mini|Melvin Moti, 2020 Melvin Moti (* 1977 in Rotterdam, Niederlande) ist ein niederländischer Fotograf und Videokünstler.

Leben und Werk Motis Eltern wanderten 1975 aus Surinam in die Niederlande aus. Bereits im Alter von 17 Jahren entdeckte er seine Vorliebe für die Kunst und wurde 1995 an der Academie Voor Beeldende Vorming in Tilburg angenommen. Anschließend arbeitete er von 1999 bis 2001 am De Ateliers, einem unabhängigen Künstlerinstitut in Amsterdam, wo er über die Schwarzweißfotografie zum Videofilm kam.

Das filmische Werk des Künstlers besteht aus Videoarbeiten, in denen er sich vor allem mit Phänomenen des „Nicht-Sichtbaren“ beschäftigt. In dem 24-minütigen Film No Show (2004) zeigt er einen – im Zweiten Weltkrieg geräumten – leeren, bilderlosen Saal in der Petersburger Eremitage, der nur durch Licht- und Schattenspiele Bewegung erfährt und in dem ein Museumsmitarbeiter (aus dem Off) einer Gruppe Soldaten detailliert die (abwesenden) Bilder beschreibt. In dem 35-mm-Film The Prisoner's Chinema (2008) zeigt er Phänomene, die durch die verminderte Stimulanz des realen Wahrnehmungssinns entstehen („Kopfkino“). Weitere Arbeiten des Künstlers sind: Stories from Surinam, 2002 (Videofilm), Miamilism, 2008 (Textarbeit), Untitled, 2008 (Objekt).

Moti gestaltet außerdem aufwändig recherchierte Künstlerbücher, z. B. Eigenlicht (2012) über die Ausdruckskraft selbstleuchtender Mineralien.

Zitate

Auszeichnungen 2006 Charlotte Köhler Prijs des Prins Bernhard Cultuurfonds für Bildende Kunst, Amsterdam 2007 J.C. van Lanschot Prijs für Bildende Kunst 2008 Karl-Ströher-Preis (2007), Frankfurt am Main 2012 ars viva-Preis 2012/13 des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.

Ausstellungen (Auswahl) 2008 5. Berlin Biennale 2008; Musée d’art moderne de la Ville de Paris Playback; Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main, When No Means On 2007 Kölnischer Kunstverein, Pure Self Expression; Künstlerhaus Bethanien, Berlin, The Magic Manual; Stedelijk Museum CS, Amsterdam 2006 KO Centrum für Gegenwartskunst, Linz; Mücsarnok – Kunsthalle Budapest, e-fluxus Video Rental 2005 Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam 2004 Witte de With, Rotterdam, Tracer

Weblinks

Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main. Kunsthalle Basel.

Einzelnachweise

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