: Herbert Walther – Physik 2000: Günther Patzig – Philosophie 2002: Wolf Singer – Neurobiologie 2004: Christian Meier – Alte Geschichte 2006: Manfred T. Reetz – Organische Chemie 2008: Renate Mayntz – Gesellschaftsforschung, Gesellschaftstheorie 2010: Stefan Hell – optische Mikroskope mit Nanometer-Auflösung 2012: Dietmar Willoweit – Rechtsgeschichte 2014: François Diederich – Organische Chemie 2016: Martin Hellwig – Wirtschaftswissenschaften 2018: Peter H. Seeberger – Kolloidchemie 2020: Ute Frevert – Geschichte der Gefühle 2022: Stefan H. E. Kaufmann – Infektionsbiologie 2024: Gertrude Lübbe-Wolff – Rechtswissenschaften

Weblinks Ernst-Hellmut-Vits-Preis bei der Universität Münster (uni-muenster.de)

Anmerkungen und Einzelnachweise

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