mini|Altarblatt 14 Nothelfer in der St.-Anna-Basilika in Altötting mini|Bayerische Feldmesse, Gemälde von 1915 (signiert auf dem Tornister) mini|Deckengemälde in der katholischen Pfarrkirche in Rißtissen, von 1915 Kaspar Schleibner (* 23. Februar 1863 in Hallstadt; † 27. Januar 1931 in München) war ein deutscher Kirchenmaler.
Leben und Schaffen Kaspar Schleibner, Sohn eines Schuhmachermeisters, erlernte ab 1875 das Handwerk der Dekorationsmalerei bei M. Müller in Bamberg. Nebenbei nahm er Zeichenunterricht an der dortigen Realschule und gewann einen ausgeschriebenen Preis. 1880 übersiedelte er nach München, wurde Gehilfe an der städtischen Fachzeichenschule und strebte den Eintritt in die Königliche Kunstakademie an.Horst Ludwig: Münchner Maler im 19. Jahrhundert, Band 4, 1983, S. 49, ISBN 3-7654-1804-8; Ausschnitt aus der Quelle Hier trat Schleibner 1882 einMatrikeleintrag Kaspar Schleibners an der Akademie der Bildenden Künste in München und war Schüler von Johann Caspar Herterich, Wilhelm Lindenschmit und Gabriel von Hackl. 1895 und 1904 hielt sich der Maler zu Studienzwecken in Rom auf, wo der Deutsch-Italiener Ludwig Seitz (1844–1908), Direktor der Vatikanischen Gemäldegalerie (heute Vatikanische Pinakothek), künstlerischen Einfluss auf ihn gewann.Richard Hoffmann: Kaspar Schleibner – zum 50. Geburtstag des Künstlers, in Die Christliche Kunst, Monatszeitschrift der Gesellschaft für Christliche Kunst, München, 9. Jahrgang 1912/13, S. 161f.; Ausschnitte zu den römischen Aufenthalten Schleibners Schließlich wurde ihm der Titel eines Professors der Kunst verliehen.
Schleibner entwickelte sich zu einem renommierten und gefragten Kirchenmaler, der sich überwiegend am Stil der späten Nazarener orientierte. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Altarbilder der zwei hinteren Seitenaltäre der Wallfahrtskirche St. Rasso in Grafrath. Das erste der um 1901/02 entstandenen Werke zeigt den heiligen Franziskus im Kreis seiner geistlichen Söhne und Töchter, das zweite den heiligen Antonius mit dem Jesuskind.
1915 schuf der Künstler das Gemälde einer Bayerischen Feldmesse, welches im Ersten Weltkrieg – hauptsächlich als Kommunionandenken – weit verbreitet und vervielfältigt wurde. Für den Altar der Basilika St. Anna in Altötting hat er ein öfter im Druck reproduziertes Bild mit der Darstellung der 14 Nothelfer gemalt. Im Jahr 1901 restaurierte Kaspar Schleibner die Ausmalung der berühmten, mittelalterlichen Holzkapelle St. Anna in Rohrmoos bei Oberstdorf.
Kaspar Schleibner war Mitglied des Münchner Vereins für Christliche Kunst.Verein für christliche Kunst in München (Hrsg.): Festgabe zur Erinnerung an das 50jähr. Jubiläum. Lentner’sche Hofbuchhandlung, München 1910, S. 164f. Im Geburtsort Hallstadt erinnert die Kaspar-Schleibner-Straße an ihn.
Werke (Auswahl) 1895: Altarbild Rosenkranzkönigin der Pfarrkirche St. Kilian in Hallstadt 1895: Altarbild in der Kapelle St. Isidor in Hausen 1898: Grabmal Schleibner mit gemaltem Votivbild im Friedhof Hallstadt 1900: Deckengemälde in der Pfarrkirche St. Martin in Jöhlingen Jöhlingen 1901/02: Zwei Altarbilder der Wallfahrtskirche St. Rasso in Grafrath 1905: Deckengemälde in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Flotzheim 1908: Deckenbild in der Pfarrkirche St. Arbogast in Haslach im Kinzigtal 1915: Kreuzwegstationen in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und St. Kilian, Kolonat und Totnan in Neusetz 1915: Deckengemälde in der Pfarrkirche St. Pankratius und Dorothea in Rißtissen 1921: Altarbild in der Filialkirche Maria Unbefleckte Empfängnis in Ingolstadt-Hundszell 1925: Kreuzwegstationen in der Pfarrkirche St. Canisius in Großhadern 1927: Langhausfresko in der Pfarrkirche St. Martin in Jengen 1929: Deckengemälde in der Pfarrkirche St. Martin in Eggolsheim Ausmalung der Pfarrkirche St. Stefan in Sonneberg Altarblatt Vierzehn Nothelfer in der Basilika St. Anna in Altötting
Galerie
Literatur Richard Hoffmann: „Kaspar Schleibner – zum 50. Geburtstag des Künstlers“, in Die christliche Kunst, Monatszeitschrift der Gesellschaft für Christliche Kunst, München, 9. JG 1912/13, S 145–167 mit zahlreichen Abbildungen Carl Casper: „München leuchtete“, Perstel Verlag, München, 1984; Scan der Stelle über Kaspar Schleibner
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Person (Akademie der Bildenden Künste München) Kategorie:Hallstadt Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1863 Kategorie:Gestorben 1931 Kategorie:Mann