Israel Jacob Yuval (* 1. Oktober 1949 in Sde Eliyahu bei Bet Sche’an) ist Historiker, Professor emeritus der Hebräischen Universität Jerusalem und ehemaliger akademischer Leiter des interdisziplinären Forschungszentrums für Jüdische Studien Scholion.Gundula Grebner/Johannes Fried (Hrsg.): Kulturtransfer und Hofgesellschaft im Mittelalter: Wissenskultur am sizilianischen und kastilischen Hof im 13. Jahrhundert, Berlin 2008, S. 404. Er beschäftigt sich in seinen Arbeiten vor allem mit der gegenseitigen Wahrnehmung von Juden und Christen in Spätantike und Mittelalter.

Werk Yuval vertritt die Ansicht, die Auseinandersetzung mit dem Christentum sei die treibende Kraft hinter dem Judentum zur Zeit von Midrasch und Talmud.Matthias Morgenstern: Beobachtungen zur Neukonfiguration der Erzvätergeschichten im rabbinischen Midrasch – Die gebärmutterlose Geburt Rebekkas – oder: Warum Jakob Abraham rettete. In: Judaica. Beiträge zum Verstehen des Judentums. Bd. 64 (2008), Heft 1, S. 37–53, hier S. 42; . So behauptet Yuval:Israel Yuval: Zwei Völker in deinem Leib. Gegenseitige Wahrnehmung von Juden und Christen. Göttingen 2007, S. 35.

Er beschreibt in seinem Buch Zwei Völker in deinem Leib, wie die Beziehung zwischen Juden und Christen ihr Bewusstsein, insbesondere bei der Herausbildung ihrer Identität, geprägt habe. Diskutiert wird dabei die Frage nach der Beziehung zwischen dem jüdischen Pessach und dem christlichen Osterfest. Konfliktsituationen zwischen Judentum und Christentum sind Yuval zufolge als Hintergrund der Entstehung von Theologie und Liturgie des Osterfestes plausibel.Clemens Leonhard: Die Pesachhaggada als Spiegel religiöser Konflikte. In: Albert Gerhards/Stephan Wahle (Hrsg.): Kontinuität und Unterbrechung. Gottesdienst und Gebet in Judentum und Christentum. Paderborn 2005, S. 143–171.

Auszeichnungen 2022: Mount Zion Award

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